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Silvester 2021 : Zwölfjähriger in den Niederlanden stirbt durch Knallerei

Weiterer Junge schwer verletzt + Sechs Tonnen Feuerwerk in Sydney für wenige Tausend Schaulustige + Viele Partys abgesagt + Der Silvester-Blog

Silvester 2021 : Zwölfjähriger in den Niederlanden stirbt durch Knallerei

Böller explodieren (Symbolbild).Foto: Tobias Kleinschmidt/dpa

In den Niederlanden ist ein Zwölfjähriger durch eine Silvester-Knallerei getötet worden. Ein weiterer Junge sei nach dem Vorfall in Haaksbergen nahe der deutschen Grenze schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei mit. Laut dem Sender NOS sahen sie einem Mann dabei zu, wie er mit einem selbstgebauten sogenannten „Klaphamer“ Pulver zündete. Die Polizei nahm einen Mann fest und leitete Ermittlungen ein. (mehr im Newsblog)

In Deutschland bereiteten sich im Laufe des Tages Millionen Menschen auf den Abend vor – auch hier zum zweiten Mal unter Corona-Bedingungen.

  • Vor allem aus Furcht vor der raschen Verbreitung der Omikron-Variante gibt es für private Treffen Kontaktbeschränkungen.
  • Außerdem gilt diesmal erneut ein grundsätzliches Verkaufsverbot von Feuerwerk in den letzten Tagen des Jahres. Es geht vor allem darum, die Krankenhäuser von zusätzlichen Patienten zu entlasten.
  • In manchen Städten ist das Böllern in bestimmten Bereichen auch ganz verboten. Die Polizei hat verstärkte Kontrolle angekündigt.

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Silvester 2021 : Zwölfjähriger in den Niederlanden stirbt durch Knallerei

Zwölfjähriger in den Niederlanden durch Silvester-Explosion getötet

In den Niederlanden ist ein Zwölfjähriger durch eine Silvester-Knallerei getötet worden. Ein weiterer Junge sei nach dem Vorfall in Haaksbergen nahe der deutschen Grenze schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei am Freitag auf Twitter mit. Die beiden Kinder hatten demnach nicht selbst mit dem Feuerwerk hantiert.

Laut dem Sender NOS sahen sie einem Mann dabei zu, wie er mit einem selbstgebauten sogenannten „Klaphamer“ Pulver zündete. Die Polizei nahm einen Mann fest und leitete Ermittlungen ein.

In den Niederlanden gilt eigentlich ein landesweites Böllerverbot an Silvester. Die Regierung hatte das Verbot das zweite Jahr in Folge verhängt, um die Krankenhäuser in der Corona-Pandemie nicht zusätzlich zu belasten. 2019 mussten mehr als 1300 Menschen wegen Verletzungen durch Feuerwerkskörper behandelt werden. Im Jahr 2020 sank die Zahl infolge des Verbots um 70 Prozent. (AFP) Kein Beitrag vorhanden

Spontane Änderung: Papst verzichtet auf Leitung von Silvestermesse

Papst Franziskus hat kurzfristig darauf verzichtet, den feierlichen Gottesdienst am Silvesterabend im Petersdom zu leiten. Das 85 Jahre alte Oberhaupt der katholischen Kirche wohnte der Messe zwar bei und hielt die Predigt. Die Leitung der Dankvesper mit dem traditionellen Lobgesang „Te Deum“ übernahm aber Kardinal Giovanni Battista Re.

Vatikan-Sprecher Matteo Bruni teilte nach der Messe mit, dass Franziskus nur die Predigt halten, die Leitung der Feier aber Kardinal Re überlassen wollte. Unklar blieben die genauen Gründe für die Änderung, die offenbar sehr kurzfristig erfolgte: Erst wenige Minuten vor Beginn der Feier wurde Franziskus‘ Stuhl an einen anderen Platz im Petersdom etwas seitlich des Altars gestellt. Von dort verfolgte der Papst die Vesper großteils im Sitzen. (dpa)

Wiener Neujahrskonzert 2022 vor reduziertem Publikum und ohne Kanzler

Das Wiener Neujahrskonzert findet am Samstag (ab 11.15) aus Sorge vor der Omikron-Variante des Coronavirus mit deutlich verringerter Zuschauerzahl statt. Trotzdem zeigten sich Dirigent Daniel Barenboim (79) und die Wiener Philharmoniker im Vorfeld zufrieden, dass das Konzert 2022 nicht wie 2021 vor leeren Rängen gespielt werden muss. 

Österreichs Kanzler Karl Nehammer sagte kurzfristig seine Teilnahme ab. „In einer pandemisch schwierigen Situation, die uns allen viel abverlangt, würde ich einen Besuch für das falsche Signal halten“, schrieb der Regierungschef auf Facebook. Er schaue das Konzert im Fernsehen an. Auf dem Programm stehen vor allem Werke der Komponisten-Familie Strauß. Das Konzert wird jährlich in mehr als 90 Ländern von etwa 50 Millionen TV-Zuschauern verfolgt. (dpa)

Putin erinnert in Neujahrsansprache an Zehntausende Corona-Tote

Russlands Präsident Wladimir Putin hat in seiner Neujahrsansprache der vielen Corona-Toten gedacht und den Menschen in seinem Land Mut zugesprochen. „Diese heimtückische Krankheit hat Zehntausende Leben gekostet“, sagte Putin mit Blick auf die hohen Todeszahlen von etwa 1000 Opfern täglich in Russland. „Ich möchte allen meine aufrichtige Anteilnahme aussprechen, die Verwandte und nahe Menschen verloren haben.“ Zugleich würdigte Putin in der am Freitag im Staatsfernsehen ausgestrahlten Ansprache jene, die „Kranke retten und pflegen“

Die offizielle russische Corona-Statistik weist mehr als 300.000 Tote aus. Die Impfquote liegt demnach bei 61,8 Prozent, das entspricht 74,5 Millionen vollständig geimpfter Menschen. „Wir hatten es mit kolossalen Herausforderungen zu tun, aber wir haben gelernt, unter diesen harten Bedingungen zu leben und schwierige Aufgaben zu bewältigen“, sagte Putin weiter. Das Land habe im abgelaufenen Jahr viele Schwierigkeiten überwunden. 

„Wir haben hart und konsequent unsere nationalen Interessen, die Sicherheit des Landes und der Bürger vertreten“, meinte der Kremlchef. „Natürlich gibt es viele ungelöste Probleme, aber wir sind würdevoll durch dieses Jahr gekommen.“ Wichtigste Aufgabe sei die Verbesserung des Lebensstandards der Menschen, weil dies „Russland noch stärker macht“. 

Putin rief seine Landsleute, die er mit „liebe Freunde“ ansprach, dazu auf, sich gemeinsam den „bevorstehenden guten Veränderungen“ zu stellen. Die Ansprache wurde im äußersten Osten Russlands zuerst ausgestrahlt, weil dort das Jahr 2022 früher begann als im europäischen Teil des flächenmäßig größten Landes der Erde. In der Hauptstadt Moskau sollte die Rede erst kurz vor Mitternacht (22.00 Uhr MEZ) gezeigt werden. (dpa)

Sechs Tonnen Feuerwerk in Sydney für wenige Tausend Schaulustige

In ersten Ländern ist das neue Jahr eingeläutet worden – allerdings wegen der Corona-Pandemie meist nur sehr verhalten. Das australische Sydney, das sich selbst als „Silvesterhauptstadt der Welt“ bezeichnet, begrüßte das Jahr 2022 am Freitag mit seinem berühmten Feuerwerk. Wegen des geltenden Einreiseverbots für Touristen und aus Angst vor der hochansteckenden Omikron-Variante kamen jedoch auffallend wenige Schaulustige zum Hafen.
Geschätzt versammelten sich in Sydney nur einige zehntausend statt der üblichen rund eine Million Menschen für das Spektakel, bei dem sechs Tonnen Feuerwerk die berühmte Oper und die Harbour Bridge in Regenbogenfarben tauchten. „Hoffentlich wird das Jahr 2022 für alle besser“, sagte der 31-jährige Oscar Ramirez. „Jeder auf der Welt braucht eine große Veränderung.“ (AFP)

Deutsche Umwelthilfe fordert dauerhaftes Böllerverbot 

Auf ein dauerhaftes Böllerverbot an Silvester dringt die Deutsche Umwelthilfe (DUH). „Raketen und Böller vergiften gleich auf mehrfache Weise unsere Atemluft“, warnte DUH-Sprecher Matthias Walter am Freitag in dem Portal watson.de. So würden durch die Verbrennung von Feuerwerkskörpern mit Inhaltsstoffen wie Schwefeldioxid und Stickstoffdioxid für die Atemwege giftige und reizende Stoffe entstehen. „Noch gravierender ist aber der massive Ausstoß des Schadstoffes Feinstaub“, sagte Walter weiter.
Die Deutsche Umwelthilfe wies darauf hin, dass sich das weitgehende Böllerverbot bereits im vergangenen Jahr positiv auf die Luftqualität ausgewirkt habe. „Zwar haben Pyro-Fanatiker mit Böllern und Raketen aus dem Ausland und illegalen privaten Lagerungen trotzdem vereinzelt gezündet, aber insgesamt verlief der Jahreswechsel sehr viel ruhiger und damit exorbitant gesünder„, sagte Walter. (AFP)

Farbenprächtiges Feuerwerk am Opernhaus in Sydney

Um 14.00 Uhr MEZ ist Australien ins neue Jahr gestartet – mit einem farbenprächtigen Feuerwerk am berühmten Opernhaus in Sydney. Anders als im vergangenen Jahr sind dieses Mal wieder Zehntausende Zuschauer zugelassen, die das weltberühmte Spektakel vor Ort verfolgen dürfen. Allerdings mussten sich alle Teilnehmer vorher ein Ticket für einen von rund 30 Aussichtspunkten kaufen. Das Event wird zudem live im Internet und Fernsehen übertragen. Kurz vor dem Feuerwerk hatte der australische Bundesstaat New South Wales, in dem Sydney liegt, so viele Corona-Neuinfektionen wie noch nie verzeichnet. (dpa)

Silvester ohne Feuerwerk spart tonnenweise Müll  

Durch das diesjährige Verkaufsverbot von Feuerwerk werden nach Angaben der kommunalen Entsorger am Silvestertag tonnenweise Müll eingespart. Vor der Corona-Pandemie entfernten die kommunalen Entsorger am Neujahrstag allein in den fünf Großstädten Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf und Frankfurt am Main alljährlich zwischen 134 und 183 Tonnen Silvesterabfall, wie der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) am Freitag in Berlin mitteilte.

Zum Jahreswechsel 2020/21 seien es bereits bedeutend weniger gewesen. Trotz der Einschränkungen seien vor einem Jahr in den Städten zwischen 51,5 und 53 Tonnen Silvestermüll angefallen. Das sei in etwa ein Drittel der sonst anfallenden Menge gewesen.
Bei den Mengenangaben handele es sich dabei nur um einen Teil des in den Städten angefallenen Silvestermülls. Der Großteil werde im Laufe der darauffolgenden Tage im Zuge der regulären Straßenreinigung entfernt und werde nicht miteingerechnet. Der Verband kommunaler Unternehmen vertritt nach eigenen Angaben bundesweit rund 1.500 Stadtwerke und kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. (epd)

Viele Partys abgesagt – aber nicht in Dubai und Moskau

Auch weltweit sind viele große Partys und Feuerwerke abgesagt worden, zum Beispiel in Paris und London. Andernorts wurden die Feierlichkeiten verkleinert, darunter Madrid und Rio.
In Dubai ist am höchsten Gebäude der Welt, dem 828 Meter hohen Burdsch Chalifa, wieder ein spektakuläres Feuerwerk geplant. Auch in Russlands Hauptstadt Moskau gibt es kaum Einschränkungen, auch wenn dort – anders als in den Emiraten – die Impfquote gering ist. Unter anderem ist am Roten Platz ein großes Feuerwerk geplant.
In New York soll die traditionelle Silvesterparty am Times Square wieder mit Zuschauern stattfinden – allerdings müssen alle Besucher gegen Covid-19 geimpft sein. Die Feier soll live in Fernsehen und Internet übertragen werden – unter anderem mit dem berühmten „Ball Drop“, der Herabsenkung eines leuchtenden Kristallballs. (dpa)

Vulkan speit zu Silvester

Im Archipel Tonga gaben derweil die Naturgewalten auch zu Silvester keine Ruhe: Schon seit Weihnachten warnen die Behörden davor, sich dem Vulkan Hunga Tonga-Hunga Ha’apai zu nähern. Der Feuerberg, der zuletzt 2014 ausgebrochen war, ist wieder aktiv und speit Asche und Gas in die Luft. (dpa)

Südseeinseln schon in das Jahr 2022 gestartet

Als Erste ins neue Jahr gestartet sind die Bewohner der Südsee-Inseln Samoa und Kiribati: um 11.00 Uhr MEZ. Eine Stunde später folgte Neuseeland. Anders als im vergangenen Jahr, als wegen der Corona-Pandemie öffentliche Feuerwerke abgesagt worden waren, durften in Samoa wieder Böller in den Himmel geschossen werden. Der Inselstaat hatte laut Tourismusbehörde eigens fünf Pyrotechnik-Experten aus Neuseeland einfliegen lassen, um das Feuerwerk zu installieren. (dpa)

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