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Schnee in Brasilien : Attraktion Kälte – lange Schlange vor Touristenort nahe São Paulo

Eine Kaltfront beschert Brasilien derzeit Schnee. In Campos do Jordão wurde die niedrigste Temperatur seit mehr als zehn Jahren gemessen.

Schnee in Brasilien : Attraktion Kälte – lange Schlange vor Touristenort nahe São Paulo

Bewohner und Touristen freuten sich über das ungewöhnliche Phänomen in Brasilien.Foto: Diorgenes Pandini/dpa

Angesichts der Aussicht auf ein Wochenende in der Kälte haben sich vor einem beliebten Touristenort nahe der brasilianischen Metropole São Paulo die Autos gestaut. Der Stau entstand bei der Zufahrt zu Campos do Jordão, der auf 1628 Meter höchstgelegenen Gemeinde Brasiliens, rund 170 Kilometer von São Paulo entfernt, wie das Nachrichtenportal „G1“ am Samstag berichtete.

Der Ort wird wegen seiner von der nördlichen Halbkugel importierten Elemente, etwa alpine Architektur und Speisen wie Fondue, die „Schweiz Brasiliens“ genannt, hat aber mit Parks, Palästen und Museen auch einen eigenen Charakter.

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Vor allem im brasilianischen Winter ist der Ort mit circa 50.000 Einwohnern besonders gefragt – je kälter desto besser. Nachdem Campos do Jordão am Freitag mit -2,6 Grad Celsius die niedrigste Temperatur seit mehr als zehn Jahren registriert hatte, lag die Auslastung der Hotels bei 70 Prozent – wegen der Corona-Pandemie waren zuletzt 80 Prozent Belegung erlaubt.

Brasilianische Medien zeigten Bilder von mit Raureif überzogenen Rasenflächen und Pflanzen und erklärten den Unterschied zu Schnee.

Eine Kaltfront, die derzeit über Brasilien zieht, hatte unter der Woche bereits dem von deutschen Einwohnern geprägten Süden des Landes Schnee gebracht. Auch den Südosten mit den Metropolen São Paulo und Rio de Janeiro traf die Kältewelle, die Meteorologen zufolge polarer Luft aus dem Süden des Kontinents geschuldet ist.

Besondere Vorsorge trafen die Städte für Obdachlose. Eine der schlimmsten Kältewellen zwischen dem tropischen Amazonas-Gebiet und dem europäisch geprägten Süden hatte in São Paulo Ende der 1990er Jahre zwei Menschenleben gefordert. (dpa)

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