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Mehrheit für Verkauf von Anteilen : Tesla-Aktie fällt stark nach Musk-Abstimmung auf Twitter

Elon Musk ließ Twitter-Nutzer über den Verkauf eines Teils seiner Tesla-Anteile abstimmen. Eine Mehrheit ist dafür. Das brachte die Aktie in Schwingung.

Mehrheit für Verkauf von Anteilen : Tesla-Aktie fällt stark nach Musk-Abstimmung auf Twitter

Tesla-CEO Elon Musk will Aktien verkaufenFoto: REUTERS/Patrick Pleul

Tesla-Chef Elon Musk hat mit seinem Votum auf Twitter zu einem Anteilsverkauf für eine Verkaufswelle gesorgt und die Aktie des Elektroautobauers ins Taumeln gebracht. In der Spitze brachen Tesla-Aktien um rund 8 Prozent ein, reduzierten im Handelsverlauf aber ihre Verluste.

Musk hatte sich am Wochenende von Twitter-Nutzern dazu verpflichten lassen, für höhere Steuerzahlungen ein Zehntel seines Anteils am Elektroauto-Hersteller zu verkaufen. Von den 3,5 Millionen Nutzern, die mitmachten, stimmten fast 58 Prozent dafür.

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„Die Mehrheit hat für den Verkauf gestimmt, was effektiv signalisiert, dass er seine Aktien auf dem Markt abstoßen wird“, sagte Russ Mould, Investmentexperte bei AJ Bell. Anleger könnten nun versuchen vor Musk zu verkaufen, um Tesla-Aktien dann möglicherweise zu einem niedrigeren Preis zurückzukaufen.

Elon Musk ist reichster Mensch der Welt

Als mit Abstand reichster Mensch der Welt sah sich der 50-Jährige zuletzt verstärkt mit Forderungen konfrontiert, mehr zur Lösung der Probleme der Welt beizutragen und mehr Steuern zu zahlen. Der Wert von Musks Vermögen ist in den vergangenen Monaten zwar mit dem steten Kursanstieg der Tesla-Aktie zumindest auf dem Papier stark gewachsen. Steuern werden nach den aktuellen Regeln aber erst fällig, wenn er die Kursgewinne durch einen Verkauf einstreicht.

Musk erklärte bei Twitter zum Start der Umfrage, da er kein Gehalt oder Bonuszahlungen bekomme, seien Aktienverkäufe für ihn die einzige Möglichkeit, Steuern zu zahlen. Er werde sich an das Ergebnis der Twitter-Abstimmung halten, egal wie es ausfalle, versicherte er.

Musk machte keine Angaben dazu, wie schnell er das Aktienpaket abstoßen würde. Für Aktienverkäufe von Top-Managern gibt es in den USA oft vorher vereinbarte Zeitpläne. Musk hatte bereits im September von Aktienverkäufen gesprochen.

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Unter anderem in den USA wird aktuell viel über eine Reform des Steuersystems diskutiert, die schon beim Vermögen ansetzen könnte. Musk nahm bei Twitter Bezug darauf: „Zuletzt wurden unrealisierte Gewinne oft als Weg zur Steuervermeidung bezeichnet, also schlage ich vor, zehn Prozent meiner Tesla-Aktien zu verkaufen.“

Zehn Prozent der Tesla-Aktien wären rund 18,1 Milliarden Euro wert

Nach Berechnungen des Finanzdienstes Bloomberg würde das Paket 80 Prozent des durchschnittlichen täglichen Handelsvolumens von Tesla-Aktien entsprechen. Basierend auf den 170,5 Millionen Aktien, die bei Musk liegen, wären die zehn Prozent zum aktuellen Kurs rund 21 Milliarden Dollar (etwa 18,1 Milliarden Euro) wert. Bloomberg berechnet Musks Gesamtvermögen in seiner Milliardärsliste mit insgesamt 338 Milliarden Dollar. Der Starunternehmer hält auch einen hohen Anteil an der Raumfahrtfirma SpaceX.

Erst vor wenigen Tagen hatte sich Musk eine Twitter-Debatte mit dem Chef des US-Welternährungsprogramms, David Beasley, geliefert. Nachdem Beasley den Milliardär um Unterstützung im Kampf gegen den Hunger bat, forderte Musk ihn auf, zunächst detaillierte Informationen zu den Ausgaben zu veröffentlichen, „damit die Leute sehen können, wohin genau das Geld geht“. (Tsp, dpa, Reuters)

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