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Olympische Spiele in Peking : Ukrainischer Ski-Freestyler will Umarmung mit russischem Konkurrenten nicht zu viel Symbolik beimessen

Medaillenchance im Zweierbob + Anschieber trägt deutsche Fahne + Alpines Team-Event verschoben + IOC will Diskussion über Mindestalter + Der Olympia-Newsblog.

Olympische Spiele in Peking : Ukrainischer Ski-Freestyler will Umarmung mit russischem Konkurrenten nicht zu viel Symbolik beimessen

Der ukrainische Ski-Freestyler Oleksandr Abramenko will der Umarmung mit seinem russischen Kontrahenten Ilja Burow nicht zu viel…Foto: dpa/ Ramil Sitdiko

Am vorletzten Tag der Olympischen Winterspiele in China dürfte dem deutschen Team die Goldmedaille im Zweierbob bei den Frauen kaum noch zu nehmen sein. Laura Nolte führt vor den beiden Läufen an diesem Samstag klar vor Mariama Jamanka. Im Eisschnelllauf tritt Claudia Pechstein drei Tage vor ihrem 50. Geburtstag im Massenstart an. (mehr dazu in unserem Olympia-Blog).

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Olympische Spiele in Peking : Ukrainischer Ski-Freestyler will Umarmung mit russischem Konkurrenten nicht zu viel Symbolik beimessen

Ski-Freestyler aus Ukraine umarmt russischen Konkurrenten

Der ukrainische Ski-Freestyler Oleksandr Abramenko will der Umarmung mit seinem russischen Kontrahenten Ilja Burow nicht zu viel Symbolik beimessen. Nach dem Wettkampf bei den Olympischen Winterspielen in Peking hatten sich Bronzemedaillen-Gewinner Burow und der Zweitplatzierte Abramenko am Mittwoch umarmt. Dabei hatte der ukrainische Sportminister Wadym Hutzajt noch Anfang des Monats die Empfehlung ausgesprochen, dass sich ukrainische Athletinnen und Athleten während der Spiele vom russischen Team fernhalten sollten.

In einer „patriotischen Online-Besprechung“ sei auch den Trainern empfohlen worden, „dass sie nicht mit russischen Athleten zusammenstehen und keine Fotos machen“, hatte Hutzajt in einem Interview für die Onlinezeitung „Tribuna.com“ gesagt.

Auf die Frage, ob diese Geste ein Beispiel für olympischen Geist sei, sagte Abramenko der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstag): „Das ist natürlich sehr schwierig, eine solche Frage zu behandeln. Es gab ja schon 2018 dieses gemeinsame Foto mit uns beiden, ich meine, ich wurde fotografiert, als ich Ilja gratulierte. Bei diesen Spielen wollte ich natürlich vermeiden, dass es sich wiederholt, und da hab ich darum gebeten, ich meine, was heißt das schon, gebeten … Es hat sich dann halt eben ergeben, dass er mich umarmt hat. Na ja. Es ist halt so, wie es ist.“ (dpa) Kein Beitrag vorhanden

Trainerin von Walijewa reagiert auf Bach

Die Trainerin der russischen Eiskunstläuferin Kamila Walijewa hat verwundert auf die Kritik von IOC-Chef Thomas Bach an ihrem Verhalten bei den Olympischen Winterspielen in Peking reagiert. „Ich bin immer noch ratlos über die Bewertung unserer Arbeit durch den geschätzten Herrn Bach“, kommentierte Eteri Tutberidse bei Instagram. Die 47-Jährige unterstützte in dem sozialen Netzwerk einen offenen Brief des russischen Trainers Alexander Schulin an Bach. Darin äußerte sich Schulin „überrascht“ von der Reaktion des IOC-Präsidenten. Tutberidse habe seit 2014 sechs Medaillengewinnerinnen bei Olympia und vier Olympiasiegerinnen trainiert. „Sie weiß wahrscheinlich, wie und was sie ihren Schülerinnen nach ihren Auftritten sagen muss“, schrieb Schulin.
Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees hatte sein Mitgefühl für Walijewa nach deren bitterem Olympia-Finale mit Platz vier geäußert und das Umfeld mit Trainerin Tutberidse kritisiert. „Als ich gesehen habe, wie sie von ihrem Umfeld empfangen wurde, mit etwas, was mir wie eine enorme Kälte vorkam – mir lief es kalt über den Rücken, zu sehen, was da geschah“, hatte Bach gesagt. „Statt sie zu trösten, statt ihr zu helfen, nachdem was geschehen war, konnte man spüren, wie eiskalt die Atmosphäre war. Solch eine Distanz zu erleben, wenn man sich nur die Körpersprache dieser Person angeschaut hat, hat sich das nur noch in der Vorstellung verschlimmert.“ Diese Äußerungen Bachs stießen in Moskau auf Unverständnis.

Nach dem Doping-Wirbel und einer Führung aus dem Kurzprogramm hatte Gold-Favoritin Walijewa am Donnerstagabend mehrere Fehler in ihrer Kür gemacht und war Vierte geworden. Von Trainerin Tutberidse erhielt die 15-Jährige keinen Trost, sondern harsche und verstörende Worte. Walijewa war am Freitag unter Applaus nach Moskau zurückgekehrt. (dpa)

Olympische Spiele in Peking : Ukrainischer Ski-Freestyler will Umarmung mit russischem Konkurrenten nicht zu viel Symbolik beimessen

Bild: Imago/ Kyodo News

Keine neuen Coronafälle

Bei den Olympischen Winterspielen in Peking sind keine neuen Corona-Infektionen aufgetreten. Weder bei Anreisenden noch bei Olympia-Teilnehmern in der abgeschotteten olympischen Blase seien am Freitag Infizierte entdeckt worden, berichteten die Organisatoren am Samstag. (dpa)

Margis trägt deutsche Fahne

Bob-Anschieber Thorsten Margis führt das verbliebene deutsche Olympia-Team bei der Schlussfeier in Peking als Fahnenträger an. Das teilte der Deutsche Olympische Sportbund am Samstag mit. Der 32-Jährige aus Halle/Saale ist Teil des Zweier- und Viererbobs von Pilot Francesco Friedrich. 

Das ist eine unfassbare Ehre. Ich bin jetzt der erste Anschieber überhaupt in Deutschland, der eine Fahne anfassen darf, egal ob bei Eröffnungs- oder Schlussfeier.

Thorsten Margis

Alpiner Wettbewerb abgesagt

Das Mixed-Teamevent der alpinen Skirennfahrer bei den Olympischen Winterspielen in China droht auszufallen. Wegen starken Windes wurde der Wettbewerb am Samstag zunächst mehrfach verschoben und schließlich ganz von der Tagesordnung genommen. Ob er am Sonntag nachgeholt wird, ist noch offen. Er wäre die letzte Chance für die deutsche Alpin-Riege, doch noch eine Medaille zu holen und die zweite Nullnummer nacheinander bei Winterspielen zu verhindern.

Die besten Ergebnisse der Alpinen des Deutschen Skiverbandes (DSV) bei den Spielen in China waren bislang die vierten Plätze von Lena Dürr im Slalom und Kira Weidle in der Abfahrt.  (dpa)

Guten Morgen!

Am vorletzten Wettkampftag bei Olympia macht der heftige Wind in den Bergregionen Athleten und Organisatoren zu schaffen. In der Halfpipe stürzen einige Athleten, der Mixed-Teamevent der alpinen Skirennfahrer wird abgesagt. Im Viererbob führen zwei Deutsche. Und auch sonst gibt es im Bob aus deutscher Sicht Grund zur Hoffnung: Bei den Frauen führt nach zwei Läufen Laura Nolte und hat damit Medaillenchancen. Der dritte Lauf beginnt 13 Uhr. 

Fazit vom 14. Wettkampftag

Die deutschen Biathleten haben zum Abschluss der Olympischen Winterspiele in China erneut eine Medaille verpasst. Damit blieben die deutschen Männer erstmals seit 2010 bei Olympia ohne Medaille. Im Massenstart war Benedikt Doll bester Deutscher auf Rang acht. Nachdem es bei den Biathletinnen bereits Medaillen gab, war Franziska Preuß im Massenstart der Frauen beste Deutsche und kam als Achte ins Ziel.

Die deutschen Skicrosser Tobias Müller, Florian Wilmsmann, Niklas Bachsleitner und Daniel Bohnacker verpassten den Einzug in die Finalläufe und damit ebenfalls eine Medaille. Für die deutsche Starterin im Ski Freestyle, Sabrina Cakmakli, lief es leider auch nicht optimal, sodass sie am Ende Zwölfte wurde in der Halfpipe.

Der deutsche Eissprinter Joel Dufter enttäuschte über die 1000 Meter und belegte am Ende nur Platz 26.

Insgesamt gab es heute sechs Entscheidungen: Die Kanadier sicherten sich im Curling im Spiel um Platz drei die Bronzemedaille gegen die USA. Goldmedaillen gab es heute für die Schweiz (Skicross), Niederlande (Eisschnelllauf), Frankreich (Biathlon Frauen), Norwegen (Biathlon Männer) und China (Ski Freestyle).

Deutsche Bobfahrerinnen starten erfolgreich

Im deutschen Goldkanal ist der nächste Olympiasieg fast nur noch Formsache: Zur Halbzeit der Zweierbob-Konkurrenz liegt Laura Nolte schon 0,50 Sekunden vor Marima Jamanka. In beiden Läufen fuhr die 23-Jährige am Freitag Bahnrekord, nutzte die Patzer der Konkurrentinnen eiskalt aus. Die Entscheidung fällt am Samstag. Im Eiskanal von Yanqing war Deutschland nur im Monobob mit Nolte und Jamanka ohne Medaille geblieben. Rennrodler, Skeleton- und Zweierbob-Piloten haben bisher sieben Gold-, vier Silber- und eine Bronzemedaille gewonnen.

Auf dem Bronze-Platz rangiert schon 0,74 Sekunden zurück die US-Amerikanerin Elana Meyers Taylor. Vizeweltmeisterin Kim Kalicki patzte allein im zweiten Lauf viermal und liegt mit 1,34 Sekunden Rückstand nur auf Platz sechs. Damit haben die 24-Jährige aus Wiesbaden und Anschieberin Lisa Buckwitz (Potsdam) wohl nur noch kleine Chancen auf Bronze. (dpa)

Skirennfahrer von Olympia augeschlossen

Der Iraner Hossein Saveh Shemshaki ist neun Tage nach seinem positiven Dopingtest von den Olympischen Winterspielen in Peking ausgeschlossen worden. Wie der Internationale Sportgerichtshof Cas am Freitag mitteilte, muss der alpine Skirennfahrer das olympische Dorf spätestens an diesem Samstag verlassen.

Russland kritisiert Bach-Aussagen zu Walijewa

Russlands Vize-Ministerpräsident Dimitri Tschernischenko hat die Äußerungen von IOC-Chef Thomas Bach über die russische Eiskunstläuferin Kamila Walijewa und deren Umfeld zurückgewiesen. „Wir sind zutiefst enttäuscht darüber, einen IOC-Präsidenten zu erleben, der sein eigenes fiktives Narrativ zu den Gefühlen unserer Athleten spinnt und diese dann öffentlich als Stimme des IOC präsentiert“, sagte Tschernischenko am Freitag während der Winterspiele in Peking dem Branchendienst „insidethegames“.

Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees hatte zuvor sein Mitgefühl für Walijewa nach deren bitterem Olympia-Finale mit Platz vier geäußert und das Umfeld mit Trainerin Eteri Tutberidse kritisiert. „Als ich gesehen habe, wie sie von ihrem Umfeld empfangen wurde, mit etwas, was mir wie eine enorme Kälte vorkam – mir lief es kalt über den Rücken, zu sehen, was da geschah“, sagte Bach. „Statt sie zu trösten, statt ihr zu helfen, nachdem was geschehen war, konnte man spüren, wie eiskalt die Atmosphäre war.“

Tschernischenko, Organisationschef der Spiele von Sotschi 2014, bezeichnete Bachs Worte als „unangemessen und falsch“. Olympische Spiele seien für alle Athleten der „Höhepunkt des Profisports“ verbunden mit „Hoffnungen und Träumen einer gesamten Nation“. Dies sei für die Sportler ein „bekannter Druck, und das ist es auch, was sie mit ihrem Kampfgeist antreibt“, sagte Tschernischenko. (dpa)

Erneut keine Medaille für die deutschen Biathleten

Bis zum letzten Schießen lagen Benedikt Doll und Philipp Nawrath gut im Rennen, doch dann machte den beiden Deutschen der Wind einen Strich durch die Rechnung, sodass Doll als bester Deutscher den achten Platz belegte.Gold gewann der Norweger Johannes Thingnes Bö vor dem Schweden Martin Ponsiluoma. Bronze sicherte sich Vetle Sjaastad Christiansen aus Norwegen. Los geht’s für die Biathleten im Massenstart. Die beiden Favoriten Quentin Fillon-Maillet und Johannes Thingnes Bö machen sofort ordentlich Tempo.
Für Deutschland gehen Benedikt Doll, Johannes Kühn, Roman Rees und Philipp Nawrath an den Start. Es ist für sie die letzte Möglichkeit, eine Medaille bei Olympia in Peking zu holen.

Olympische Spiele in Peking : Ukrainischer Ski-Freestyler will Umarmung mit russischem Konkurrenten nicht zu viel Symbolik beimessen

Benedikt Doll kämpft um eine Medaille im Massenstart.   Bild: Xinhua/imago images

Keine Medaille im Biathlon

Die deutsche Biathletinnen sind zum Abschluss der Olympischen Winterspiele in China ohne weitere Medaille geblieben. Zwei Tage nach Bronze für die Frauen-Staffel belegte Franziska Preuß am Freitag im abschließenden Massenstart am Freitag den achten Platz. Die 27-Jährige aus Haag leistete sich vier Schießfehler und hatte im Ziel nach 12,5 Kilometern 1:26,4 Minuten Sekunden Rückstand auf die neue Olympiasiegerin Justine Braisaz-Bouchet aus Frankreich. In den Bergen im Nordwesten von Peking ging Silber an die Norwegerin Tiril Eckhoff, Bronze sicherte sich Eckhoffs Landsfrau Marte Olsbu Roeiseland.

Einzel-Olympiasiegerin Denise Herrmann wurde nach fünf Fehlschüssen 13., Vanessa Hinz kam auf Rang 15, Vanessa Voigt auf Platz 18. Die letzte deutsche Olympiasiegerin im Massenstart war Magdalena Neuner 2010 in Vancouver. (dpa)

Keine Medaille für Skicrosser

Die deutschen Skicrosser haben einen Tag nach der überraschenden Bronzemedaille für Daniela Maier einen weiteren Podestplatz bei den Olympischen Winterspielen klar verpasst. Das Quartett Tobias Müller, Florian Wilmsmann, Daniel Bohnacker und Niklas Bachsleitner musste sich am Freitag in Zhangjiakou bereits vor dem Finaldurchgang der besten Vier geschlagen geben. Als bester DSV-Athlet schied Bohnacker im Viertelfinale aus, für alle anderen war bereits im Achtelfinale Endstation. (dpa)

Finnland erreicht Eishockey-Finale

Finnland hat das Eishockey-Endspiel bei den Olympischen Winterspielen in Peking erreicht. Der WM-Zweite setzte sich am Freitag im ersten Halbfinale gegen Deutschland-Bezwinger Slowakei mit 2:0 (1:0, 0:0, 1:0) durch. Sakari Manninen (16. Minute) und Harri Pesonen (60.) trafen für den Favoriten. Im zweiten Vorschlussrundenspiel treffen am Abend Ortszeit (14.10 Uhr MEZ/ARD und Eurosport) Rekord-Olympiasieger Russland und Schweden aufeinander. Das Finale ist für Sonntag (05.10 Uhr/ZDF und Eurosport) angesetzt. (dpa)

IOC betont politische Neutralität

Die Zurechtweisungen ausländischer Medienvertreter durch die Sprecherin der chinesischen Olympia-Organisatoren sind von IOC-Chef Thomas Bach mit milden Worten kommentiert worden. „Wir haben das Problem nicht ignoriert“, versicherte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees am Freitag. Das IOC habe umgehend nach der bemerkenswerten Pressekonferenz der Olympia-Macher am Vortag Kontakt zum Organisationskomitee aufgenommen. Dabei habe man „die Einigkeit darüber bekräftigt, dass wir unmissverständlich zur politischen Neutralität verpflichtet sind, wie es in der olympischen Charta festgehalten ist“, versicherte Bach.

Am Donnerstag hatte die chinesische Sprecherin Yan Jiarong mehrfach ungefragt in der Pressekonferenz politische Stellungnahmen im Sinne von Chinas Führung getätigt. So seien Berichte über Umerziehungslager für die muslimische Minderheit der Uiguren in der Provinz Xinjiang nichts als „Lügen“, sagte sie. Bei Fragen an IOC-Sprecher Mark Adams nach der Teilnahme von Taiwan an der Eröffnungsfeier griff sie ebenfalls ein und sagte: „Ich möchte betonen, dass es nur ein China in der Welt gibt. Taiwan nimmt hier als Teil von China teil und ist ein untrennbarer Bestandteil von China.“
Nach Schätzungen von Menschenrechtlern sind Hunderttausende Uiguren in Umerziehungslager gesteckt worden, die Peking als „Fortbildungseinrichtungen“ beschreibt. Taiwan nimmt unter dem Druck Chinas an Olympischen Spielen als „Chinesisch Taipeh“ teil. Auch das IOC umgeht in seinen Stellungnahmen stets das Wort Taiwan. Die kommunistische Führung in China betrachtet Taiwan nur als Teil der Volksrepublik und droht mit einer Eroberung. (dpa)

IOC will Diskussion über Mindestalter

Als Konsequenz aus dem Olympia-Skandal um die 15 Jahre alte Eiskunstläuferin Kamila Walijewa drängt das IOC die Weltverbände zur Prüfung eines generellen Mindestalters im Spitzensport. „Diese Fragen müssen angegangen werden“, sagte Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, am Freitag in Peking. Es brauche aber „sorgfältige Überlegungen und Beratungen“. Das IOC werde die Diskussionen mit den Weltverbänden in Gang bringen und diesen „etwas zum Nachdenken geben“, sagte Bach. Entscheiden können aber nur die jeweiligen Fachverbände, nicht das IOC.

Auch die Welt-Anti-Doping-Agentur müsse den Umgang mit Minderjährigen und ihrem Status der „geschützten Person“ überprüfen, sagte Bach. Er stelle sich grundsätzlich die Frage, wie man mit minderjährigen Athleten zukünftig umgehen werde. Bislang gibt es nur in wenigen olympischen Sportarten wie im Turnen ein Mindestalter für Teilnehmer. (dpa)

Bach zu Corona-Bilanz: Sicherster Ort auf dem Planeten

Die sehr niedrigen Corona-Infektionszahlen bei den Winterspielen in Peking sieht IOC-Präsident Thomas Bach als „großartige Leistung“. Die geschlossene Blase für die Olympia-Beteiligten in China sei „einer der sichersten Orte auf diesem Planeten“, sagte der Chef des Internationalen Olympischen Komitees am Freitag. Bach zufolge lag die Infektionsrate unter den Teilnehmern der Winterspiele bei 0,01 Prozent. „Die Botschaft an die Welt ist: Wenn jeder die Regeln respektiert und seinen Beitrag leistet, kann man sogar ein Ereignis wie Winterspiele während einer Pandemie veranstalten“, sagte Bach.
Am Freitag vermeldeten die Organisatoren eine weitere Infektion mit dem Coronavirus unter den Olympia-Beteiligten. Der Fall sei am Vortag bei einem Ankommenden am Pekinger Flughafen entdeckt worden. In der abgeschlossenen Olympia-Blase gab es dagegen erneut keine neuen Infektion. Seit Beginn der Anreise zu den Winterspielen am 23. Januar stieg die Gesamtzahl der Infektionen damit auf 436. 
Bei den Winterspielen gelten strenge Vorsichtsmaßnahmen. Die Beteiligten dürfen sich nur in „geschlossenen Kreisläufen“ bewegen und sind vom Rest des Landes abgetrennt. Wer sich mit dem Virus angesteckt hat, wird in einem eigens dafür vorgesehenen Hotel isoliert. Während zum Beginn der Spiele zeitweise über 30 Infektionen pro Tag registriert wurden, lag die Zahl neuer Fälle zuletzt stets im niedrigen einstelligen Bereich, was die Organisatoren als Zeichen für die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen werten. (dpa)

Bobfahrerin bei Olympia positiv auf verbotene Substanz getestet

Die Olympischen Winterspiele in Peking haben ihren dritten Doping-Fall. Nach Angaben der Internationalen Test-Agentur (Ita) wurde die ukrainische Bobfahrerin Lidija Hunko positiv auf eine verbotenen Substanz getestet. Die 28-Jährige hatte in der Monobob-Entscheidung am Montag den 20. und letzten Platz belegt, laut Ita war die Probe während des Wettbewerbs in Yanqing entnommen worden. Das Ergebnis der Analyse lag demnach am Freitag vor. Hunko hat laut Ita das Recht, die Verhängung der vorläufigen Sperre vor dem Schiedsgericht des Internationalen Sportgerichtshofs anzufechten und eine Analyse der B-Probe zu verlangen.
Zuvor waren die ukrainische Langläuferin Valentina Kaminska und der iranische Skirennfahrer Hossein Saveh Shemshaki bei einer Dopingkontrolle positiv getestet worden. Für großen Wirbel sorgte bei den Winterspielen zudem die Doping-Affäre um die russische Eiskunstläuferin Kamila Walijewa, die nach dem tagelangen Wirbel um ihre positive Probe Vierte im Damen-Einzel geworden ist. Sie war bereits im Dezember positiv auf ein verbotenes Herzmittel getestet worden. Ihr Dopingvergehen wurde jedoch erst während Olympia in Peking bekannt. (dpa)

Nach Skicross-Drama: Smith erwägt Protest gegen Jury-Entscheidung

Nach dem Skicross-Drama um Daniela Maier will die Schweizerin Fanny Smith nach ihrer verpassten Olympia-Medaille „alle Möglichkeiten prüfen, um die Entscheidung anzufechten“. Dies teilte die 29-Jährige am Freitag (Ortszeit) auf Instagram mit. „Das ist sicherlich der härteste Tag meiner Karriere. Ich kann die Entscheidung der Jury nicht akzeptieren“, schrieb die Vizeweltmeisterin.
Smith war im Skicross-Finale zunächst auf dem dritten Platz ins Ziel gekommen, einen Rang vor Maier. Beim Olympiasieg der Schwedin Sandra Näslund vor der Kanadierin Marielle Thompson wurden von der Jury allerdings nur Gold und Silber sofort bestätigt. Der dritte Platz wurde Smith nach einem minutenlangen Videostudium aberkannt.
Skicross-Renndirektor Klaus Waldner hatte anschließend die Zurückversetzung der Schweizerin verteidigt und als „harte, aber faire Entscheidung“ bezeichnet. Nach Meinung der Jury hatte Smith auf der Zielgeraden ihre deutsche Kontrahentin durch einen Schritt nach links behindert.
Smiths Erfolgschancen im Falle eines Protests werden als sehr gering eingeschätzt. „Die Entscheidung steht“, hatte der Sportliche Leiter, Heli Herth, erklärt. Der Cheftrainer der Schweizer Skicrosser, Ralph Pfäffli, sagte: „Wir haben keine Chance hier noch Einspruch einzulegen, sonst würden die Rennen am grünen Tisch entschieden“. (dpa)

Bericht: IOC-Präsident Bach reist immer noch mit deutschen Diplomatenpässen – Bach wegen fehlender Distanz zu China in der Kritik

Der umstrittene Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach, reist einem Medienbericht zufolge weiterhin mit deutschen Diplomatenpässen. Die „Rheinische Post“ berichtete, dass einer der besonderen Pässe des Sportfunktionärs eine Gültigkeit bis August 2023, der andere bis 2026 habe. Der Verein Lobbycontrol verlangte eine Überprüfung der Vergabe der privilegierten Pässe. Sie würden den Eindruck vermitteln, Bach sei als „Repräsentant der Bundesregierung“ unterwegs.
Diplomatenpässe sind normalerweise nur den Spitzen des Staates, Bundes- und Landesregierungen, Abgeordneten sowie Topbeamten vorbehalten. In Ausnahmefällen vergibt die Bundesregierung sie aber auch an andere Personen.
Der SPD-Politiker Ralf Stegner kritisierte die Diplomatenpässe für Bach ebenfalls. Solche Pässe sollten nicht vergeben werden, „wo private Interessen gegenüber dem öffentlichen Nutzen klar überwiegen und Vorzugsbehandlung in Diktaturen damit gefördert werden“, sagte er der „Rheinischen Post“. Bach war international kritisiert worden, weil er bei den laufenden Olympischen Winterspiele in Peking zu Menschenrechtsverletzungen in China schweigt.
Die Bundesregierung verteidigte indessen die Erteilung der Diplomatenpässe an Bach, der dieses Privileg Berichten zufolge bereits seit 1994 genießt. „Die Förderung der olympischen Bewegung liegt grundsätzlich im besonderen deutschen Interesse und Herr Bach wirbt in seiner Funktion als Präsident des IOC hierfür in einer Vielzahl von Ländern, für die zum Teil erschwerte Reisebestimmungen gelten“, erklärte das Auswärtige Amt der Zeitung zufolge.
Demnach wollte es auch nicht sagen, wie viele Privatpersonen insgesamt über die privilegierten Pässe verfügen: „Eine statistische Auswertung gibt es nicht“, erklärte das Ministerium.
Lobbycontrol überzeugt die Argumentation des Außenministeriums nicht. Es sollte klare Vergabekriterien geben: „Nur auf ein abstraktes, vermeintlich deutsches Interesse zu verweisen, ist nicht ausreichend“, erklärte der Lobbyismus-Experte Timo Lange. (AFP) Weitere Beiträge

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