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Polizei, Feuerwehr, Krankenhäuser : Gesundheitsämter verfolgen Kontakte nur noch gezielt

Die Sorge vor Personalproblemen in der kritischen Infrastruktur steigt. Um Ausbrüche zu vermeiden, konzentriert sich die Kontaktnachverfolgung in den Bereichen.

Polizei, Feuerwehr, Krankenhäuser : Gesundheitsämter verfolgen Kontakte nur noch gezielt

In den Gesundheitsämtern werden nur jene Kontakte verfolgt, die für die kritische Infrastruktur relevant sind.Foto: Britta Pedersen/dpa

Rasant ist die Zahl der Corona-Infektionen in Berlin in den vergangenen Tagen gestiegen, am Mittwoch meldete die Gesundheitsverwaltung 856,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche.

Am Vortag lag der Wert bei 737,2. Große Sorgen bestehen daher hinsichtlich weitreichender Personalausfälle in der kritischen Infrastruktur. Um unter anderem dort noch Ausbrüche zu vermeiden, beschränken sich die Gesundheitsämter mittlerweile bei ihrer Kontaktnachverfolgung auf bestimmte Kreise.

Derzeit konzentriere man sich auf Ermittlungen zu erkrankten Personen, die mit vulnerablen Gruppen Kontakt hatten, heißt es aus der Gesundheitsverwaltung. Vorrangig seien dies Personen im medizinisch-pflegerischen Bereich.

Auch bei Mitarbeiter:innen der sogenannten kritischen Infrastruktur werden Kontakte nachverfolgt. Hierzu gehören Krankenhäuser, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Telekommunikation, Strom- und Wasserversorgung und deren Logistik.

Unter dem Druck stark steigender Corona-Infektionszahlen war die Kontaktnachverfolgung der Berliner Gesundheitsämter bereits im November stark eingeschränkt worden. Seither werden nach einem positiven PCR-Test nur noch bestimmte Infektionsketten verfolgt.

Die Infektionsrate bei Polizei und Feuerwehr ist gering

Große Sorgen bestehen hinsichtlich weitreichender Personalausfälle im Bereich von Pflege, Rettung und Versorgung. Von den schlimmsten Szenarien ist die Stadt derzeit jedoch noch deutlich entfernt, wie Tagesspiegel-Anfragen zeigen.

So hat sich die Zahl der infizierten Mitarbeiter:innen bei der Feuerwehr binnen einer Woche nahezu verdoppelt. Am Dienstag gab es 94 Coronafälle, teilte ein Sprecher am Mittwoch mit. Eine Woche zuvor waren nur 55 Personen mit einer Covid-19-Infektion gemeldet. Zusammen mit den Quarantänefällen stieg die Zahl der wegen Corona ausfallenden Kräfte auf 180. Insgesamt zählt die Feuerwehr gut 4300 Mitarbeiter:innen.

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Ähnlich ist die Entwicklung bei der Polizei. Auch dort haben sich die Fallzahlen binnen Wochenfrist fast verdoppelt. Am Dienstag seien 466 Einsatzkräfte als infiziert gemeldet gewesen, hatte der Sprecher der Berliner Gewerkschaft der Polizei (GdP) Benjamin Jendro auf Twitter mitgeteilt. Gegenüber der Vorwoche kamen demnach 217 Fälle hinzu. Insgesamt arbeiten 26.000 Personen für die Berliner Polizei.

Die Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg, zuständig fürs Gasnetz, meldet, dass es aktuell nur fünf Fälle unter den 750 Mitarbeitern gebe. Eine Vattenfall-Sprecherin sagte, die Zahl der Corona-Erkrankten im Bereich der „Vattenfall Wärme Berlin“ liege derzeit bei unter einem Prozent der Belegschaft.

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