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Jetzt klappt’s doch : Ab Montag dürfen Fahrgäste in BVG-Bussen wieder vorne einsteigen

Die Berliner Verkehrsbetriebe geben die wegen Corona geschlossenen Vordertüren frei. Tickets können ab Montag zudem kontaktlos gekauft werden.

Jetzt klappt’s doch : Ab Montag dürfen Fahrgäste in BVG-Bussen wieder vorne einsteigen

Statt der provisorisch abgesperrten Fahrerbereiche haben die rund 1400 Busse der BVG jetzt Corona-Schutzscheiben am Fahrerplatz.Foto: imago images/Jürgen Ritter

Was im April kurzfristig am Protest der Gewerkschaft Verdi gescheitert war, klappt jetzt doch: Von Montag an sollen in den BVG-Bussen auch wieder die vorderen Türen benutzt werden dürfen, die seit Beginn der Corona-Pandemie vor 16 Monaten verschlossen bleiben, um die Fahrerinnen und Fahrer zu schützen. Jetzt haben sich Vorstand und Personalvertretungen des Berliner Landesunternehmens geeinigt.

Messungen am Fahrerarbeitsplatz der verschiedenen Bustypen hatten laut BVG keine erhöhte Aerosolkonzentration in der Luft ergeben. Außerdem sind inzwischen alle regulär eingesetzten Busse mit Trennscheiben am Fahrerplatz bestückt. 2,1 Millionen Euro hat die BVG nach eigener Auskunft dafür investiert.

Die BVG verspricht sich von der Neuregelung eine stärkere Durchlüftung der Busse und eine bessere Verteilung der Fahrgäste. Mit gültigem Ticket darf auch weiterhin hinten eingestiegen werden. Laut BVG ist „die Maskendisziplin seit Monaten konstant hoch und liegt täglich im Bereich von 97 bis 99 Prozent“.

Eine Änderung gibt es auch beim Bezahlen: Der im März 2020 gestoppte Ticketverkauf mit Bargeld beim Fahrer bleibt eingestellt, aber in den rund 1400 Bussen wurden Terminals zum kontakt- und bargeldlosen Fahrscheinkauf installiert.

BVG-Chefin Eva Kreienkamp spricht von einem „wichtigen Schritt in die Zukunft“. Bezahlt werden kann mit EC- und Kreditkarte sowie per Smartphone mit Apple- und Google-Pay.

Versuch soll zeigen, wie sich das neue Bezahlangebot auf die Pünktlichkeit auswirkt

Voraussetzung ist, dass die Karten NFC-tauglich sind (das Kürzel steht für Near Field Communication), also kontaktlose Zahlung erlauben. Ein Funkwellen-Symbol auf der Karte zeigt das an.

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In dem Pilotversuch zum kontaktlosen Ticketkauf, der ebenfalls am kommenden Montag startet, soll beobachtet werden, wie sich das – mutmaßlich schneller als Bargeldzahlung abzuwickelnde – Bezahlangebot auf die Pünktlichkeit der Busse auswirkt. Um das Pilotprojekt aus Dauerlösung zu etablieren, sei ein Antrag bei der Tarifgenehmigungsbehörde notwendig.

Parallel arbeitet die BVG an einem neuen Bezahlmodell mit individuell aufladbaren Guthabenkarten. Laut BVG-Sprecher Markus Falkner soll dieses Angebot möglichst noch im Sommer starten, aber vorher seien technische Details zu klären.

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