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Prozesse: Mord vor 33 Jahren: Erst lebenslange Haft, nun Freispruch

Prozesse: Mord vor 33 Jahren: Erst lebenslange Haft, nun Freispruch

Auf einer Richterbank liegt ein Richterhammer. Donnerstag, 21.01.2021, 16:26 Eine Mutter wird vor den Augen ihres kleinen Sohnes getötet. Jahrelang tappt die Polizei im Dunkeln. Bis neue Methoden bei DNA-Analysen zu einem Mann führen. Doch ein erster Schuldspruch hat keinen Bestand.

Der gewaltsame Tod einer Berlinerin, die vor mehr als 33 Jahren vor den Augen ihres kleinen Sohnes umgebracht worden war, bleibt vorerst ungesühnt. Das Landgericht der Hauptstadt hat einen 62-jährigen Mann im neu aufgelegten Prozess freigesprochen. Die Tat sei nicht zweifelsfrei bewiesen worden, entschied das Gericht am Donnerstag. Dem Mann, der mehr als zwei Jahre in Untersuchungshaft saß, wurde Haftentschädigung zugesprochen.

Die Staatsanwaltschaft, die eine lebenslange Freiheitsstrafe verlangt hatte, kündigte bereits Rechtsmittel an. Der 62-jährige Deutsche war in einem ersten Prozess im September 2019 schuldig gesprochen worden. Die Verurteilung wegen Mordes hatte der Bundesgerichtshof (BGH) allerdings auf Revision des Angeklagten aufgehoben und den Fall zur Neuverhandlung zurückverwiesen.

Die 30-Jährige war im September 1987 in ihrer Wohnung im Stadtteil Neukölln getötet worden. Der Täter hat die junge Mutter laut Ermittlungen mit einem Pullover stranguliert und dann mit einem Messer mehrmals in ihren Hals gestochen. Der zwei Jahre und acht Monate alte Sohn habe die Tat mitansehen müssen. Als der vier Jahre ältere Bruder aus der Schule kam, fand er die getötete Mutter.

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