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MeToo in Hollywood : Maria Schrader verfilmt Bestseller „She Said“ zum Weinstein-Skandal

Das Buch erzählt von den Recherchen zum großen MeToo-Fall. Nun wird es verfilmt, unter Regie von Maria Schrader. Sie nennt es eine Ehre und eine Herausforderung.

MeToo in Hollywood : Maria Schrader verfilmt Bestseller "She Said" zum Weinstein-Skandal

Die Schauspielerin und Regisseurin Maria Schrader bei den UFA Filmnächten, 2018.Foto: Jens Kalaene/dpa

Der „New York Times“-Bestseller „She Said – Breaking the Sexual Harassment Story That Helped Ignite a Movement“ wird verfilmt. In dem Buch erzählen die Reporterinnen Megan Twohey und Jodi Kantor die Geschichte hinter ihren Recherchen zum Weinstein-Skandal. Die Verfilmung soll noch diesen Sommer in Produktion gehen.

Regie führt die deutsche „Unorthodox“-Regisseurin Maria Schrader, es ist die erste US-Produktion der in Berlin lebenden Filmemacherin und Schauspielerin. Sie freue sich sehr über diese Herausforderung, sagte Schrader. „Was die beiden Reporterinnen Megan Twohey und Jodi Kantor vor vier Jahren aufgedeckt haben, hat unsere gesamte Gesellschaft nachhaltig verändert.“ Die 55-Jährige nennt es eine große Freude und Ehre, dass ihr die Regie bei diesem Projekt angeboten wurde.

Das Drehbuch stammt aus der Feder von Oscar-Preisträgerin Rebecca Lenkiewicz. Die Schauspielerinnen Carey Mulligan und Zoe Kazan sollen Twohey und Kantor spielen. Im Vordergrund des Films stünden aber nicht Weinstein oder der Skandal, heißt es in einer Pressemitteilung, sondern die Recherchen der Journalistinnen und ihr Kampf um die Wahrheit. Als Vorbild dienten Dramen wie „Spotlight“.

Twohey und Kantor deckten im Oktober 2017 mit einer Reihe von Artikeln in der „New York Times“ einen der größten Hollywood-Skandale der letzten Jahre auf. Sie dokumentierten sexuelle Übergriffe gegen Frauen durch den Filmproduzenten Harvey Weinstein sowie Einschüchterungsversuche, beispielsweise mittels Schweigegeldzahlungen.

Die Veröffentlichung führte nicht nur dazu, dass Weinstein vom TWC-Vorstand gefeuert, schließlich für schuldig befunden und zu 23 Jahren Gefängnis wegen Vergewaltigung verurteilt wurde. Sie gab auch den Anstoß für die #MeToo- und #TimesUp-Bewegungen.

Maria Schrader ist mit ihrer vierten Regiearbeit, der romantischen Sci-Fi-Komödie „Ich bin dein Mensch“ gerade bei der Sommer-Berlinale vertreten. Ihr Film läuft im Wettbewerb und gewann einen Silbernen Bären für Hauptdarstellerin Maren Eggert. Für ihre Netflix-Miniserie „Unorthodox“ wurde sie letztes Jahr unter anderem mit einem Emmy ausgezeichnet. (Tsp)

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