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Todespflegerin gestand ihrer Psycho-Ärztin​„Ich könnte meine Klienten massakrieren“

++ Heimleiterin bricht immer wieder in Tränen aus ++ Angeklagte zeigt erste erkennbare Regung

Todespflegerin gestand ihrer Psycho-Ärztin​„Ich könnte meine Klienten massakrieren“

Ines R. am Donnerstag im Gericht

Foto: Michael Sauerbier Teilen Twittern SendenVon: Michael Sauerbier 11.11.2021 – 20:32 Uhr

Potsdam – Tag der Tränen im Prozess um die vier Toten im Potsdamer Oberlin-Pflegeheim. Die Leiterin und frühere Kolleginnen von Todespflegerin Ines R. (52) weinte im Zeugenstand.

„Heimtückisch“ soll die Pflegehelferin ihren Schützlingen am 28. April die Kehlen durchgeschnitten haben, so die Anklage. Doch das Bild von der durchtriebenen Mörderin bekam am Mittwoch Risse.​

Todespflegerin gestand ihrer Psycho-Ärztin​„Ich könnte meine Klienten massakrieren“

Ein Rettungswagen steht vor dem Oberlinhaus in Potsdam

Foto: Spreepicture

Heimleiterin Heike G. (50) beschrieb Ines R. als „liebevoll und mütterlich. Sie hat ihre Arbeit immer gut gemacht.“ Als sie von der Tatnacht erzählt, bricht sie in Tränen aus: „Die Pflegeleiterin ging von Zimmer zu Zimmer, sagte mir am Telefon: ‚Die ist tot, der ist tot, die ist auch tot…’“​

Auch zwei Ex-Kolleginnen sagten über Ines R. „Sie hat die Bewohner geliebt – und die Bewohner sie“. Beide Krankenschwestern kannten ihre psychischen und familiären Probleme. „Aber die Pflege war ihr Leben.“ Trotz schlimmer Bedingungen.​

Trauer um vier Tote Potsdam steht unter Schock

Todespflegerin gestand ihrer Psycho-Ärztin​„Ich könnte meine Klienten massakrieren“

02:13 Quelle: BILD 29.04.2021

Zu wenige Pfleger, viele Krankschreibungen, hohe Fluktuation, berichten die Zeuginnen. Nur Ines R. hielt durch. „Sie musste bis zu 14 Tage mit nur einem freien Tag arbeiten“, sagte Franziska S. (37).

Heimbewohner hätten wochenlang im Bett gelegen – es gab keine Zeit, sie in den Rollstuhl zu setzen. „Beschwerden bei der Leitung waren sinnlos.“

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