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Sperrungen vor allem am Freitag in Berlin : Das sind die geplanten Autokorso-Routen der Querdenker

Einige ihrer Demonstrationen wurden verboten. Nun setzen die Querdenker an diesem Protest-Wochenende vor allem auf Autokorsos.

Sperrungen vor allem am Freitag in Berlin : Das sind die geplanten Autokorso-Routen der Querdenker

Die Querdenker planen mehrere Autokorsos in Berlin.Imago / Alexander Pohl

Am Wochenende wollen Anhänger:innen der Querdenken-Bewegung in Berlin demonstrieren. Neben Kundgebungen wurden für Donnerstag, Freitag und Samstag auch zahlreiche Autokorsos angemeldet. Diese Korsos führen auf unterschiedlichen Routen durch die Stadt. Die Polizei macht den Weg frei und sperrt den kreuzenden Verkehr, die Korsos dürfen rote Ampeln überfahren. Daher wird es voraussichtlich zu Einschränkungen im Straßenverkehr kommen, vor allem am Freitag. 

Das Protestwochenende beginnt bereits am Donnerstagabend mit einem kleineren Autokorso, der um 17.30 Uhr auf der Märkischen Allee in Höhe des S-Bahnhofs Ahrensfelde startet. Die Strecke führt laut Versammlungsbehörde zunächst in östlicher Richtung durch Marzahn, unter anderem durch die Rosenbecker Straße, Flämingstraße und Golliner Straße.

Sperrungen vor allem am Freitag in Berlin : Das sind die geplanten Autokorso-Routen der Querdenker

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Eine Zwischenkundgebung soll gegen 19.45 Uhr an der Johann-Julius-Hecker Schule in der Hohenwalder Straße stattfinden. Laut Verkehrsinformationszentrale (VIZ) ist wegen dieser Veranstaltung bis 21.30 Uhr mit Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen. 

Am Freitagnachmittag startet um 15 Uhr ein Korso am Park+Ride Parkplatz Eichenborndamm. Dieser Fahrzeugkonvoi fährt in nördlicher Richtung über den Eichborndamm nach Alt-Wittenau, dann über den Zabel-Krüger-Damm durch Lübars und weiter nach Französisch-Buchholz und in Richtung Süden durch die Dietzgenstraße. Dann werden die Friedrich-Engels-Straße und die Kastanienallee durchfahren, bevor der Korso den Volkspark Schönholzer Heide umrundet, um schließlich gegen 18 Uhr in der Wackenbergstraße nahe des Herthaplatzes zu enden. 

Um 17 Uhr fährt ein weiterer Korso vom Parkplatz Hellersdorfer Straße 159 ab in Richtung Osten. Er fährt am Cottbusser Platz vorbei, durch die Cottbusser Straße und Eisenacher Straße, vorbei an den Gärten der Welt zu einer Zwischenkundgebung in der Mehrower Allee. Der Weg führt durch die Märkische Allee und die Raoul-Wallenberg-Straße, dann noch einmal durch die Mehrower Allee zum Endplatz in der Wittenberger Straße. Angemeldet ist die Veranstaltung bis 22 Uhr. 

Derweil tourt ein anderer Korso von Charlottenburg durch die Innenstadt. Losgehen soll es ab 18 Uhr am Olympischen Platz. Die Strecke führt durch die Reichsstraße zum Theodor-Heuss-Platz, über die Masurenallee zum Fehrbelliner Platz. Die Berliner Straße und die Martin-Luther-Straße werden durchfahren, dann geht es über die Friedrichstraße in Richtung Kreuzberg. Die Querdenker-Autos sollen durch die Oranienstraße und die Wiener Straße fahren, und in die Glogauer Straße einbiegen, um dann über die Sonnenallee zum Tempelhofer Feld zu gelangen, wo bis 22 Uhr die Abschlusskundgebung stattfinden soll. 

Autodemos von früh bis spät am Samstag

Am Samstag wollen die Querdenker auf diversen Routen durch die Stadt fahren. Die Veranstaltungen beginnen am Vormittag und enden erst am späten Abend. Vor allem  Charlottenburg wird von Verkehrsbeeinträchtigungen betroffen sein.

Vier Korsos beginnen zeitgleich am Vormittag um neun Uhr: Der erste startet im Süden Berlins auf dem Park+Ride Priesterweg, um dann unter anderem durch die Leonorenstraße, Bismarckstraße, Kaiser-Wilhelm-Straße und Kurfürstenstraße zu fahren. Die Route führt an mehreren Stellen über Teilstücke von Teltower Damm und Clayallee, auch der Hohenzollerndamm, die Budapester Straße werden unter anderem betroffen sein. Der Endpunkt befindet sich auf der Bismarckstraße Höhe Fritschestraße.  

Eine andere Gruppe motorisierter Querdenker will ebenfalls vom Park+Ride Priesterweg starten, aber eine andere Route fahren. Für sie geht es zuerst durch die Alboinstraße und die Kaiserin-Augusta-Straße, dann in Richtung Kreuzberg. Der Mehringdamm wird durchfahren, der Wassertorplatz passiert. Vom Kottbusser Tor geht es nördlich durch die Adalbertstraße und die Köpenicker Straße. Dann führt die Route in Richtung Mitte, am Moritzplatz vorbei durch die Axel-Springer-Straße und die Torstraße. Später werden die Großbeerenstraße und die Bundesallee durchfahren, durch Charlottenburg geht es über den Hohenzollerndamm und die Kurfürstenstraße bis zum Hardenbergplatz. 

Unterdessen startet ab neun Uhr der dritte Korso vom Parkplatz am U-Bahnhof  Scharnweberstraße, um dann durch die Afrikanische Straße und die Beusselstraße, den Kaiserdamm und die Heerstraße zu fahren. Der Zielpunkt liegt an der Deutschen Oper in der Richard-Wagner-Straße.  

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Ebenfalls vom Parkplatz Scharnweberstraße soll eine vierte Route unter anderem über den Waidmannsluster Damm führen. Diese Strecke ist vergleichsweise lang und führt über den Zabel-Krüger-Damm in Richtung Innenstadt. Dieser Korso soll durch die Oranienburger Straße fahren und am Bertolt-Brecht-Platz in Mitte enden.  

Ein fünfter Korso soll vom Park+Ride Marzahn an der Märkischen Allee in Richtung Osten starten und unter anderem die Louis-Lewin-Straße in Hellersdorf und Alt-Friedrichsfelde passieren. Später geht es über die Märkische Allee und Frankfurter Allee nach Friedrichshain. Das Ziel ist das Kino International auf der Karl-Marx-Allee.  

Vom Park+Ride Marzahn wurde auch eine sechste Strecke angemeldet, die zwar ebenfalls am Kino International endet, aber vorher unter anderem an der Landsberger Allee und am Strausberger Platz vorbeiführen soll. 

Um elf Uhr geht es in Charlottenburg weiter. Ein Korso startet am Olympischen Platz zu einer Stadtrundfahrt. Die führt am Theodor-Heuss-Platz vorbei über die Masurenallee und die Kurfürstenstraße nach Mitte. Die Querdenker passieren Unter den Linden und führen eine Zwischenkundgebung am Pariser Platz durch. Dann geht es zurück über Reichpietschufer, Budapester Straße und Otto-Suhr-Allee zum Olympischen Platz. Dieser Korso ist bis 16 Uhr angemeldet. 

Autokorsos fast im gesamten Stadtgebiet

Um 13 Uhr startet erneut ein Korso auf dem Parkplatz Hellersdorfer Straße 159, um – wie am Vortag – durch Marzahn-Hellersdorf zu fahren. Doch diesmal gibt es eine Zwischenkundgebung am Alice-Salomon-Platz. Die Landsberger Allee und die Raoul-Wallenberg-Straße sind von Beeinträchtigungen betroffen. Endplatz ist diesmal ein Parkplatz in der Märkischen Allee. 

Ab 16 Uhr wird eine regelrechte Auto-Sternfahrt unter dem Motto „Freie Fahrt für ein freies Leben!“ den Verkehr in der Hauptstadt beeinträchtigen. Es gibt insgesamt fünf Routen, die alle in Charlottenburg enden.  

Startplatz der ersten Fingers ist der Parkplatz am Feuchten Winkel in Heinersdorf. Unter anderem geht die Fahrt durch die Oranienburger Straße und die Turmstraße sowie über den Spandauer Damm bis zum Theodor-Heuss-Platz und zur Heerstraße. 

Zeitgleich startet ein anderer Finger in nördlicher Richtung, um über den Rohrdamm zum Saatwinkler Damm zu fahren. Von dort geht es durch Spandau zum Falkenhagener Tor, über Brunsbütteler Damm und Zeppelinstraße und schließlich zur Heerstraße. 

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Im Osten der Stadt geht es erneut am Parkplatz in der Märkischen Allee los, dann unter anderem über die Falkenberger Chaussee und die Indira-Ghandi-Straße, die Greifswalder Straße und die Invalidenstraße zum Großen Stern. Von dort lenken die Querdenker ihre Wagen über die Straße des 17. Juni und am Ernst-Reuter-Platz vorbei zum Kaiserdamm. 

Von Südosten durchquert der vierte Finger die Stadt. Dieser Konvoi startet auf dem Parkplatz am S-Bahnhof Altglienicke, um durch die Rudower Straße und Alt-Buckow zu fahren, weiter durch die Kaiser-Wilhelm-Straße und die Attilastraße bis zur Masurenallee. 

Ein sogenannter Schlusskorso soll dann am Kaiserdamm starten, vermutlich mit allen Teilnehmenden der vorherigen Korsos, um am Ernst-Reuter-Platz vorbei zum Tiergarten zu fahren. Die vergleichsweise kurze Strecke führt über die Straße des 17. Juni, am Großen Stern vorbei. Doch dann geht es rasch zurück zum Theodor-Heuss-Platz und zur Masurenallee. Das Ganze ist angemeldet bis 23 Uhr. 

Allerdings werden nicht nur die Querdenker am Samstag den Verkehr in der Stadt zum Stocken bringen. Es gibt auch zahlreiche andere Demos, die nicht mit dem Auto unterwegs sind. Die größte Veranstaltung dürfte der „Zug der Liebe“ sein.

Der beginnt um 13 Uhr am Mauerpark in Prenzlauer Berg. Motto: „Wir für euch“. Die Demonstration soll durch die Bernauer Straße ziehen, die Eberswalder Straße, Danziger Straße, die Petersburger Straße und die Karl-Marx-Allee. Endpunkt ist – wie zuvor bereits bei zwei Querdenken-Autokorsos –  das Kino International. 

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