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Masterplan für Berlins Wasserversorgung : Senat denkt über Trinkwasser-Rationierung bei Trockenheit nach

Um das Grundwasser zu schützen, will der Senat notfalls die Trinkwasserentnahme begrenzen. Die Maßnahme ist Teil eines neuen Masterplans der Umweltverwaltung.

Masterplan für Berlins Wasserversorgung : Senat denkt über Trinkwasser-Rationierung bei Trockenheit nach

Wasser soll in Berlin künftig effizienter genutzt werden.Foto: Jörg Carstensen/dpa

Um Berlins Grundwasserreserven zu schützen, könnte das Land künftig den Wasserverbrauch der Haushalte rationieren. Die Beschränkung soll eine der Maßnahmen für den neuen Masterplan Wasser sein, den der Senat derzeit erarbeitet.

„Wir müssen über Entnahmebegrenzungen zu Niedrigwasserzeiten nachdenken“, sagte Frauke Bathe aus der Senatsumweltverwaltung am Montagabend im Rahmen der Gesprächsreihe „Wasser bewegt Berlin“ der Stiftung Zukunft Berlin.

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Demnach soll das neue Planwerk mehr als 30 Maßnahmen enthalten, um den Wasserverbrauch in der Hauptstadt zu senken. So soll sichergestellt werden, dass auch dann noch etwas aus dem Hahn tropft, wenn die Regenmengen angesichts des Klimawandels sinken und Spree und Havel weniger Wasser in die Stadt bringen.

Der Masterplan befinde sich derzeit in der Ressortabstimmung mit den anderen Senatsverwaltungen und soll anschließend veröffentlicht werden, sagte Bathe. Unter anderem will das Land so die Verbrauchsspitzen zu bestimmten Tages- und Jahreszeiten senken.

Aber auch insgesamt sollen die Berliner in Zukunft weniger von der kostbaren Flüssigkeit nutzen. „Wir wollen noch in diesem Jahr erste Kampagnen starten mit einem Fokus auf die Haushalte. Da sind wir in engen Gesprächen mit den Berliner Wasserbetrieben“, sagte Bathe.

Künstliche Speicherung des Grundwassers und Fernwasserversorgung

Neben einer Senkung des Verbrauchs will der Senat das in und um Berlin vorhandene Wasser besser nutzen als heute. Dafür soll unter anderem Grundwasser künstlich gespeichert werden. Auch der Regen soll künftig dezentral aufgefangen werden und nicht gleich im Abfluss verschwinden. Das Konzept dazu heißt „Schwammstadt“.

[Lesen Sie mehr bei Tagesspiegel Plus: Konzept Schwammstadt: Wie Berlin sich auf Starkregen und Dürre zugleich vorbereitet]

Auch eine Fernwasserversorgung müsse geprüft werden, würden die Reserven des Grundwassers zu stark angezapft, erklärte Bathe. Dass dies bereits heute der Fall sein könnte, zeigten Szenarien aus Untersuchungen, die die Umweltverwaltung durchgeführt hat. Daneben sollen auch stillgelegte Wasserwerke reaktiviert werden, um für genügend Vorrat in den Rohren zu sorgen.

Anders als andere Städte versorgt sich Berlin bislang größtenteils lokal mit Wasser. Weite Zulieferungen sind derzeit nicht nötig. Aktuell stammen rund ein Drittel der nötigen Mengen aus dem Grundwasser. Der Großteil kommt mit zwei Dritteln aus dem Uferfiltrat. Dieses sickert nahe den Berliner Seen in die Brunnen der Berliner Wasserbetriebe.

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Zwar ist Berlins Trinkwasserversorgung zurzeit gesichert. Zugleich kämpft die ganze Metropolregion jedoch immer häufiger mit ausbleibenden Regenfällen, die auch wegen der weitverbreiteten Sandböden kaum gehalten werden.

Am Montag fielen die ersten Tropfen seit Wochen Himmel über Berlin. Eine bitter nötige Abwechslung: Wochenlang hatte es zuletzt in Berlin und Brandenburg nicht geregnet.

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