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„Zu viel Gewalt, zu viel Angst, zu viel Schmerz“ : Biden besucht Hinterbliebene des Amoklaufs von Uvalde

Gemeinsam mit seiner Frau traf sich der US-Präsident mit Angehörigen der Opfer. Vergangene Woche hatte ein Schütze in Texas 21 Menschen erschossen.

„Zu viel Gewalt, zu viel Angst, zu viel Schmerz“ : Biden besucht Hinterbliebene des Amoklaufs von Uvalde

US-Präsident Joe Biden umarmt Mandy Gutierrez, die Rektorin der Robb-Grundschule, während er und First Lady Jill Biden ihre…Foto: AFP/Mandel Ngan

Nach dem Amoklauf an einer Grundschule im texanischen Uvalde sind US-Präsident Joe Biden und First Lady Jill Biden am Sonntag (Ortszeit) mit Hinterbliebenen zusammengetroffen. Das Ehepaar Biden besuchte in Uvalde zudem eine Messe mit dem römisch-katholischen Erzbischof Gustavo García-Siller und hielt bei 21 weißen Kreuzen zum Gedenken an die Toten inne. Auf eine Ansprache verzichtete der Präsident. Jill Biden legte an der Schule weiße Blumen nieder.

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Vor seiner Abreise zu dem Gedenken hatte der Präsident laut CNN gesagt, er wolle mit den Eltern sprechen, die ihre Kinder begraben müssen. „Es gibt zu viel Gewalt, zu viel Angst, zu viel Schmerz“.

Bei dem Amoklauf am vergangenen Dienstag hatte ein 18-Jähriger in einer Grundschule 19 Kinder und zwei Lehrerinnen erschossen. Dabei verwendete er Waffen, die er legal erworben hatte. Der Todesschütze wurde beim Polizeieinsatz getötet, seine Motive sind nicht bekannt.

Einzelne Bundesstaaten wollen Waffenrecht verschärfen

Seit dem Amoklauf wird in den USA wieder verstärkt über das Waffenrecht debattiert. Biden dringt auf eine Verschärfung, es fehlen ihm dazu im Kongress aber die Mehrheiten. Republikanische Politiker lehnen neue Maßnahmen ab und kritisieren, Demokraten wollten die Tragödie „politisieren“. Der Todesschütze von Uvalde sei geisteskrank gewesen, sagte der republikanische Gouverneur von Texas, Greg Abbott.

[Lesen Sie auch: 19 Kinder und zwei Lehrerinnen tot: Das sind die Opfer von Uvalde – und ihre Geschichten (T+]

In den demokratisch regierten Bundesstaaten New York und New Jersey haben die Gouverneure erklärt, sie wollten ein Mindestalter von 21 Jahren für den Kauf bestimmter Waffen festsetzen. Im demokratischen Kalifornien will Gouverneur Gavin Newsom Kontrollgesetze vorantreiben. Gegenwärtig dürfen Schusswaffen im Allgemeinen ab 18 gekauft werden. 28 US-Bundesstaaten haben republikanische Gouverneure und 22 demokratische.

Zwölf Tage vor dem Amoklauf von Uvalde hatten Joe und Jill Biden in Buffalo (Bundesstaat New York) Angehörigen von zehn Afro-Amerikanern kondoliert, die von einem weißen Mann ermordet worden waren, mutmaßlich aus rassistischen Motiven. (epd)

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