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Miterfinder des „Tatort“ Schimanski : Drehbuchautor Felix Huby im Alter von 83 Jahren gestorben

Er erfand Tatort-Kommissare wie „Bienzle“, „Palu“, „Schimmi“ oder auch die Serie ein „Bayer auf Rügen“: Huby war einer der erfolgreichsten Drehbuchautoren.

Miterfinder des „Tatort“ Schimanski : Drehbuchautor Felix Huby im Alter von 83 Jahren gestorben

Felix Huby erlag einer schweren Krankheit.Foto: Imago/Andre Poling

Felix Huby, einer der erfolgreichsten deutschen Drehbuchautoren, ist tot. Er starb am Freitag in Berlin nach schwerer Krankheit im Alter von 83 Jahren. Berichte der „Stuttgarter Zeitung“ und der „Stuttgarter Nachrichten“ bestätigte der Filmproduzent Zoran Solomun der Deutschen Presse-Agentur am Samstag unter Berufung auf Hubys Sohn.

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Huby war Erfinder der „Tatort“-Kommissare Ernst Bienzle, Max Palu sowie Mit-Erfinder des Duisburger „Tatort“-Kommissars Horst Schimanski und Autor der Erfolgsserien „Oh Gott, Herr Pfarrer“ und „Ein Bayer auf Rügen“.

Er wurde 1938 als Eberhard Hungerbühler in Dettenhausen bei Tübingen geboren. Nach einem Volontariat arbeitete er als Redakteur bei der „Schwäbischen Donau-Zeitung“. Von 1972 bis 1979 war Huby „Spiegel“-Korrespondent für Baden-Württemberg und berichtete auch über die RAF-Prozesse in Stuttgart. Aus seinen Recherchen ging sein erster Roman „Der Atomkrieg in Weihersbronn“ hervor. Im Anschluss verfasste er zahlreiche erfolgreiche Drehbücher.

Zu seinen Ehrungen gehören der Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg, der Robert-Geisendörfer-Preis der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Berliner Krimipreis sowie 2006 die „Goldene Romy“ für das beste Drehbuch des Jahres. 2016 wurde ihm der Ehrenpreis der Baden-Württembergischen Filmschau verliehen. SWR-Intendant Kai Gniffke nannte Huby „einen der prägenden Autoren der deutschen Fernsehkultur“. „Er hat es in unvergleichlicher Art verstanden, das Lebensgefühl der Menschen in spannende und heitere Geschichten zu fassen“, sagte der Intendant. (epd, dpa)

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