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„Pioniere der Elektromobilität“ : Gewerkschaft schließt Frieden mit Tesla und Elon Musk

Am Dienstag wird die „Gigafactory“ in Grünheide eröffnet. Zur Einweihung verbreitet die IG Metall ein fast überschwängliches Lob für den US-Konzern.

„Pioniere der Elektromobilität“ : Gewerkschaft schließt Frieden mit Tesla und Elon Musk

Scheut keine Auseinandersetzung: Tesla-Chef Elon Musk, hier bei einem Besuch in Grünheide im August 2021.Foto: Patrick Pleul/dpa

Elon Musk war der Schrecken der Gewerkschaften in Deutschland, umstritten wegen der Arbeitsbedingungen bei Tesla in den USA, auch wegen seines Hire-and-Fire-Images, das er sich hart erarbeitet hat. Doch nun, zur Einweihung der „Gigafactory“ in Grünheide in Brandenburg, meldet sich die IG Metall der Hauptstadtregion und Sachsen mit einem überraschenden, fast überschwänglichen Lob für den US-Elektroautobauer.

„Zur Werkseröffnung gratuliere ich dem Unternehmen Tesla und seinem Gründer Elon Musk“, erklärte Birgit Dietze, Bezirksleiterin für Berlin, Brandenburg und Sachsen, am Dienstag. „In Grünheide arbeiten die Beschäftigten als Pioniere der Elektromobilität in einem weltweit führenden Werk an der Antriebstechnik des 21. Jahrhunderts“, schrieb Dietze.

„Wer auf einer Weltkarte die großen Automobilstandorte sucht, wird künftig auf den Ort Grünheide in Brandenburg stoßen. Mit der Eröffnung der Tesla-Fabrik stärkt Ostdeutschland seine internationale Vorreiterrolle bei der Elektromobilität“, erklärte die Gewerkschafterin weiter.

Das VW-Werk in Zwickau sowie BMW und Porsche in Leipzig, Mercedes und Daimler in Berlin-Marienfelde und Ludwigsfelde, Accumotive in Kamenz und viele andere ständen für das erhebliche Potential der Region im weltweiten Wettbewerb um die Führungsposition beim Ausbau der klimaneutralen Mobilität, schrieb Dietze. Diese Innovationskraft und die hohe Produktivität seien eine „wichtige Voraussetzung für gute Arbeitsbedingungen und gute Löhne in Deutschland“.

[Lesen Sie mehr bei Tagesspiegel Plus: Europas größte E-Autofabrik wird eröffnet :„Delivery Day“ bei Tesla – ein US-Konzern mischt Deutschland auf]

Aktuell arbeiten im Werk bereits 3000 Mitarbeiter, 12.000 sollen es in der ersten Ausbaustufe werden. Schon jetzt ist Tesla unter den Top 5 der größten Industriearbeitgeber der Hauptstadtregion. Der US-Konzern will das Werk mittelfristig zum drittgrößten Automobilstandort in Deutschland ausbauen. Es ist Europas größte E-Autofabrik und die erste Tesla-Fabrik in Europa.

Tesla will mit einem „Delivery Day“ am Dienstag nicht nur die Werkseröffnung feiern, sondern auch schon die ersten Fahrzeuge aus brandenburgischer Produktion an Kunden ausliefern. Tesla-Gründer Musk will sie persönlich übergeben. Zur Einweihung werden auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) in Grünheide erwartet.

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