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Krise in der katholischen Kirche : Kölner Kardinal Woelki bleibt im Amt

Papst Franziskus hat entscheiden, dass der Kölner Kardinal sein Amt behält. Allerdings nimmt Woelki eine längere Auszeit.

Krise in der katholischen Kirche : Kölner Kardinal Woelki bleibt im Amt

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki.Foto: Geisler-Fotopress

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki bleibt im Amt. Diese Entscheidung von Papst Franziskus verlautete am Freitag aus Kirchenkreisen. Allerdings nehme Woelki auf eigenen Wunsch eine Auszeit von Mitte Oktober bis zu Beginn der Fastenzeit im kommenden Jahr.

Die Diözese am Rhein wird seit gut einem Jahr von einer Vertrauenskrise erschüttert. Der Unmut über den Erzbischof war gewachsen, nachdem er ein Gutachten über den Umgang mit Fällen sexualisierter Gewalt mit Verweis auf rechtliche Gründe stornierte. Es wuchs der Eindruck, Woelki wolle etwas vertuschen. Ein zweites Gutachten, das kirchlichen Führungskräften 75 Pflichtverletzungen im Umgang mit Fällen sexualisierter Gewalt nachweist, brachte keine Befriedung.

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Woelki selbst wurde juristisch entlastet. Doch diese Freisprechung stieß nicht auf Akzeptanz. Vielmehr appellierten Kritiker an ihn, gerade auch als langjähriger Vertrauter des früheren Kölner Kardinals Joachim Meisner moralische Verantwortung für das System zu übernehmen. Einen Rücktritt lehnte Woelki mehrfach ab.

Mitte Juni schickte Papst Franziskus zwei Gesandte nach Köln, um die Situation vor Ort zu überprüfen. Dabei ging es auch um die Rolle weiterer Verantwortungsträger, etwa des Hamburger Erzbischofs Stefan Heße (55), der seinen Rücktritt angeboten hatte. Vergangene Woche lehnte der Papst dieses Gesuch ab. (dpa, KNA)

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