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Sechs Tote in Belgien : Fahrer des in Menschenmenge gerasten Wagens war angetrunken

Nach dem Unglück mit sechs Toten bei einer Karnevalsveranstaltung befinden sich zehn Menschen in kritischem Zustand. Am Dienstag soll der Opfer gedacht werden.

Sechs Tote in Belgien : Fahrer des in Menschenmenge gerasten Wagens war angetrunken

Im belgischen Ort Strépy-Bracquegnies kamen am Sonntagmorgen sechs Menschen ums Leben.Foto: Carole Heymans/BELGA/dpa

Der Fahrer des in Belgien in eine Menschenmenge gerasten Wagens war angetrunken. Der Alkoholwert lag den Ermittlern zufolge knapp über dem gesetzlichen Grenzwert, wie die Nachrichtenagentur Belga am späten Montagabend berichtete. Dieser liegt in Belgien wie in Deutschland bei 0,5 Promille. Ob noch andere Drogen im Spiel waren, war zunächst nicht bekannt.

Am Sonntag war in Strépy-Bracquegnies sein Auto bei einer Karnevalsveranstaltung in eine Menschenmenge gerast. Sechs Menschen starben, zehn waren am Montag noch in kritischem Zustand. Die genaue Ursache für den Vorfall war am Montag weiter unklar. Bereits am Sonntagvormittag hatte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gesagt, dass es keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gebe.

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Laut Belga soll sich der Mann im Internet selbst als Raser bezeichnet haben. Zudem sei ihm in der Vergangenheit der Führerschein entzogen worden, er habe aber alle nötigen Prüfungen abgelegt, um ihn wiederzuerlangen. Die Untersuchungshaft des Fahrers und Beifahrers endet morgen früh. Bis dahin muss über einen Haftbefehl entschieden werden. Derzeit wird den Angaben zufolge wegen Mordes ermittelt, dies könne sich aber noch ändern.

Im Zentrum des Orts Strépy-Bracquegnies sollen am frühen Abend Luftballons in den Himmel steigen. Dann hätten eigentlich die dreitägigen Karnevalsfeiern in dem Ort enden sollen.

Ermittler erhofften sich zudem noch Erkenntnisse aus der Untersuchung des Autos, insbesondere darüber, warum der Wagen ungebremst in die Menschenmenge fuhr. Dabei geht es etwa um die Frage, ob eine Technik zur Verhinderung von Zusammenstößen deaktiviert worden ist, wie ein Ermittler Belga zufolge im Fernsehen sagte. (dpa)

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