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Ohne weitere Corona-Hilfen : Flixmobility-Chef warnt vor stillstehenden Zügen

Angesichts der Coronakrise muss die Schienenmaut rasch dauerhaft sinken, fordert André Schwämmlein. Die Flixbusse will er möglichst viel fahren lassen.

Ohne weitere Corona-Hilfen : Flixmobility-Chef warnt vor stillstehenden Zügen

Fordert eine dauerhaft niedrigere Schienenmaut: Flixmobility-Chef André SchwämmleinFoto: Christian Charisius/dpa

Flixmobility-Chef André Schwämmlein warnt davor, dass die Züge seines Unternehmens wegen des starken Pandemie-Geschehens erneut stillstehen könnten. Ob Flixtrain auch 2022 mit dem vollen Angebot unterwegs sei, „hängt auch von den Trassenpreisen ab“, sagte Schwämmlein Tagesspiegel Background.

Der Bund hat diese Benutzungsgebühren für das Schienennetz im Fernverkehr derzeit um 98 Prozent gesenkt, um die Bahnunternehmen während der Corona-Pandemie zu unterstützen. Ab Januar 2022 sollen die Trassenpreise allerdings wieder steigen und in einem zweiten Schritt im Juni 2022 noch einmal. 

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 „Das ist angesichts der derzeit unterdrückten Nachfrage natürlich ein Damoklesschwert“, sagte Schwämmlein. Er hoffe, dass eine dauerhafte Senkung der Trassenpreise beim zukünftigen Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) „ganz oben auf dem Stapel liegt“.

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Im Busverkehr versuche Flixmobility, „auch bei einem starken wirtschaftlichen Risiko“ soviel wie möglich zu fahren, „damit unsere Partner Einnahmen generieren können“, betonte Schwämmlein. „Wenn die Pandemie unser Geschäft allerdings unmöglich macht“, müsse erneut der Staat für die Schäden der zumeist mittelständischen Busbetreiber aufkommen. „Wir können das nicht leisten, eine ganze Branche zu stabilisieren“, sagte Schwämmlein.

Für die Zeit nach der Pandemie bereitet Flixmobility der Fahrermangel zunehmend Sorgen. „Wir sehen in fast allen Ländern, dass Fahrer fehlen“, sagte Schwämmlein. „Wenn wir nächstes Jahr das Netz wieder ausbauen wollen, wird das eine große Aufgabe werden, die nötigen Fahrer zu finden.“

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