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Polens Präsident im ukrainischen Parlament : Nach Butscha ist „business as usual“ mit Moskau unmöglich

Als erster ausländischer Staatschef hat Polens Präsident Andrzej Duda im ukrainischen Parlament eine Rede gehalten – und erntet dafür viel Applaus.

Polens Präsident im ukrainischen Parlament : Nach Butscha ist „business as usual" mit Moskau unmöglich

Polens Präsident Andrzej Duda bei seiner Rede im ukrainischen Parlament.Foto: Ukrainian Presidential Press Service/Reuters

In einer Rede vor dem ukrainischen Parlament hat der polnische Staatschef Andrzej Duda eine Rückkehr zur Tagesordnung im Umgang mit Moskau ausgeschlossen. „Nach Butscha, Borodjanka, Mariupol kann es mit Russland kein ‚business as usual‘ mehr geben“, sagte Duda am Sonntag mit Verweis auf die russischen Truppen vorgeworfenen massenhaften Tötungen von Zivilisten und Kriegsverbrechen.

Als erster ausländischer Staatschef seit Beginn des russischen Einmarsches hat der polnische Präsident Andrzej Duda eine Rede im ukrainischen Parlament gehalten. „Die freie Welt hat das Gesicht der Ukraine“, sagte Duda in seiner Ansprache am Sonntag.

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Immer wieder erhoben sich die Parlamentarier, um dem Gast aus Polen zu applaudieren. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj war anwesend. Niemand könne die polnisch-ukrainische Einheit stören, sagte Duda. „Polen wird alles in seiner Macht stehende tun, um der Ukraine zu helfen, Mitglied der Europäischen Union zu werden.“

Der polnische Staatschef sprach zudem von der Absicht, ein polnisch-ukrainisches Freundschaftsabkommen zu schließen. Details waren dazu zunächst nicht bekannt. Dudas Solidaritätsbesuch wurde überraschend erst am Sonntagmorgen bekannt. Der 50-Jährige reiste bereits zum zweiten Mal seit Kriegsausbruch in die Ukraine.

Nach Polen sind seit Beginn des russischen Angriffskriegs Ende Februar knapp 3,5 Millionen ukrainische Flüchtlinge eingereist. Polen hat zudem mit Abstand den meisten der insgesamt rund 6,5 Millionen Flüchtlinge aus der Ukraine Zuflucht gewährt. In der Ukraine lebten vor Kriegsbeginn rund 44 Millionen Menschen. (dpa)

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