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Mädchen wohl wieder bei leiblichen Eltern : Polizei prüft nach Verschwinden von Elfjähriger Verbindung zu Sekte

Ein elfjähriges Mädchen verschwand am Samstag in Bayern. Sie soll sich bei einer Sekte aufgehalten haben, die das Prügeln von Kindern als angemessen betrachtet.

Mädchen wohl wieder bei leiblichen Eltern : Polizei prüft nach Verschwinden von Elfjähriger Verbindung zu Sekte

Die Polizei ermittelt nach dem Verschwinden eines elfjährigen Mädchen in Bayern auch in Richtung einer Sekte.Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Nach dem Verschwinden eines elfjährigen Mädchens in Schwaben gibt es Hinweise, dass das Kind im Umfeld der umstrittenen Sekte „Zwölf Stämme“ ist. Es sei bei dem Pflegevater eine E-Mail eines Absenders eingegangen, der mutmaßlich der Sekte zuzuordnen sei, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Mehrere Medien hatten über die E-Mail zuvor berichtet. Demnach soll sich die Elfjährige nun wieder bei ihren leiblichen Eltern aufhalten.

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Der Sprecher des Polizeipräsidiums in Augsburg sagte, die Mail müsse noch überprüft werden, ob sie authentisch sei. Bereits am Wochenende war darüber spekuliert worden, dass die den „Zwölf Stämmen“ zugeordneten Eltern mit dem Verschwinden des Kindes etwas zu tun haben könnten. Das Kind war am Samstag beim Joggen in Holzheim verschwunden und nicht mehr nach Hause zurückgekehrt.

Die „Zwölf Stämme“ waren früher im nordschwäbischen Klosterzimmern bei Deiningen angesiedelt. Die Sekte kam immer wieder in die Schlagzeilen, weil sie das Prügeln von Kindern als angemessene Erziehungsmethode betrachtet. Vor acht Jahren hatten dann die Behörden 40 Jungen und Mädchen aus der Gemeinschaft geholt und bei Pflegefamilien untergebracht. Die „Zwölf Stämme“ siedelten daraufhin nach Tschechien um. (dpa)

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