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Panikverkäufe wegen russischer Ukraine-Invasion : Dax in heftigen Turbulenzen – 14.000er-Marke zeitweise unterschritten

Der russische Angriff auf die Ukraine treibt zahlreiche Anleger zu Panikverkäufen. Weltweit erodieren die Aktienmärkte.

Panikverkäufe wegen russischer Ukraine-Invasion : Dax in heftigen Turbulenzen – 14.000er-Marke zeitweise unterschritten

Die Dax-Kurve stürzt infolge der russischen Ukraine-Invasion ab.Foto: Boris Roessler/dpa

Russlands Angriff auf die Ukraine hat den Dax am Donnerstag auf Talfahrt geschickt und unter 14.000 Punkte gedrückt. Kurz nach dem Handelsstart brach der deutsche Leitindex um 4,4 Prozent auf 13.988 Punkte ein.

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Nachdem der Dax am Morgen auf den tiefsten Stand seit fast einem Jahr abgesackt war, erholte er sich schnell etwas und gab zuletzt um 3,50 Prozent auf 14.118 Punkte nach. Der MDax der mittelgroßen Werte büßte 2,53 Prozent auf 31.079 Punkte ein.

Zunächst hatte sich mit Blick auf die Kursentwicklung angedeutet, dass der Dax auf den größten Tagesverlust seit dem Börsencrash im März 2020 zusteuere. Auf dem aktuellen Stand hatte er sich zuletzt vor etwas mehr als einem Jahr gezeigt.

Im Sog des Konflikts um die Ukraine ist der Dax in den vergangenen sechs Börsentagen bereits um etwas mehr als fünf Prozent abgesackt.

Russland hatte am frühen Donnerstagmorgen über mehrere Flanken einen Angriff auf die Ukraine gestartet. „Die schlimmsten Befürchtungen sind wahr geworden. Es herrscht Krieg in Europa“, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners in Frankfurt.

[Verfolgen Sie die aktuellen Entwicklungen zur russischen Invasion in der Ukraine in unserem Liveblog.]

Dabei treffe die russische Invasion die Börsen zwar nicht unvorbereitet, „trotzdem laufen Schockwellen durch die Kapitalmärkte“. Bereits zu Wochenbeginn war der Dax aufgrund der Kriegsängste auf den tiefsten Stand seit fast elf Monaten abgesackt.

Energiekonzern Uniper stürzt ab

Zu den größten Verlierern am deutschen Aktienmarkt zählte Uniper mit einem Minus von 16,7 Prozent. Der Versorger ist an der Finanzierung der umstrittenen Gas-Pipeline Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland beteiligt. Die USA hatten Sanktionen gegen die Nord Stream 2 AG angekündigt, Deutschland hatte die Zertifizierung der Leitung gestoppt.

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Europaweit eröffneten die Börsen ebenfalls mit starken Verlusten, die sie im Verlauf jedoch ebenfalls eindämmten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor zuletzt 3,58 Prozent auf 3831 Punkte.

In Paris war die Börse zum Auftakt um 4,19 Prozent eingebrochen, in London um 2,55 Prozent. In Asien standen die Aktienmärkte angesichts der russischen Invasion der Ukraine ebenfalls unter Druck.

Auch die russischen Aktienmärkte stürzten ab. Infolgedessen stoppte die Notenbank Leerverkäufe. Mit solchen Geschäften wird auf sinkende Kurse gewettet. Der Stopp gelte für die Börsen und den Freiverkehrsmarkt (OTC) bis auf weiteres, teilte die Zentralbank mit. (dpa, AFP, Reuters)

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