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Olympische Spiele in Peking : IOC verurteilt Drohungen gegen Reporter im Dopingfall Walijewa

Historisches Gold im Skeleton + Doping-Affäre + Deutsche Biathletinnen gehen leer aus + Snowboard-Superstar White ohne Medaille + Der Olympia-Newsblog.

Olympische Spiele in Peking : IOC verurteilt Drohungen gegen Reporter im Dopingfall Walijewa

Mark Adams sagt: „Es ist nicht hinnehmbar, dass das in Drohungen und Gewalt umschlägt, wenn es denn so war“,Foto: REUTERS/ Phil Noble

Aus deutscher Sicht war die Nacht bei Olympia ruhig, aber dafür könnte der Tag umso spannender werden: Auf der Normalschanze lief es für die Skispringer Karl Geiger und Markus Eisenbichler zwar nicht so gut, dafür ist heute auf der Großschanze noch alles drin. Und auch die Skeletonpilotinnen Hannah Neise und Tina Hermann könnten heute eine Medaille gewinnen (mehr dazu in unserem Olympia-Blog).

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Olympische Spiele in Peking : IOC verurteilt Drohungen gegen Reporter im Dopingfall Walijewa

IOC verurteilt Drohungen

Nach angeblichen Drohungen gegen britische Journalisten wegen ihrer Berichterstattung im Dopingfall der Eiskunstläuferin Kamila Walijewa hat das IOC zur Mäßigung aufgerufen. „Wir sollten alle eine Beruhigungspille nehmen, wie man sagte, als ich jünger war“, sagte Mark Adams, Sprecher des Internationalen Olympischen Komitees, am Samstag bei den Winterspielen in Peking. Zuvor hatten mehrere britische Reporter berichtet, sie seien wegen ihrer Veröffentlichungen zum positiven Dopingtest bei der russischen Team-Olympiasiegerin Walijewa massiv im Internet bedroht und teils auch von Medienvertretern aus Russland attackiert worden.

Da in Walijewa eine 15-Jährige im Zentrum des Falles stehe, gebe es „alle möglichen Streitpunkte“, gab Adams zu bedenken. „Es ist nicht hinnehmbar, dass das in Drohungen und Gewalt umschlägt, wenn es denn so war“, sagte der IOC-Sprecher. Man bitte alle, die Ruhe zu bewahren. „Auch untereinander ist es wichtig, dass wir die olympischen Werte des Respekts beachten“, sagte Adams. 
Der Internationale Sportgerichtshof Cas hat den Eingang der Berufung mittlerweile bestätigt. Wie der Cas mitteilte, werde „in Kürze“ ein Schiedsgericht ernannt, um in der Sache zu entscheiden. Die Entscheidung werde nach einer Anhörung bekanntgegeben.(dpa)
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Medaillenhoffnungen im Langlauf

Im Langlauf hoffen Katherine Sauerbrey, Katharina Hennig, Victoria Carl und Schlussläuferin Sofie Krehl ihre Außenseiter-Chance nutzen zu können und eine Medaille abzuräumen. Zuletzt gelang das vor acht Jahren, als die deutsche Frauenstaffel sich Bronze sicherte. Ex-Weltmeister Erik Lesser hat bei den Olympischen Winterspielen in Peking zumindest einen kleinen Sieg errungen. Weil der Thüringer von Bundestrainer Mark Kirchner nicht für den Sprint der Biathleten am Samstag nominiert wurde, nahm der 33-Jährige am inoffiziellen Massenstart der Reservisten teil – und gewann diesen in Zhangjiakou. „Es ist keine Medaille, aber es ist wenigstens etwas“, schrieb Lesser zu einem Foto bei Instagram. Als Gewinner des Wettbewerbs bekam er einen goldenen Pin angesteckt. (dpa)

Nachholbedarf beim Ski Alpin

Die deutschen Skifahrer und Skifahrerinnen haben bei den Olympischen Spielen Probleme, mit den Top-Nationen mitzuhalten. Ein bisschen Grund für Optimismus gibt es aber trotzdem.

Und wieder Jacobellis

Die deutschen Snowboarder bleiben bei den Winterspielen in China ohne Medaille, auch im Mixed-Team reicht es nicht für das Treppchen. Dafür sichert sich erneut Lindsey Jacobellis aus den USA die Goldmedaille. Die 36-Jährige war bereits im Einzel Olympiasiegerin geworden. Hier nochmal unser Text zu ihr: Christopher Grotheer gewinnt historisches Gold für Deutschland im Skeleton
Nachdem Christopher Grotheer und Axel Jungk bereits in den ersten drei Läufen ganz vorne lagen, konnten sie ihre Führung bis zum Ende halten. Am Ende jubelte der amtierende Weltmeister Grotheer über Gold, Silber schnappte sich Jungk. Bronze ging an Wengang Yan, der China die erste Medaille überhaupt im Skeleton bescherte. 

Doping-Affäre um Kamila Walijewa

Das Image der Olympischen Spiele erhält zusätzliche Kratzer durch eine Doping-Affäre. Im Fall der 15-Jährigen russischen Eiskunstläuferin Kamila Walijewa geht es um mehr als die Einnahme eines verbotenen Mittels.

Grotheer vor erstem Gold im Skeleton

Skeleton-Weltmeister Christopher Grotheer steht vor einem historischen Sieg. Der 29-Jährige könnte der erste deutsche Olympiasieger in dieser Sportart werden. Nach dem dritten Lauf hat der Oberhofer 0,85 Sekunden Vorsprung vor seinem Teamkollegen Axel Jungk. Der Weltcup-Gesamtzweite vom BSC Sachsen Oberbärenburg fuhr am Freitag einen soliden dritten Lauf und hat 23 Hundertstelsekunden Vorsprung vor dem russischen Sotschi-Olympiasieger Alexander Tretjakow, der sich von Rang fünf auf drei verbesserte. (dpa)

Kreml bezieht Stellung zu Walijewa

Der Kreml in Moskau hat Eiskunstlauf-Wunderkind Kamila Walijewa im Doping-Wirbel bei Olympia Mut und Unterstützung zugesprochen. Der Kreml unterstütze die Eiskunstläuferin ohne Wenn und Aber und wolle ihr sagen: „Kamila, versteck nicht dein Gesicht, geh überall von Stolz erfüllt“, sagte Sprecher Dmitri Peskow am Freitag russischen Agenturen zufolge. Womöglich gebe es bei den Doping-Vorwürfen ein „Missverständnis“. Das müsse aufgeklärt werden.

Russland habe volles Vertrauen in die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) und das Internationale Olympische Komitee (IOC) und erwarte eine Klärung des Sachverhalts. Im Fall der 15-Jährigen sollen jetzt die Sportrichter bei Olympia in einem Eilverfahren entscheiden. (dpa)

Eisschnelllauf-Gold mit Weltrekord

Nils van der Poel hat sich bei den Olympischen Winterspielen zum Langstrecken-König von Peking gekrönt. Fünf Tage nach seinem Sieg über 5000 Meter sicherte sich der Schwede am Freitag über 10 000 Meter mit Weltrekord sein zweites Eisschnelllauf-Gold. Der 25-Jährige siegte in 12:30,74 Minuten und unterbot damit im National Speed Skating Oval seine eigene Bestmarke um 2,21 Sekunden. (dpa)

Im Biathlon der Frauen über 7,5 km gehen die deutschen Athletinnen diesmal leer aus. Der Sieg geht an die Norwegerin Marte Olsbu Røiseland, die damit ihr erstes Einzel-Gold feiert. Silber gewinnt die Schwedin Elvira Öberg, über Bronze darf sich Dorothea Wierer aus Italien freuen.
Beste Deutsche ist Vanessa Voigt auf dem 18. Rang, die zwar eine gute Figur am Schießstand machte, in der Loipe aber Schwierigkeiten hatte. Auch Denise Herrmann war nicht zufrieden mit ihrer Leistung und lief auf Platz 22. Franziska Preuß landet im Sprint auf Platz 30, Vanessa Hinz kam als 55. ins Ziel.

Snowboard-Superstar White ohne Medaille

Snowboard-Superstar Shaun White hat bei den Olympischen Winterspielen von Peking im letzten Wettkampf seiner ruhmreichen Karriere eine Medaille knapp verfehlt. Der 35 Jahre alte Amerikaner kam im Halfpipe-Finale am Freitag mit 85,00 Punkten auf den vierten Rang und blieb nach insgesamt dreimal Olympia-Gold ohne weiteres Edelmetall. White stürzte im dritten und letzten Lauf, ihm fehlten 2,25 Zähler auf den Schweizer Jan Scherrer auf dem Bronze-Rang. „Es war super emotional“, sagte White. „Ich wollte eigentlich nicht weinen. Ich bin auch nicht traurig wegen des Resultats. So ist Snowboarden, das kann passieren.“

Der Japaner Ayumu Hirano (96,00 Punkte) folgte dank einer herausragenden Leistung mit höchster Schwierigkeit im letzten Lauf auf White als Olympiasieger. Silber gewann der Australier Scotty James mit 92,50 Punkten.

André Höflich (24) vom SC Kempten wurde mit 76,00 Punkten Achter und egalisierte damit das beste Olympia-Resultat eines männlichen deutschen Snowboarders in der Halfpipe. „Es ist für mich eine riesige Ehre, hier in seinem letzten Finale mit ihm dabei zu sein. Shaun war für mich schon immer ein Vorbild und Idol“, sagte Höflich über White. Vor 16 Jahren hatte Christophe Schmidt bei den Spielen von Turin ebenfalls Platz acht belegt. Bei den Frauen hatte Nicola Thost 1998 in Nagano Gold gewonnen. (dpa)

Ich wollte eigentlich nicht weinen. Ich bin auch nicht traurig wegen des Resultats. So ist Snowboarden, das kann passieren

Shaun White

Biathlon Der Sprint der Frauen über 7,5 km ist vor wenigen Minuten gestartet. Auch die frisch gebackene Olympiasiegerin über 15 km Denise Herrmann ist natürlich mit dabei und als neunte Athletin losgelaufen. Vanessa Voigt geht als 38. ins Feld, Franziska Preuss startet mit der Nummer 73 und Vanessa Hinz ist die letzte deutsche Biathletin an 83. Position. 

Olympische Spiele in Peking : IOC verurteilt Drohungen gegen Reporter im Dopingfall Walijewa

Denise Herrmann möchte auch heute eine Medaille gewinnen.   Bild: Xinhua/imago images

Schweizerin Gut-Behrami holt Olympia-Gold im Super-G 

Die Schweizer Skirennfahrerin Lara Gut-Behrami ist erstmals Olympiasiegerin. Die Weltmeisterin und 34-fache Weltcupsiegerin gewann bei den Winterspielen in China am Freitag den Super-G. Am Montag hatte die 30-Jährige schon Bronze im Riesenslalom geholt. Zweite hinter Gut-Behrami wurde die Österreicherin Mirjam Puchner, Dritte die Schweizerin Michelle Gisin. Die einzige deutsche Starterin, Kira Weidle, fuhr auf Rang 15. In der Abfahrt am kommenden Dienstag ist die Starnbergerin aber deutlich stärker einzuschätzen. Mikaela Shiffrin (USA) erreichte nach ihrem jeweils frühen Aus im Riesenslalom und Slalom diesmal das Ziel und belegte Platz neun.

„Ich versuche, es zu genießen. Aber ich glaube, ich werde noch ein paar Tage brauchen um zu verstehen, was passiert ist“, sagte Gut-Behrami. Das Gold von Yanqing ist die Krönung ihrer Karriere. In ihrer Heimat galt sie einst als Wunderkind. Mit 16 Jahren debütierte die Tessinerin im Weltcup, mit 17 feierte sie ihren ersten Sieg, in der Saison 2015/2016 gewann sie den Gesamtweltcup. Auf den ersten Triumph bei einem Großereignis musste sie allerdings bis zur WM in Cortina d’Ampezzo vor einem Jahr warten. Da gewann sie neben dem Super-G dann auch den Riesenslalom. Diese Saison verpasste sie wegen einer Corona-Infektion fünf Rennen, setzte mit dem Abfahrtssieg in Zauchensee Mitte Januar dann aber wieder ein Ausrufezeichen.

Weidle fand ihre eigene Leistung „okay. Ich kam gut klar, es waren auch viele gute Schwünge dabei“, sagte die 25-Jährige. In der Abfahrt, in der sie vergangenen Februar WM-Zweite wurde, hofft sie auf eine Medaille. Ausnahmefahrerin Shiffrin verspürte angesichts des Fiaskos, das sie in den Tagen zuvor erlebt hatte, „Erleichterung“. (dpa)

Guter Start für die deutschen Skeletonpilotinnen

Den deutschen Skeletonpilotinnen ist beim olympischen Rennen ein vielversprechender Start im Kampf um die Medaillen gelungen. Nach zwei von vier Läufen liegt das Trio aus Hannah Neise, Tina Hermann und Jacqueline Lölling auf den Plätzen zwei, drei und fünf. Olympia-Debütantin Neise aus Winterberg hat als Zweite 0,21 Sekunden Rückstand auf die führende Australierin Jaclyn Narracott. Weltmeisterin Tina Hermann vom WSV Königssee fuhr am Freitag auf Rang drei und liegt nur zwei Hundertstelsekunden hinter Neise.

Die Olympia-Zweite von Pyeongchang, Jacqueline Lölling von der RSG Hochsauerland, fuhr vor den beiden entscheidenden Läufen am Samstag auf den fünften Rang und weist einen Rückstand von 0,38 Sekunden auf Narracott auf. Vierte wurde die Chinesin Zhao Dan. Die Entscheidung im Medaillenkampf fällt im vierten Lauf am Samstag (14.55 Uhr MEZ). (dpa) Das Russische Olympische Komitee (ROC) hält das Vorgehen der Sportbehörden im Dopingfall der Team-Olympiasiegerin Kamila Walijewa für nicht rechtens und will um das gewonnene Gold kämpfen. „Die Dopingkontrolle eines positiv getesteten Athleten gilt nicht für den Zeitraum der Olympischen Spiele“, hieß es in einer am Freitag in Peking verbreiteten Erklärung von ROC.

Außerdem habe Walijewa nach dem positiven Test am 25. Dezember 2021 auf das verbotene Mittel Trimetazidin bei den nationalen Titelkämpfen in St. Petersburg wiederholt Dopingkontrollen bestanden – unter anderem bereits in Peking während des Teamwettbewerbs. „Alle Ergebnisse sind negativ gewesen“, bekräftigte das ROC. Die Russen hatten Olympia-Gold vor den USA und Japan gewonnen.

Zudem wies das ROC darauf hin, dass bei der EM im Januar ein Dopingtest der Europameisterin ebenso negativ ausgefallen sei, wie einer von ihr während der Olympischen Spiele. Das ROC sei erst einen Tag nach den Olympia-Auftritten der 15-jährigen Ausnahmeläuferin im Kurzprogramm und in der Kür von ihrer vorläufigen Suspendierung durch die Anti-Doping-Agentur des Landes (Rusada) informiert worden. (dpa)

Dopingfall Walijewa: IOC drängt auf schnelles Urteil 

Im Doping-Wirbel um die russische Eiskunstläuferin Kamila Walijewa drängt das Internationale Olympische Komitee auf eine schnelle Entscheidung der Sportrichter. „Wir wollen das so sehr beschleunigen wie möglich“, sagte IOC-Sprecher Mark Adams am Freitag bei den Winterspielen in Peking. Die 15 Jahre alte Walijewa war Ende Dezember positiv auf eine verbotene Substanz getestet worden, die Russische Anti-Doping-Agentur hatte ihre vorläufige Sperre jedoch aufgehoben. Bei Olympia in China gewann Walijewa mit dem russischen Team Gold im Mannschaftswettbewerb vor den USA und Japan.

Im Auftrag des IOC geht die Internationale Test-Agentur Ita gegen die Aufhebung der Suspendierung vor. „Wir arbeiten so schnell, wie es unter den Umständen geht“, sagte Adams. Das IOC hofft auf eine Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs Cas noch vor Beginn des Einzel-Wettbewerbs der Damen am 15. Februar, in dem Europameisterin Walijewa die Topfavoritin ist. „Diese Fälle sind für die Spiele nicht hilfreich“, räumte Adams ein.

Der IOC-Sprecher warnte vor „wilden Spekulationen“ in der Sache, zumal Walijewa minderjährig sei. „Juristische Fälle können sehr schwierig sein, aber es ist sehr wichtig, dass die Leute volle Gerechtigkeit bekommen“, betonte Adams. (dpa)

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