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Turbine etabliert sich in der Spitzengruppe : Wenig Geld, viel Erfolg

Turbine beendet die Bundesliga-Hinrunde auf dem fünften Platz. Damit bestätigen die Potsdamerinnen ihre Champions-League-Ambitionen.

Turbine etabliert sich in der Spitzengruppe : Wenig Geld, viel Erfolg

Sarah Zadrazil (links) und Carina Wenninger verfolgen die Potsdamerin Selina Cerci.Foto: imago images/Leifer

An sich können sie zufrieden sein in Potsdam. Turbine beendet die Hinrunde auf dem fünften Rang und ist somit seinen Ansprüchen bisher gerecht geworden. Anfangs der Saison wollten die Potsdamerinnen das Ziel, den dritten Platz zu erreichen, der für die Qualifikation zur Champions League berechtigt, noch nicht klar äußern.

Nach dem 1:1 am Sonntag gegen den FC Bayern lassen sich die Ambitionen für Europa allerdings nicht mehr von der Hand weisen, sind es doch lediglich drei Punkte, die sie davon trennen. Falsche Bescheidenheit ist hier also fehl am Platz. Mit dem fünften Rang finden sich die Potsdamerinnen in der Spitzengruppe der Bundesliga wieder.

Vor ihnen stehen Frankfurt, Hoffenheim, Bayern und Wolfsburg, alles Teams mit einem starken Verein im Rücken, die ganz andere Möglichkeiten haben, personell, finanziell und was die Infrastruktur betrifft. „Wir vergleichen uns mit Mannschaften wie Frankfurt, Hoffenheim oder Leverkusen, nicht mit Wolfsburg und Bayern“, sagte Potsdams Trainer Sofian Chahed nach dem Unentschieden gegen Bayern am Sonntag.

Turbine bildet daher die Ausnahme unter den Top Fünf und die Brandenburgerinnen sind gleichzeitig aber das beste Beispiel dafür, dass auch mit weniger Geld viel möglich ist. So spielen sie mit dem fast selben Kader wie vergangene Saison. Im Ligaspiel am Sonntag gegen den Meister aus München hat sich gezeigt, warum Turbine in der Hinrunde so erfolgreich war und was auch das ausgeschriebene Ziel vor der Saison war: Hinten sicher stehen und vorm Tor effizient sein.

Zufriedenstellende Hinrunde

Trainer Chahed sagte vor der Saison: „Unsere Ziele sind klar definiert. Wir wollen weniger Gegentore bekommen, mehr Tore schießen und mehr Punkte haben als letzte Saison.“ Aktuell steht ein Torverhältnis von 26:16 zu Buche, letzte Saison war es ein Verhältnis von 19:19 nach Abschluss der Rückrunde, dafür aber ein Punkt mehr.

Dass Turbine Selbstvertrauen hat, zeigt sich in der Aussage Chaheds am Sonntag im Hinblick auf das anstehende Spiel gegen den VfL Wolfsburg: „Ich glaube, dass wir nicht ohne Grund da oben mitspielen. Wir sind seit neun Spielen ungeschlagen und haben in den letzten drei Spielen drei Mal unentschieden gespielt. Ich kann erstmal sagen, dass wir mit der Hinrunde komplett zufrieden sind, aber nächste Woche startet schon die Rückrunde und ich habe keine Lust mehr unentschieden zu spielen. Ich möchte gegen den VfL Wolfsburg gewinnen.“

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Zuletzt traf Turbine am 1. Spieltag auf die Wolfsburgerinnen, damals gab es eine deutliche 0:3-Niederlage. Dass die Potsdamerinnen aber nicht mehr auf dem Niveau vom Anfang der Saison sind, ist spätestens im Spiel gegen die Bayern klar geworden.

Nun stehen sie in der Defensive sehr sicher und haben vorne mit Selina Cerci (acht Saisontore) eine Topstürmerin, die selbst Bayerntrainer Jens Scheuer gerne in der Nationalmannschaft sehen würde: „In der Form muss sie in die Nationalmannschaft.“ Das Erreichen der Qualifikation für die Champions League muss nun also das ausgeschriebene Ziel sein für die Saison, das Zeug dazu haben die Potsdamerinnen allemal.

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