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Staatsanwalt sicherAuf diesem Foto hat sich ein russischer Spion versteckt

Staatsanwalt sicherAuf diesem Foto hat sich ein russischer Spion versteckt

Blick in den Gerichtssaal 145a: Der Angeklagte Jens F. möchte unerkannt bleiben

Foto: Olaf Wagner Teilen Twittern SendenVon: Emma Neugebauer 02.09.2021 – 07:55 Uhr

Berlin – Eine Zeitung vor dem Gesicht, dahinter der Mann, der sich tarnen will: So kennt man es aus (schlechten) Spionage-Thrillern. Dieser Krimi allerdings spielt vor dem Berliner Kammergericht …

Die Anklage wirft Jens F. (56) geheimdienstliche Agententätigkeit vor. Der Potsdamer soll für die Russen spioniert haben, 2017 eine CD mit über 385 Grundriss-Dateien vom Bundestag und weiterer Liegenschaften weitergegeben haben. Er schweigt.

F. war mal Offizier in der Nationalen Volksarmee der DDR, soll früher schon für die Stasi spioniert haben.

Vor vier Jahren arbeitete er für eine Firma, die im Bundestag die Sicherheit von elektrischen Geräten wie Druckern oder Lampen überprüfen sollte. Dem Unternehmen wurden dafür Dateien mit den Grundrissen zugesandt.

Laut Anklage adressierte F. den Umschlag mit der sensiblen CD an den Verteidigungsattaché der Russischen Botschaft. Ohne Absender. Auf der Disk stand in kyrillischen Lettern: „WICHTIG“.

Der Verdacht fiel zunächst auf seinen Vorgesetzten, nach genauerer Recherche des Bundeskriminalamtes wurde F. schließlich zum Hauptverdächtigen. Nur F. wohnt im Umkreis des Einwurfbriefkastens (Poststempel!). Auch Russisch spricht sein Chef – anders als F. – nur gebrochen.

Vom russischen Geheimdienst soll er nicht angeworben worden sein, sondern aus eigenem Entschluss gehandelt haben.

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