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Wahlen zum Abgeordnetenhaus : Berliner Grüne bleiben in Umfrage weiterhin auf Spitzenplatz

Die aktuelle Koalition kann auf 54 Prozent der Stimmen hoffen. Doch es zeichnet sich eine tiefgreifende Veränderung in der Machtkonstellation ab.

Wahlen zum Abgeordnetenhaus : Berliner Grüne bleiben in Umfrage weiterhin auf Spitzenplatz

Bettina Jarasch, Spitzenkandidatin der Berliner Grünen, kann sich freuen, denn ihre Partei hält sich in den Umfrage zur…Foto: Annette Riedl/dpa

Wenn am heutigen Sonntag ein neues Abgeordnetenhaus gewählt würde, ginge der Wahlsieg an die Grünen und die neue Regierende Bürgermeisterin hieße Bettina Jarasch. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes „Civey“, die im Auftrag des Tagesspiegel erstellt wurde, kommen die Grünen auf 22,4 Prozent der Stimmen.

[Mehr zum Thema: Bloß kein Indianerhäuptling: Wer ist eigentlich Berlins grüne Spitzenkandidatin Bettina Jarasch? (T+)]

Rang zwei ginge an die SPD mit 19 Prozent der Stimmen. Knapp dahinter folgte die CDU mit jeweils 18,8 Prozent der Stimmen. Rang vier geht an Die Linke mit 12,8 Prozent der Stimmen. Dahinter rangiert die AfD mit zehn Prozent der Stimmen, die FDP folgt mit 8,9 Prozent auf dem sechsten Platz. Befragt wurden 2008 repräsentativ ausgewählte Berliner:innen im Zeitraum vom 26. Juni und 3. Juli, die statistische Fehlerquote wird mit 3,8 Prozent angegeben.

Wahlen zum Abgeordnetenhaus : Berliner Grüne bleiben in Umfrage weiterhin auf Spitzenplatz

Wenn am heutigen Sonntag Abgeordnetenhauswahlen wären, wen würden die Berliner*innen dann wählen?Grafik: civey

Mit dem Ergebnis behaupten die Grünen ihre Spitzenposition, die sie in Umfragen zur Abgeordnetenhauswahl seit April dieses Jahres konsequent innehaben. Den zuletzt etwas geschrumpften Vorsprung vor der CDU baut die Ökopartei laut der jüngsten Umfrage auf 3,6 Prozentpunkte aus. Die SPD wiederum legt im Vergleich zu vorherigen Umfragen leicht zu.

Die Negativ-Schlagzeilen rund um die zuletzt infolge ihrer Plagiatsaffäre vom Amt der Bundesfamilienministerin zurückgetretenen Spitzenkandidatin Franziska Giffey haben den Umfragewerten der Partei offenbar nicht geschadet. Giffey ist die bekannteste und beliebteste aller Spitzenkandidat:innen, die Konkurrenz folgt mit großem Abstand.

Bleibt es bei den Umfragewerten und stehen die Parteien zu ihren bisherigen Koalitionsaussagen, ist die Fortsetzung des seit 2016 regierenden rot-rot-grünen Bündnisses aus SPD, Linken und Grünen wahrscheinlich – wenn auch in anderer Reihenfolge.

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Die Regierungschefin würden künftig die Grünen mit ihrer Spitzenkandidatin Bettina Jarasch stellen. Genau wie Linken-Spitzenkandidat Klaus Lederer hatte Jarasch bereits vor Wochen erklärt, für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit zur Verfügung zu stehen und diese anzustreben. Die SPD und Giffey hielten sich mit klaren Koalitionsaussagen bislang zurück.

Im Fall eines Wahlsieges der Grünen fehlen der SPD aber die Alternativen. Eine sogenannte „Deutschland-Koalition“ gemeinsam mit CDU und FDP hätte der Umfrage zufolge zwar eine knappe Mehrheit im dann neu zusammengesetzten Parlament. Sie dürfte die SPD intern jedoch unter extreme Spannungen setzen.

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