The latest news, top headlines

Kretschmann kritisiert Baerbock : „Wer Kanzler werden will, muss Politik für alle machen“

Annalena Baerbock habe als Kanzlerkandidatin nicht die breite Bevölkerung angesprochen, kritisiert Winfried Kretschmann. So seien die Grünen gescheitert.

Kretschmann kritisiert Baerbock : „Wer Kanzler werden will, muss Politik für alle machen“

Der baden-württembergisch Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne).Foto: dpa/Bernd Weißbrod

Nach dem verpassten Erfolg der Grünen bei der Bundestagswahl sieht Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Gründe auch bei Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. „Wenn Sie Ministerpräsident oder Kanzler werden wollen, müssen Sie Politik für alle machen. Wenn Sie das höchste Amt anstreben, müssen Sie nicht nur für Ihre eigene Anhängerschaft ein Angebot machen, sondern für alle“, sagte der einzige Ministerpräsident der Grünen nach Angaben der „Schwäbischen Zeitung“ während einer Delegationsreise im britischen Oxford.

„Da kann man nicht nur die Lieder der eigenen Partei singen. Ich glaube, das ist nicht gelungen.“ Er verwies demnach auf SPD-Spitzenkandidat und Wahlsieger Olaf Scholz und sagte: „Oder Sie singen überhaupt keine Lieder, wie der Scholz das klugerweise gemacht hat.“

[Wenn Sie aktuelle Nachrichten aus Berlin, Deutschland und der Welt live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.]

Die Grünen hatten im Wahlkampf in Umfragen bei um die 20 Prozent der Stimmen gependelt, letztlich bei der Wahl Ende September aber nur 14,8 Prozent erzielt. Grünen-Chefin Baerbock war zwischenzeitlich unter anderem wegen Plagiatsvorwürfen in die Kritik geraten. Die SPD wurde stärkste Kraft mit 25,7 Prozent. Sozialdemokraten, Grüne und FDP verhandeln derzeit über die Bildung einer gemeinsamen Regierung.

Kretschmann sagte dem Bericht zufolge vor Studenten: „Erstmal sind wir krachend gescheitert.“ Die Analyse des Wahlergebnisses sei längst nicht abgeschlossen. „Die Gründe werden wir vielleicht analysieren, vielleicht auch nicht“, zitierte ihn die Zeitung aus Ravensburg. Parteien seien an ehrlichen Analysen nicht zwingend interessiert. (dpa)

Der neue Morgenlage-Newsletter: Jetzt gratis anmelden!

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.