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Pandemie in der Hauptstadtregion : Senat berät über Corona-Beschlüsse und Präsenzpflicht – Inzidenz in Berlin bei 1079

Anwesenheitspflicht an Schulen soll wieder eingeführt werden + Novavax-Impfstart in Berlin nächste Woche + Der Corona-Newsblog.

Pandemie in der Hauptstadtregion : Senat berät über Corona-Beschlüsse und Präsenzpflicht – Inzidenz in Berlin bei 1079

An Berliner Schulen soll die Präsenzpflicht zum 1. März wieder eingeführt werden.Foto: Christoph Soeder/picture alliance/dpa

Der Berliner Senat beschäftigt sich heute in seiner Sitzung erneut mit Corona-Themen. Dazu gehört etwa die Präsenzpflicht an den Schulen, die bis Ende des Monats aufgehoben ist. Ab Anfang März gilt dies voraussichtlich nicht mehr. Zudem wird über die Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse am vergangenen Mittwoch beraten. Entscheidungen dazu stehen aber noch nicht an, sondern erst in der Woche darauf. Die aktuellen Corona-Zahlen: Die Inzidenz sank am Dienstag in Berlin auf 1079,1. In stationärer Behandlung befanden sich 1118 Corona-Patienten, davon wurden 163 intensivmedizinisch versorgt. (Mehr dazu unten im Newsblog.)

Weitere Corona-Nachrichten:

  • Impfstart in Berlin nächste Woche: Novavax wird doch erst ab Mitte der Woche nach Deutschland geliefert
  • Demonstrationen in mehreren Städten: Hunderte protestieren in Brandenburg gegen die Corona-Maßnahmen
  • Friseure, Anwesenheitslisten, PCR-Tests: Diese neuen Corona-Regeln gelten in Berlin.
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Pandemie in der Hauptstadtregion : Senat berät über Corona-Beschlüsse und Präsenzpflicht – Inzidenz in Berlin bei 1079

Senat berät über Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse zu Corona

Der Berliner Senat beschäftigt sich am Dienstag (10.00 Uhr) ein weiteres Mal mit Corona-Themen. Dazu gehört etwa die Präsenzpflicht an den Berliner Schulen, die bis Ende des Monats aufgehoben ist. Ab Anfang März gilt das voraussichtlich nicht mehr. Auch über den neuen Doppelhaushalt soll beraten werden – ob er auch beschlossen wird, gilt als noch offen. Die Senatssitzung soll diesmal als Videoschalte organisiert werden, an der auch die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) teilnimmt, die sich in der vergangenen Woche mit Corona infiziert hat.
Beraten wird außerdem über die Umsetzung der Beschlüsse vom Bund-Länder-Treffen am vergangenen Mittwoch. Entscheidungen dazu stehen aber noch nicht an, sondern erst in der Woche darauf (1. März). Bund und Länder haben sich grundsätzlich auf einen Drei-Stufen-Plan geeinigt, der schrittweise Lockerungen in den kommenden rund vier Wochen vorsieht.
Dazu zählt auch der Wegfall der Zugangsbeschränkungen und Kontrollen im Einzelhandel. Das gilt in Berlin allerdings bereits seit vergangenem Freitag. Stattdessen ist seitdem eine FFP2-Maskenpflicht in Kraft. Die 2G-Regel ist in der Hauptstadt auch für andere Bereiche schon aufgehoben, etwa für Museen und touristische Angebote wie Schiffsausflüge und Stadtrundfahrten.
Nach der Bund-Länder-Vereinbarung ist in der ersten Stufe auch geplant, private Treffen von geimpften und genesenen Menschen wieder ohne Begrenzung der Teilnehmerzahl zu erlauben. Das wird in Berlin voraussichtlich so noch nicht umgesetzt. In der zweiten Stufe ab dem 4. März sollen Hotels und Restaurants nach der 3G-Regel auch Ungeimpften wieder offen stehen. Lockerungen sind auch für Clubs vorgesehen sowie höhere Obergrenzen für Großveranstaltungen. Ab dem 20. März ist geplant, auf tiefgreifende Schutzmaßnahmen zu verzichten, ein Basisschutz etwa durch Maskenpflicht im ÖPNV soll aber möglich bleiben. (dpa)
Mehr zum Lockerungsfahrplan der Länder lesen Sie hier: Kein Beitrag vorhanden

Brandenburger Inzidenz sinkt leicht auf 1616

Die Corona-Inzidenz in Brandenburg ist leicht gesunken, liegt aber weiter auf dem zweithöchsten Wert in Deutschland. Sie betrug am Dienstag 1616,1, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte. Am Montag waren es noch rund 1656 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Nur Bayern meldete eine höhere Inzidenz von rund 1761. Der Bundesdurchschnitt lag bei 1306,8.
5149 Corona-Neuinfektionen wurden in Brandenburg gemeldet. Rund 480.000 Covid-Fälle wurden seit Beginn der Pandemie vor zwei Jahren registriert. Zudem wurden 17 neue Todesfälle gemeldet. Seit Ausbruch der Pandemie starben 5151 Brandenburger mit oder an einer Covid-19-Infektion. (dpa)
Mehr aus Potsdam und Brandenburg zur Corona-Pandemie lesen Sie im Newsblog der Potsdamer Neuesten Nachrichten:

Corona-Werte in Berlin sinken leicht – Inzidenz bei 1079

Die Corona-Wochen-Inzidenz in Berlin ist leicht gesunken. Am Dienstagmorgen lag sie bei 1079,1, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte. An den Vortagen hatte der Wert, der die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, noch über 1100 betragen (Montag: 1105,9, Sonntag: 1111,2). Berlin bewegt sich bei diesem Wert deutlich unter dem Durchschnitt aller Bundesländer (1306,8). 

Experten gehen aber von vielen Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind, weil zahlreiche Infektionen wegen fehlender Kapazitäten und unzureichender Tests nicht registriert werden.
8246 neue Corona-Infektionen wurden bis Dienstag erfasst, insgesamt sind es nun mehr als 700.000 registrierte Infektionsfälle in Berlin. Vier neue Todesfälle kamen hinzu. Seit Beginn der Pandemie sind den Angaben zufolge bislang 4217 Menschen an oder mit dem Virus gestorben.
Die Zahl der Corona-Patienten je 100.000 Einwohner, die innerhalb von sieben Tagen ins Krankenhaus kamen, sank erneut und lag laut dem Lagebericht des Senats bei durchschnittlich 20,6. Ebenfalls sank die Belegung der Intensivstationen mit Corona-Patienten und betrug 14,1 Prozent.
In stationärer Behandlung befanden sich (Stand: Montagmittag) 1118 Corona-Patienten, davon wurden 163 intensivmedizinisch versorgt. (dpa, Tsp)

Erneut Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen in Brandenburg

Hunderte Menschen sind am Montag erneut in Brandenburg auf die Straße gegangen, um gegen die Corona-Beschränkungen zu protestieren. Die Demonstranten forderten weitgehende Lockerungen der Corona-Maßnahmen oder sprachen sich gegen eine Impfpflicht aus. In Potsdam gab es auch wieder eine Gegendemonstration des Bündnisses „Solidarisches Potsdam“. Die Polizei berichtete von friedlichen Verläufen der Demonstrationen.

In der Landeshauptstadt trafen sich am Bassinplatz mehr als einhundert Menschen, die aus Protest gegen eine Impfpflicht durch die Innenstadt zogen. Sie forderten eine Aufhebung der Corona-Maßnahmen. An dem regnerischen Abend waren es aber deutlich weniger Teilnehmer als in den Vorwochen.

In Cottbus nahmen rund 500 Menschen an einer angemeldeten Kundgebung gegen die Corona-Maßnahmen teil. Weitere Versammlungen in Südbrandenburg habe es in Finsterwalde, Senftenberg und Ortrand mit insgesamt mehreren hundert Teilnehmern gegeben, berichtete ein Polizeisprecher.

Auch in Oranienburg und Neuruppin gab es angemeldete Demonstrationen, wie eine Sprecherin der Polizeidirektion Nord berichtete. Dort seien aber weniger Teilnehmer als in den Vorwochen gewesen. In Wittenberge wurde nach Angaben der Sprecherin eine unangemeldete Versammlung aufgelöst, weil sich die Teilnehmer nicht an Abstands- und Maskenpflicht gehalten hätten. Dort nahmen Beamte auch die Personalien von Teilnehmern auf.

Die Brandenburger Landesregierung will am Dienstag im Kabinett über Lockerungen der Corona-Beschränkungen beraten. Zu den Plänen gehört nach Angaben von Regierungssprecher Florian Engels, dass die Kontaktbeschränkung auf bis zu zehn Personen bei privaten Treffen für Geimpfte und Genesene entfallen soll. Für Ungeimpfte soll sich dabei nichts ändern. In Gaststätten soll bis 3. März die Test- oder Boosterpflicht (2G-plus-Regel) für Geimpfte und Genesene entfallen, ab 4. März soll dort der Besuch mit negativem Test (3G) möglich sein. (dpa)

Brandenburg lockert die Corona-Regeln

Novavax-Auslieferung doch erst ab Mitte der Woche

Erst ab Mitte der Woche wird der Totimpfstoff von Novavax an das Zentrallager der Bundesregierung überstellt. Die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit hat diese Information vom Bundesgesundheitsministerium erhalten, wie eine Sprecherin am Montag mitteilte. Mit einem Impfstart in Berlin wird deshalb in der kommenden Woche gerechnet.
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte am vergangenen Freitag öffentlich verkündet, am Montag werde Novavax nach Deutschland geliefert. Ein Sprecher seines Ministeriums hatte später von „ab Montag“ gesprochen. Von einer Verspätung wollte man im Ministerium deshalb nicht sprechen: „Die Auslieferung erfolgt in dieser Woche an die Bundesländer und wir gehen davon aus, dass der Impfstoff ab der kommenden Woche in den Bundesländern verimpft wird“, sagte ein Sprecher.
Für Berlin sind vorerst 63.000 Impfdosen vorgesehen. Der Impfstoff soll vor allem an den Impfstellen Drive-In Lichtenberg und in Tegel verwendet werden. Auch für Berlins Krankenhäuser werden Dosen bereitgestellt, teilte die Gesundheitsverwaltung mit. Man rechnet damit, dass die Impfnachfrage nach Novavax damit bedient werden kann.
Denn aus Pflegeeinrichtungen wird in Berlin eine sehr hohe Impfquote gemeldet. 90 Prozent von 20.000 Beschäftigten seien geimpft, sagte die Sprecherin. Allerdings sollen die noch ungeimpften Beschäftigten aus diesem Bereich und ungeimpfte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kritischen Infrastruktur Priorität genießen.
Impftermine sollen freigeschaltet werden, sobald ein konkreter Liefertermin aus dem Zentrallager bekannt ist. Bislang geht man in Senatskreisen vom Ende der laufenden Woche aus.

Die am häufigsten in Deutschland verabreichten Impfstoffe – die Mittel von Biontech/Pfizer und Moderna – sind mRNA-Impfstoffe. Gehofft wird, dass der Novavax-Impfstoff eine Alternative für all jene ist, die Vorbehalte gegen mRNA-Impfstoffe haben.

Weiter hohe Corona-Inzidenz in Brandenburg – jetzt bei 1656,5

Die Corona-Inzidenz in Brandenburg liegt weiter auf hohem Niveau: Sie betrug am Montagmorgen 1656,5. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) mit. In den vergangenen Tagen hatte die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen ähnliche Höhen weit über dem Bundesdurchschnitt erreicht. Nur Bayern meldete eine höher Inzidenz von knapp 1800.

749 Corona-Neuinfektionen wurden in Brandenburg gemeldet. Am Wochenende werden aber immer weniger Fälle erfasst als in der Woche. Knapp 475.000 Covid-Fälle wurden seit Beginn der Pandemie vor zwei Jahren registriert. Zudem wurde ein neuer Todesfall gemeldet. Seit Ausbruch der Pandemie starben 5134 Brandenburger mit oder an einer Covid-19-Infektion. (dpa)
Mehr aus Potsdam und Brandenburg zur Corona-Pandemie lesen Sie im Newsblog der Potsdamer Neuesten Nachrichten:

Corona-Inzidenz in Berlin bei 1105,9 – nur zwei Bezirke melden neue Fälle

Die Corona-Inzidenz in Berlin hat sich kaum verändert und lag am Montagmorgen bei 1105,9. Das meldete das Robert Koch-Institut (RKI). Ähnliche Werte waren auch am Wochenende mitgeteilt worden (Sonntag: 1111,2, Samstag: 1085,4). Am Freitag war der Wert, der die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, in der Hauptstadt mit 977,1 unter die Marke von 1000 gesunken. Berlin rangiert damit deutlich unter dem Durchschnitt aller Bundesländer (1346,8).
Experten gehen aber von vielen Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Testkapazitäten und Gesundheitsämter sind zum Teil am Limit, Kontakte werden nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem dürfte es eine größere Zahl von Menschen geben, die ihre Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigen lassen – die Infektion fließt damit nicht in die offizielle Statistik ein.
232 neue Corona-Infektionen wurden bis Montagmorgen erfasst, insgesamt sind es nun knapp 700.000 registrierte Infektionen in Berlin. Allerdings übermittelten nur zwei Bezirke neue Fälle. Wegen der eingeschränkten Tätigkeit der Gesundheitsämter an Wochenenden sind die Fallzahlen zum Wochenbeginn häufig niedriger. In der vergangenen Woche wurden – Montag ausgenommen – täglich mehrere Tausend Fälle gemeldet. 
Seit Beginn der Pandemie sind nach den Angaben zufolge bislang 4213 Menschen an oder mit dem Virus gestorben. Weitere Todesfälle wurden am Montag nicht gemeldet.
Die Zahl der Corona-Patienten je 100.000 Einwohner, die innerhalb von sieben Tagen ins Krankenhaus kamen, lag laut dem Lagebericht des Senats bei durchschnittlich 22,3 und ist damit erneut etwas gesunken. Die Belegung der Intensivstationen mit Corona-Patienten beträgt derzeit 14,6 Prozent, etwas weniger als an den Vortagen.
In Berlin befanden sich (Stand: Samstagmittag) 1174 Corona-Patienten in stationärer Behandlung, davon 173 auf Intensivstationen. Vergangenen Montag wurden (mit dem Stand vom Sonntag) rund 100 mehr Fälle in stationärer Behandlung insgesamt gemeldet (1284 Patienten), davon befanden sich 188 auf Intensivstationen. (dpa,Tsp)
Mehr zum Thema: Wer sind die Menschen, die jetzt auf den Intensivstationen behandelt werden müssen? So ist die Lage an der Berliner Charité. tagesspiegel

Berlin will Präsenzpflicht an Schulen zum 1. März wieder einführen

Tagesspiegel-Informationen zufolge plant der Berliner Senat die Wiedereinführung der Präsenzpflicht an Schulen zum 1. März. Demnach läuft die aktuell geltende und bis 28. Februar befristete Aufhebung der Präsenzpflicht aus. Ausnahmeregelungen in begründeten Einzelfällen sollen aber bestehen bleiben.
Über die Rückkehr zur Präsenzpflicht hinaus sind dem Vernehmen nach keine Änderungen an Berlins Schulen geplant. Sowohl die Maskenpflicht als auch das aktuell praktizierte Testregime von drei Tests pro Woche soll weiterhin gelten. Zwar sei eine Debatte dazu absehbar, Beschlüsse seien aber nicht vorgesehen, hieß es am Sonntag mit Blick auf die Senatssitzung am Dienstag. Änderungen an der derzeit geltenden Infektionsschutzmaßnahmenverordnung soll es generell vorerst nicht geben.

Weniger Neuinfektionen in Brandenburg

In Brandenburg ist die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen am Sonntag stark zurückgegangen, die Inzidenz jedoch leicht gestiegen. Es gebe 3756 neue Fälle, teilte das Gesundheitsministerium mit. Am Samstag waren es noch 6676 und am Freitag 8037 neue Fälle. An den Wochenenden kann es aber zu verspäteten Meldungen an die Gesundheitsämter kommen, wodurch es Abweichungen bei den Zahlen geben kann.
Die Sieben-Tage-Inzidenz ist hingegen leicht gestiegen auf 1669,3. Am Samstag war ein Wert von 1653,5 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen berechnet worden. Spitzenwerte als Corona-Hotspots sind weiter die Landkreise Barnim und Prignitz mit Werten von 2730,8 und 2340,5.
Aktuell werden nach Angaben des Gesundheitsministeriums 652 Covid-Patienten in Krankenhäusern stationär behandelt – davon 62 auf Intensivstationen. Der Anteil der mit Covid-Patienten belegten Intensivbetten stieg wieder auf 9,7 – nach 8,8 am Samstag. Er liegt aber weiter im grünen Bereich.
Seit Ausbruch der Pandemie sind 5133 Brandenburger mit oder an einer Covid-19-Infektion gestorben. Am Sonntag wurden 13 neue Todesfälle gemeldet. (dpa)

Corona-Inzidenz in Berlin weiterhin über 1000  

Die Corona-Inzidenz in Berlin liegt seit dem Wochenende wieder über 1000. Am Sonntag meldete der Senat eine Sieben-Tage-Inzidenz von 1111,2 – nach 1085,4 am Samstag. Vor dem Wochenende hatte der Wert, der die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, in der Hauptstadt noch bei 977,1 (Freitag) gelegen. Die Zahl der Neuinfektionen bleibt trotz steigender Zahlen unter der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz. Diese lag am Sonntagmorgen laut Robert Koch-Institut (RKI) bei 1346,3.

Experten gehen von einer hohen Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Testkapazitäten und Gesundheitsämter sind demnach vielerorts am Limit, Kontakte werden nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem dürfte es eine größere Zahl von Menschen geben, die ihre Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigen lassen – die Infektion fließt damit nicht in die offizielle Statistik ein.
Nach dem Lagebericht des Berliner Senats wurde am Sonntag ein neuer Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind nach den Angaben bislang 4213 Menschen an oder mit dem Virus gestorben.
Die Zahl der Covid-Patienten je 100.000 Einwohner, die innerhalb von sieben Tagen ins Krankenhaus gekommen sind, lag laut dem Lagebericht bei durchschnittlich 22,8 und damit etwas niedriger als am Samstag (23,1). Am Sonntag vor einer Woche lag der Wert bei 25,9. Das Signal der Berliner Corona-Warnampel zeigt weiterhin auf Rot. Die Belegung der Intensivstationen mit Corona-Patienten beträgt derzeit 14,8 Prozent, etwas weniger als am Vortag (15,3) und auch als vor einer Woche (15,2). (dpa)

Neuinfektionen in Brandenburg gehen zurück

In Brandenburg ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen zurückgegangen. 6676 Fälle sind gemeldet worden, teilte das Landesgesundheitsministerium am Samstag mit. Am Freitag waren es nach den Angaben noch 8037 neue Fälle. An den Wochenenden kann es aber zu verspäteten Meldungen an die Gesundheitsämter kommen.
Auch die Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken: auf einen Wert von 1653,5 nach 1690,4 am Freitag. Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz ist der erste, der unter 750 rutschte. Hier wurde 708,5 ermittelt. Spitzenwerte haben weiter die Landkreise Barnim und Prignitz mit einem Wert von 2825,8 und 2256,4 Infizierten auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.
Aktuell werden nach Angaben des Gesundheitsministeriums 669 Covid-Patienten in Krankenhäusern stationär behandelt, davon 62 auf Intensivstationen. Der Anteil der mit Covid-Patienten belegten Intensivbetten sank auf 8,8 nach 9,2 Prozent am Freitag und liegt damit im grünen Bereich.
Seit Ausbruch der Pandemie sind 5130 Brandenburger mit oder an einer Covid-19-Infektion gestorben. Am Samstag wurden 13 neue Todesfälle gemeldet. (dpa)

Inzidenz in Berlin wieder auf über 1000 gestiegen

Die Corona-Inzidenz in Berlin ist wieder gestiegen. Sie lag laut dem Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen bei 1085,4 und damit deutlich über dem Wert vom Freitag (977,1) und Donnerstag (1034,4). Die Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen an.
Nach den Daten aus dem aktuellen Lagebericht des Berliner Senats wurden am Samstag sieben neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Insgesamt sind damit seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 den Angaben zufolge 4212 Menschen in Berlin an oder mit dem Virus gestorben.
Die Zahl der Covid-Patienten je 100.000 Einwohner, die innerhalb von sieben Tagen ins Krankenhaus gekommen sind, lag laut dem Lagebericht bei durchschnittlich 23,1 und damit etwas niedriger als am Freitag (23,8). Das Signal der Berliner Corona-Warnampel zeigt weiterhin auf Rot. Die Belegung der Intensivstationen mit Corona-Patienten beträgt derzeit 15,3 Prozent, etwas mehr als am Vortag (15,0). (dpa)

Einmal Johnson & Johnson wird als Zweifach-Impfung anerkannt

Der Ausschluss von mit dem Johnson & Johnson-Vakzin nur einmal geimpften Bürgern vom vollständigen Impfschutzstatus ist rechtswidrig. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin in einem Eilverfahren entschieden. Giffey positiv auf Corona getestet – keine SymptomeBerlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte sie am Freitag auf Twitter mit. „Leider hatte nun auch ich einen positiven PCR-Test und begebe mich daher umgehend in Isolation. Bisher habe ich keine Symptome. Alls Termine in den kommenden Tagen finden, wenn möglich, als Telefon- oder Videokonferenz statt.“
Sie sei auf dem Weg zur Münchener Sicherheitskonferenz gewesen und habe kurz vor dem Eintreffen dort das positive Ergebnis ihres PCR-Tests erhalten, schrieb Giffey auf ihrem Instagram-Account. Am Samstag soll sie dort auf einem Podium mit den Bürgermeistern von Istanbul, Warschau Budapest sitzen. Ihren Auftritt dort habe Giffey abgesagt, sagte eine Senatssprecherin.

Am Vormittag hatte sich Giffey noch in der Senatskanzlei mit dem evangelischen Bischof Christian Stäblein getroffen. Das war der einzige Präsenztermin der Regierenden am Freitag, sagte eine Senatssprecherin. Am Mittwoch hatte die Regierende Bürgermeisterin an der Ministerpräsidentenkonferenz teilgenommen und saß bei der Pressekonferenz neben Bundeskanzler Olaf Scholz. 

Durch die Corona-Infektion würde Giffey an der nächsten Senatssitzung und der zweiten Sitzung des Berliner Wohnungsbündnisses nur per Videoschalte teilnehmen. Nach den aktuellen Corona-Regeln könnte sich die Regierende Bürgermeisterin, bleibt sie weiterhin symptomfrei, nach sieben Tagen freitesten.

Am Mittwoch hatte auch Berlins Sozialsenatorin Katja Kipping (Linke) erklärt, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben. Anfang Februar hatte sich Verkehrssenatorin Bettina Jarasch mit dem Virus angesteckt. (Julius Betschka)

Nach Corona-Ausfällen: BVG und S-Bahn fahren nächste Woche wieder vollständig

Berlins Busse und Bahnen kehren ab kommender Woche schrittweise wieder zum Normalbetrieb zurück. Wegen Personalausfällen durch die Omikron-Welle hatten die Verkehrsunternehmen ihr Angebot zuvor eingeschränkt.

Impfpflicht in Kliniken und Pflege: Konsequenzen wohl erst Mitte Mai

Die von Mitte März geltende Impfpflicht gegen das Coronavirus für Beschäftigte in Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen wird in Brandenburg voraussichtlich erst Mitte Mai zu ernsten Konsequenzen führen. Das geht aus einer Verordnung des Gesundheitsministeriums zur Umsetzung der Impfpflicht in den Gesundheitsberufen hervor, die am Freitag veröffentlicht wurde. Demnach gibt es ein mehrstufiges Verfahren bis hin zum Verbot für weiterhin Ungeimpfte, Einrichtungen zu betreten. Berücksichtigt wird dabei, ob in einer Region die Versorgung gefährdet sein könnte.
Zunächst sollen die Einrichtungen bis Anfang April ungeimpftes Personal melden und die Auswirkungen bei einem Ausfall dieser Beschäftigten einschätzen. Dann bekommen Ungeimpfte eine Aufforderung vom Gesundheitsamt, innerhalb von drei Wochen einen Nachweis über Impfung oder Genesung beziehungsweise ein Attest zur Befreiung von der Impfpflicht vorzulegen. Geschieht das nicht, folgt eine zweite Mahnung mit Angeboten zur Beratung und Impfterminen. Erst dann könnte der Zugang zu Einrichtungen verboten werden.
Falls das Gesundheitsamt jedoch zu Beginn zu der Einschätzung kommt, dass in einer Region die Versorgung gefährdet sein könnte, greift ein sechswöchiges Moratorium. In dieser Zeit soll kein Verfahren eingeleitet werden. Weil währenddessen aber dennoch die Aufforderungen zu Stellungnahmen und zum Impfen an die Betroffenen herausgehen, soll sich das gesamte Verfahren bis zum Verbot nur um weitere drei Wochen verlängern.
Nach Angaben des Ministeriums haben sich die Impfquoten in den Pflege-Einrichtungen schon deutlich verbessert. So seien die Bewohner zu 92 Prozent vollständig geschützt, die Beschäftigten zu 88,2 Prozent. Eine besondere Verbesserung gab es bei den Dienstleistern: Dort stieg die Quote der vollständig Geschützten seit Januar von 60,9 Prozent auf jetzt mehr als 90 Prozent. (dpa)

Brandenburg lässt Vertrag zur Nutzung Luca-App auslaufen

Das Land Brandenburg hat seinen Vertrag zur Nutzung der Luca-App fristgemäß zum 31. März gekündigt. Dies teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Potsdam mit. Mit der App werden in der Corona-Pandemie Daten von Besuchern zum Beispiel in Geschäften und Gaststätten elektronisch erfasst und dann an Gesundheitsämter weitergeleitet.

Das Ministerium verwies nun auf die Ausbreitung der Omikron-Variante des Virus und eine sehr hohe Zahl an Neuinfektionen. Damit habe sich der Schwerpunkt der Kontaktnachverfolgung auf den Schutz gefährdeter Personengruppen und sensibler Einrichtungen verlagert. Die Regelungen zum Kontaktnachweis seien weitestgehend aufgehoben.
Damit entfalle auch die Pflicht zur Erfassung von Besucherdaten in Gaststätten oder in Freizeiteinrichtungen wie Kinos, Konzerthäusern und Theatern. Die Luca-Daten würden nicht weiter benötigt. Nur in Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens wie Krankenhäusern und Pflegeheimen müssten Besucherdaten weiter dokumentiert werden. (dpa)

Überregionale Impfzentren in Potsdam und Schönefeld schließen

Zwei überregionale Corona-Impfzentren in Schönefeld und Potsdam sollen nach Angaben des brandenburgischen Gesundheitsministeriums bis Ende Februar schließen. Die Impfzentren in der Potsdamer Metropolishalle und am Flughafen Schönefeld würden ihren Betrieb ab dem 27. Februar einstellen, teilte das Ministerium am Freitag mit. Als Grund führt das Ministerium die geringe Nachfrage an.
Laut der Corona-Impfverordnung des Bundes müssen Impfzentren wirtschaftlich betrieben werden. Aus finanziellen Gründen seien darum „Schließungen von sehr großen Impfstellen erforderlich, wenn sie nahezu leer stehen“, teilte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) mit. Sie verwies darauf, dass sich Menschen weiterhin in rund 1600 Arztpraxen impfen lassen oder andere kommunale und mobile Impfangebote nutzen könnten.
Die Nachfrage in den Impfzentren war nach den Angaben vom Freitag in den vergangenen Wochen drastisch gesunken. Eigentlich könne man täglich rund 1000 Impfdosen in jedem der Impfzentren verabreichen, hieß es. Im Februar ließen sich demnach aber pro Woche nur etwa 1000 Menschen im Potsdamer Impfzentrum impfen, das Zentrum in Schönefeld soll nur auf wenige hundert Impfungen pro Woche gekommen sein. (dpa)
Mehr Nachrichten zur Corona-Pandemie in Potsdam und Brandenburg lesen Sie im Newsblog der Potsdamer Neuesten Nachrichten:

180 Patienten auf Intensivstationen – Inzidenz fällt unter 1000

In Berlin ist die Sieben-Tage-Inzidenz erstmals seit Wochen wieder unter die Marke von 1000 gefallen. Der Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung wies sie am Freitag mit 977,1 aus. Am Donnerstag lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen noch bei rund 1034,4, vor einer Woche bei knapp 1414. Damit befand sich der Wert laut Robert Koch-Institut (RKI) weiter deutlich unter dem Niveau des Bundesdurchschnitts (1371,7).
Allerdings ist die Sieben-Tage-Inzidenz inzwischen nicht mehr besonders aussagekräftig, da statt PCR-Tests in vielen Fällen Schnelltests reichen, um als positiv zu gelten – was dann aber nicht in die Statistik einfließt. Am Freitag meldete die Verwaltung 6686 Neuinfektionen – am Donnerstag waren es rund 8000, vor einer Woche mehr als 10.000.

Ein positiver Trend zeigt sich jedoch auch auf den Intensivstationen. Dort sind aktuell noch 180 Patienten wegen eines schweren Covid-19-Verlaufs in Behandlung – 2 weniger als am Vortag und 15 weniger als vor einer Woche. Lediglich 14 Betroffene sind noch auf eine ECMO-Versorgung angewiesen, also auf eine künstliche Lunge, die außerhalb des Körpers den Gasaustausch im Blut vornimmt – vor einer Woche waren es 27, zu Spitzenzeiten mehr als 30. Die Belegung der Intensivstationen mit Corona-Patienten beträgt derzeit 15,0 Prozent.
Nach dem Lagebericht des Senats wurden am Freitag 30 neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind den Angaben zufolge bislang 4205 Menschen in Berlin an oder mit dem Virus gestorben. tagesspiegel

Berlin lässt sich mit Lockerungen für Treffen von Geimpften und Genesenen Zeit

Der Berliner Senat will die Beschränkungen für private Treffen von Geimpften und Genesenen erst Anfang März aufheben – und damit später als von Bund und Ländern am Mittwoch vereinbart. Das berichtete der RBB am Donnerstag unter Berufung auf einen Sprecher des Senats. Demnach soll die dafür erforderliche Anpassung der Corona-Verordnung erst in der übernächsten Senatssitzung am 1. März beschlossen werden, sodass sie am 4. März in Kraft treten kann.
Zu diesem Datum sollte nach den Verabredungen der Bund-Länder-Runde bereits der zweite Lockerungsschritt erfolgen: die Umstellung von Gastronomie und Hotellerie auf die 3G-Regel, bei der Ungeimpfte bereits mit einem tagesaktuellen negativen Test Zugang erhalten, sowie die Öffnung von Diskotheken und Clubs nach der 2G-Plus-Regelung.

Bisher sind private Treffen von Geimpften und Genesenen auf eine Obergrenze von zehn Personen begrenzt. Schleswig-Holstein, Bayern und Rheinland-Pfalz heben die Beschränkung bereits in dieser Woche auf. Berlin hatte schon bei der Lockerung der Bestimmungen für den Einzelhandel auf die Bremse getreten und sie erst eine Woche nach Brandenburg vorgenommen – obwohl die Nachbarländer vereinbart hatten, parallel vorzugehen.
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