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Jetzt 22 Tote und nur noch 126 Vermisste : Wohnhaus in Miami soll nach Teileinsturz abgerissen werden

Die Zahl der Toten nach dem Hauseinsturz in Miami ist auf 22 gestiegen. Unter den Opfern ist auch die siebenjährige Tochter eines Feuerwehrmannes.

Jetzt 22 Tote und nur noch 126 Vermisste : Wohnhaus in Miami soll nach Teileinsturz abgerissen werden

Der noch stehende Teil des eingestürzten Wohnhauses soll demnächst abgerissen werden.Foto: Reuters

Mehr als eine Woche nach dem Teileinsturz eines Wohnkomplexes im US-Bundesstaat Florida sind weitere Leichen in den Trümmern entdeckt worden. Einsatzkräfte hätten die beiden Toten am Freitag gefunden, sagte die Bürgermeisterin des Bezirks Miami-Dade, Daniella Levin Cava, am Freitagabend (Ortszeit).

Damit steigt die offizielle Zahl der Todesopfer auf 22. Als vermisst galten noch 126 Menschen, wobei unklar ist, wie viele von ihnen sich zum Unglückszeitpunkt tatsächlich in dem Gebäude in Surfside nahe Miami aufhielten. Bereits am Donnerstag waren zwei Leichen gefunden worden, darunter die der siebenjährigen Tochter eines Feuerwehrmannes.

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Der noch stehende Gebäudeteil soll nun abgerissen werden, wie Levin Cava ankündigte. Das Gebäude stelle eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit und Sicherheit dar, sagte sie. „Wir wissen, dass das Gebäude nicht stabil ist und abgerissen werden muss.“ Mit großer Sorge schauen die Behörden in Miami auch auf Hurrikan „Elsa“, dessen Ausläufer die Region in den kommenden Tagen treffen könnten. „Es ist aber zu früh, um zu wissen, ob wir in Gefahr sind“, sagte Levin Cava.

Fachleute fürchten, dass der Wind großen Schaden anrichten und die verbliebene Gebäuderuine sogar einstürzen könnte. Die Bürgermeisterin betonte aber, dass ein Abriss vor dem Sturm unmöglich sei. Höchste Priorität habe weiter die Suche nach Verschütteten.

In den vergangenen Tagen waren mehrere hundert Retter rund um die Uhr im Einsatz – mit Spürhunden, Spezialkameras, Horchinstrumenten und schwerem Gerät. „Das ist so unerträglich für alle“, sagte Levin Cava über die Ungewissheit und das Leid der Angehörigen.

Gebäude in der Nähe wegen Sicherheitsbedenken geräumt

Das Gebäude mit rund 130 Wohneinheiten war vor mehr als einer Woche aus noch ungeklärten Gründen teilweise eingestürzt. Die Menschen wurden im Schlaf von dem Unglück überrascht. Ein Gutachten hatte aber bereits 2018 „große strukturelle Schäden“ an dem 1981 fertiggestellten Gebäude festgestellt.

Am Donnerstag besuchte US-Präsident Joe Biden den Unglücksort. Er sprach mit Einsatzkräften, Überlebenden und Angehörigen von Vermissten. Biden versprach eine gründliche Untersuchung des Vorfalls.

Etwa zehn Kilometer vom Unglücksort entfernt wurde am Freitag ein Wohngebäude in der Stadt North Miami Beach wegen Sicherheitsbedenken geräumt. Örtlichen Medien zufolge hatte eine Inspektion des Wohnkomplexes Crestview Towers riskante Mängel an dem Bau und seiner Elektrik ergeben. Die Räumung des Gebäudes sei eine Vorsichtsmaßnahme, betonte die Stadtverwaltung. Nach dem Unglück in Surfside hatten die Behörden begonnen, ähnliche Wohn-Hochhäuser zu inspizieren. (dpa, AFP)

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