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Messerattacke in Zug bei Aachen : Ermittler sehen keine Hinweise auf islamistischen Hintergrund

Ein Mann hatte am frühen Morgen in einem Zug fünf Menschen mit einem Messer verletzt. Mitreisende überwältigten den Angreifer.

Messerattacke in Zug bei Aachen : Ermittler sehen keine Hinweise auf islamistischen Hintergrund

Ein Mann hat in einer Regionalbahn bei Aachen am Freitagmorgen mit einem Messer auf Reisende eingestochen und mindestens drei…Foto: Ralf Roeger/dpa

Nach der Amoktat mit sechs Verletzten in einer Regionalbahn bei Aachen zeichnet sich nach Angaben der Ermittler bislang kein islamistisches Motiv ab. „Für ein islamistisches Motiv der Tat haben wir bislang nichts Belastbares“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Aachen am Freitagabend der Deutschen Presse-Agentur.

Es gebe aber Anhaltspunkte, die die Schuldfähigkeit des Verdächtigen infrage stellen. Deswegen werde diese nun geprüft. Ermittelt werde wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Spätestens an diesem Samstag werde entschieden, ob gegen den Mann Haftbefehl oder etwa die Unterbringung in einer Psychiatrie beantragt wird.

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Bei dem Festgenommenen handele es sich um einen 31-jährigen Mann, der im Irak geboren wurde, seine Staatsangehörigkeit sei weiter unklar. Bei der Attacke am Freitagmorgen waren fünf Menschen und der Angreifer verletzt worden. Der Mann war 2017 nach einem Hinweis aus dem Flüchtlingsheim, in dem er untergebracht war, als „Prüffall Islamismus“ eingestuft worden.

Der Angreifer habe „wahllos und willkürlich“ auf Passagiere eingestochen, Opfer und Täter hätten in keiner Beziehung zueinander gestanden, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Freitag. Die Opfer erlitten Schnittwunden, einer eine Stichwunde. Vier Reisende kamen in ein Krankenhaus, Lebensgefahr habe nicht bestanden.

Es handele sich um „eine grausame Tat, die in einem Akt enormen Mutes gestoppt werden konnte“, sagte der Minister weiter. Demnach war der Täter von einem 60 Jahre alten Bundespolizisten, der sich zufällig im Zug befand, und mithilfe zweier weiterer Passagiere gelungen, den Angreifer zu überwältigen. In der Bahn hätten sich etwa 270 Fahrgäste befunden.

Nach ersten Ermittlungen hatte der Mann in der Euregiobahn RE4 gegen 7.40 Uhr kurz nach der Ausfahrt aus dem Bahnhof Herzogenrath das Messer gezogen und die Mitreisenden verletzt. Die Bahnstrecke war daraufhin gesperrt worden. (dpa)

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