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Maolida ein Herthaner – «wird Spiel nach vorne bereichern»

Myziane Maolida ist nun ein Berliner. Der 22 Jahre alte Franzose hat beim Fußball-Bundesligisten Hertha BSC einen Vertrag unterschrieben. Vier Jahre, bis Ende Juni 2025 ist er gültig. Die Erwartungen sind groß. «Meine Stärken liegen dabei ganz klar in der Offensive, ich bereite gerne Treffer vor und schieße aber natürlich auch selbst Tore», warb der Franzose in einem Interview am Dienstag auf der Hertha-Homepage gleich mal für sich.

Maolida ein Herthaner - «wird Spiel nach vorne bereichern»

© dpa

Fredi Bobic, Geschäftsführer Sport von Hertha BSC, justiert vor dem Interview den Ohrhörer.

Der Offensivspieler, der sich vor allem auf der linken Seite besonders wohl fühlt, spielte zuletzt bei OGC Nizza. Bei der Entscheidung für den deutschen Hauptstadt-Club spielte auch ein Landsmann und Ex-Herthaner eine Rolle. Er habe vorher mit Mattéo Guendouzi gesprochen, «er hat mir ausschließlich gute Sachen über den Club und das Umfeld gesagt. Er ist der Meinung, dass ich sehr gut zu Hertha passe und hier sehr gut aufgehoben bin.» Das denkt auch der für den Kader zuständige und verantwortliche Fredi Bobic. «In Myziane erhalten wir unsere anvisierte Verstärkung für die Flügelposition und damit weitere Flexibilität im Offensivbereich», sagte der neue Hertha-Geschäftsführer in einer Mitteilung: «Mit seiner Schnelligkeit und seinen Qualitäten am Ball wird er unser Spiel nach vorne definitiv bereichern.» Eine Investition in die Zukunft. Maolida ist der achte Neuzugang des Berliner Vereins, dessen Neuanfang mit der Ankunft unter anderem von Bobic bisher wenig aufbauend verlief. Nach drei Niederlagen an den ersten drei Spieltagen ist Hertha Letzter in der Bundesliga. Trainer Pal Dardai bot nach der 0:5-Klatsche zuletzt gegen den FC Bayern München praktisch schon seinen Rücktritt an. Unter Bobic soll ein Kader zusammengestellt werden, der sich auch durch Geschlossenheit und Identifikation mit dem Verein auszeichnen soll. Für Extravaganzen soll kein Platz sein. Von Spielern wie Matheus Cunha, der für angeblich 30 Millionen zu Atletico Madrid wechselte, oder Jhon Cordoba, für den FK Krasnodar 20 Millionen überwiesen haben soll, aber auch den erst am Montag an den Liga-Primus VfL Wolfsburg verliehenen Dodi Lukebakio trennte sich Hertha. Um ihn habe sich der Verein «intensiv» bemüht, betonte Maolida, das habe ihm imponiert. Über vertragliche Details, die über die Laufzeit hinausgehen, machten die Berliner und er selbst keine Angaben. Maolida spielte zunächst bei Olympique Lyon, ehe er im Sommer 2018 für angeblich 10 Millionen Euro nach Nizza wechselte. Auf seine Pflichtspiel-Premiere bei der Hertha hofft er schon bald. Dass er während der Länderspielpause wechselte, sei dabei «schon ein großer Vorteil. Nun habe ich zwei komplette Trainingswochen Zeit, um meine neuen Mitspieler kennenzulernen, mich zu akklimatisieren und mich im Team zu integrieren. Mein Ziel ist es, für das Spiel in Bochum bestmöglich vorbereitet zu sein.» Bei dem Aufsteiger muss Hertha am 12. September ran – und unbedingt punkten.

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