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Regen kommt Berliner Polizei zur Hilfe : Aufgeweichter Boden stoppt Fluchtversuch von Rollerfahrerin

Hupend durchs Wohngebiet: Als Polizistin eine Frau auf einem Roller stoppen wollen, rast sie davon. Mit unbefestigten Straßen hatte sie jedoch nicht gerechnet.

Regen kommt Berliner Polizei zur Hilfe : Aufgeweichter Boden stoppt Fluchtversuch von Rollerfahrerin

Polizei im Einsatz (Symbolbild).Foto: dpa

Kriminalfälle werden nicht selten mit Unterstützung von „Kommissar Zufall“ gelöst. Einer Zivilstreife in Berlin kam jetzt Hilfspolizist Wetter gerade recht: Der andauernde Regen stoppte am Mittwochabend den Fluchtversuch einer Rollerfahrerin im Bezirk Treptow-Köpenick, die sich einer Polizeikontrolle entziehen wollte.

Wie die Polizei am Donnerstag berichtete, wähnten die Beamten der Zivilstreife die 29-jährige Frau als Grund für mehrere Anzeigen wegen Lärmbelästigung, als sie gegen 21 Uhr den Roller in der Mügellandstraße in Müggelheim erblickten. Die Polizeikräfte stiegen deshalb aus und forderten die Fahrerin mit erhobener Polizeikelle zum Anhalten auf.

Doch die Frau steuerte mit „nur leicht verminderter Geschwindigkeit“, wie es hieß, auf die beiden Beamten zu, die sich nur mit einem Schritt zur Seite davor retten konnten, angefahren zu werden. Mit Blaulicht und Martinshorn nahmen sie daraufhin in ihrem Einsatzfahrzeug die Verfolgung durch die Kirsteinstraße auf.

Doch dann kam ihnen schon das Wetter zur Hilfe: Als die Frau in den Hirseländerweg einbog und mit Vollgas davonrauschen wollte, blieb sie beinahe stecken. Der Regen der vergangenen Tage hatte den unbefestigten, sandigen Boden derart aufgeweicht, dass sie ins Straucheln kam und gerade noch einen Sturz vermeiden konnte. Sie hielt an und brach ihre Flucht ab.

Hupend durchs Wohngebiet: 20 Anzeigen

Im Gespräch mit den Polizisten zeigte sich die 29-Jährige reumütig: Sie entschuldigte sich für ihr Verhalten und gab sofort zu, keinen Führerschein zu besitzen sowie früher ohne Versicherungsschutz für den Roller unterwegs gewesen zu sein. Das nützte ihr jedoch nicht: Die Staatsanwaltschaft ließ das Gefährt beschlagnahmen.

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Die Frau erwarten nun Ermittlungsverfahren wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz sowie mehr als 20 Lärmanzeigen, da sie mehrfach hupend durch die Wohnstraßen gefahren war. Das allerdings klingt eher nach einem Sonnenstich.

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