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Warnstufe vier von vier : Schwere Unwetter ziehen am Freitag über Deutschland

Vor allem im Nordosten und Osten sind am Freitag starke Gewitter zu erwarten. Aus Sicherheitsgründen wurden mehrere Veranstaltungen abgesagt.

Warnstufe vier von vier : Schwere Unwetter ziehen am Freitag über Deutschland

Passanten mit Plastik-Regenschutz gehen nahe des Brandenburger Tors durch den Regen.Foto: Christoph Soeder/dpa

Über Teile Deutschlands sind Unwetter mit Hagel und Starkregen hinweggezogen. Für mehrere Regionen warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitagnachmittag vor extremen Unwettern – es galt die Warnstufe vier von vier.

„Im Osten und in der Mitte schwere Gewitter mit extrem heftigem Starkregen und Hagel (Unwetter)“, hieß es. Bis auf den Westen Deutschlands erwartete der DWD starke Gewitter und Unwetter. Im Nordosten, Osten und Süden sei mit schweren Gewittern zu rechnen.

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Zwar dürften sich viele Menschen nach der langen Trockenheit über den Regen gefreut haben. Doch manchem hat er auch das Freitagabend-Programm verhagelt. Das Staatsballett Berlin musste beispielsweise wegen des Unwetters eine geplante Schiffstour auf der Spree verschieben.

Und die Punkband Die Ärzte sagte ein Konzert auf dem Tempelhofer Feld in Berlin kurzfristig ab. „Achtung: Aufgrund eines aufziehenden Unwetters sind wir gezwungen, die Veranstaltung aus Sicherheitsgründen zu beenden“, teilten die Veranstalter am Freitagnachmittag mit.

Am Wochenende sind zwei weitere Konzerte geplant. „Die Veranstaltungen am Samstag und Sonntag finden nach aktuellem Stand wie geplant statt.“

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender brachen ihr Bürgerfest im Park von Schloss Bellevue sicherheitshalber ab.

„Der Deutsche Wetterdienst hat angekündigt, dass es über Berlin kreisende Gewitter gibt“, sagte Steinmeier seinen rund 1500 Gästen, die für ihr ehrenamtliches Engagement eingeladen worden waren. Im kommenden Jahr würden sie eins zu eins erneut eingeladen, versprach er.

Abfertigung am BER war vorübergehend unterbrochen

Am Hauptstadtflughafen BER wurden die Arbeiten auf dem Vorfeld zur Sicherheit für die Beschäftigten vorübergehend unterbrochen. Für rund zwei Stunden lief die Abfertigung wegen eines Unwetters eingeschränkt, sagte ein Flughafensprecher am Freitagnachmittag.

Danach wurden die Arbeiten wieder aufgenommen. Mit weiteren Verzögerungen im Flugverkehr aufgrund der gestörten Abläufe sei aber zu rechnen, hieß es.

Durch starken Regen liefen in Pinneberg in Schleswig-Holstein am Freitagvormittag zahlreiche Straßen, Keller und Tiefgaragen voller Wasser. Ab etwa 11.00 Uhr löste die Feuerwehr Pinneberg Vollalarm aus, um die vielen Einsätze bei dem Unwetter zu bewältigen, wie ein Feuerwehr-Sprecher mitteilte.

Auch Feuerwehren aus umliegenden Gemeinden mussten den Angaben zufolge bei den mehr als 130 betroffenen Kellern und Straßenzügen zu Hilfe kommen.

Unwetter auch am Samstag

Während es in Teilen Deutschlands stark regnete, blieb vor allem der Westen verschont. „Der landesweit flächendeckende Landregen bleibt jedoch aus! Ganz im Gegenteil sogar, während es am einen Ort wie aus Eimern schüttet, bleibt es im Ort nebenan teils komplett trocken“, sagte DWD-Meteorologe Marcel Schmid.

Auch am Samstag drohe im Süden und Osten erhöhtes Unwetterpotenzial. Dann können lokal um die 50 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit fallen. „Dies entspricht teilweise einer halben Monatssumme oder mehr, als bisher im gesamten August gefallen ist“, sagte Schmid.

Im Westen und Nordwesten komme die Sonne immer wieder zum Zuge. Laut den Prognosen werden aber nirgendwo mehr 30 Grad erreicht.

Für Sonntag werden für den Süden erneut einzelne Schauer und Gewitter, teils auch mit Starkregen, vorausgesagt. Im Nordosten kann es anfangs noch schauerartiger Regen geben. Ansonsten zeigt sich der Himmel aufgelockert bewölkt, vor allem im Südwesten bleibt es laut DWD auch länger sonnig und trocken. Die Höchstwerte liegen bei 20 bis 28 Grad. (dpa)

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