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Polizei setzt Pfefferspray ein : Kind bei Corona-Protesten in Schweinfurt leicht verletzt

Hunderte Menschen demonstrierten in Schweinfurt unangemeldet gegen die Coronapolitik. Dabei kam es zu Ausschreitungen.

Polizei setzt Pfefferspray ein : Kind bei Corona-Protesten in Schweinfurt leicht verletzt

Schon am 12. Dezember fand in Schweinfurt eine unangemeldete Corona-Demonstration statt.Foto: dpa

Hunderte Menschen haben am Sonntag im bayerischen Schweinfurt gegen die Corona-Maßnahmen protestiert. Bei der nicht angemeldeten Kundgebung kam es nach Polizeiangaben zu Ausschreitungen.

„Unsere Einsatzkräfte waren bereits gezwungen, gegen aggressive Versammlungsteilnehmer Schlagstock und Pfefferspray einzusetzen. Wir fordern alle Teilnehmer auf, friedlich von ihrem Grundrecht Gebrauch zu machen und die Regeln einzuhalten“, twitterte die Polizei Unterfranken. Drei Demonstranten, die gewaltsam versucht hätten Polizeiabsperrungen zu durchbrechen, seien festgenommen worden.

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Bei dem Pfefferspray-Einsatz wurde laut Polizeiangaben auch ein Kind verletzt, das von Sanitätern vor Ort versorgt werden musste, weil es mit dem Reizgas in Kontakt gekommen war. Ein Video von der Szene verbreitete sich bei Twitter, die Echtheit ist allerdings unklar:

Nach dem Vorfall meldete sich eine Mutter von drei Kindern in einem Social-Media-Kanal der Impfgegner über eine Sprachnachricht zu Wort. Zwei ihrer Kinder seien bei der Demonstration von einer „Fontäne Pfefferspray“ getroffen worden. Die Mutter spricht von einem „Trauma“ für die Kinder. Auch hier sind die Angaben nicht unabhängig überprüfbar.

Polizei richtet sich an Eltern im Demonstrationszug

„Wir fordern alle Teilnehmer auf, die Beschränkungen einzuhalten und sich deutlich von Krawallmachern und Straftätern abzugrenzen“, twitterte die Polizei während die Demonstration noch lief.

Die Beamten richteten sich auch explizit an Eltern, die unter den Demonstranten waren. Laut Augenzeugenberichten, die sich am Sonntagabend auf Twitter verbreiteten, sollen auch zahlreiche Neonazis an den Protesten teilgenommen haben.

Videos auf Twitter zeigten Szenen, wie sich einzelne Demonstrationsteilnehmer der Verhaftung widersetzten. Den Beamten fiel es offensichtlich schwer, die aufgebrachte Menge zu beruhigen.

Die Polizeiinspektion Schweinfurt war den Angaben zufolge mit zahlreichen Unterstützungskräften im Einsatz.

Bereits am vergangenen Sonntag waren in Schweinfurt nach Angaben der Polizei bis zu 3000 Gegner der Corona-Maßnahmen auf die Straße gegangen. Gegen mehrere Versammlungsteilnehmer wurden nach der ebenfalls unangemeldeten Versammlung Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten eingeleitet. (Tsp, mit Agenturen)

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