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Ransomware-Erpressung : Russische Kriminelle streichen 350 Millionen Euro ein

Wie sieht der Weg von Kryptowährungen in die Brieftaschen der Kriminellen aus? Eine Analyse gibt Aufschluss: 75 Prozent landen in Russland.

Ransomware-Erpressung : Russische Kriminelle streichen 350 Millionen Euro ein

Im Januar 2022 hatte die russische Polizei 14 Mitglieder der Ransomwaregruppe REvil verhaftetFoto: Getty Images/iStockphoto

Einer Analyse der Blockchain-Datenplattform Chainalysis zufolge landet der größte Teil von Kryptowerten, die durch Ransomware-Angriffe erpresst wurde, in Russland. Von den 2021 weltweit mit Erpressung verdienten Geldern sind laut dem Bericht rund 74 Prozent bei russischen Cyberkriminellen gelandet. Umgerechnet entspricht dies über 400 Millionen US-Dollar (rund 352 Millionen Euro).

Chainalysis hatte auf öffentlichen Blockchain-Transaktionsverzeichnissen den Weg der Kryptowährungen in die Brieftaschen der Kriminellen verfolgt und dabei anhand von Besonderheiten im Code der Schadsoftware eine Attribuierung nach Russland vorgenommen. „Zum Beispiel ist ihr Code so geschrieben, dass keine Dateien zerstört werden, wenn er herausfindet, dass der Computer des Opfers in Russland steht“, erklärte die US-Firma.

Im Januar 2022 hatte die russische Polizei 14 Mitglieder der Ransomwaregruppe REvil verhaftet und war damit in einem seltenen Fall lokal gegen organisierte Cyberkriminalität vorgegangen. Analyst:innen hatten jedoch spekuliert, dass es sich bei den Verhaftungen um einen Akt der Diplomatie handelte, der die Spannungen mit den Vereinigten Staaten aufgrund der russischen Truppenbewegungen an der Grenze zur Ukraine abkühlen sollte, und möglicherweise nicht auf ein echtes Engagement im Kampf gegen Ransomware hinweist. (TSP)

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