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Innenminister: Auch nach Corona mehr Arbeit für Polizei

Auch nach einem Ende der Corona-Krise wird sich das Problem der vielen Überstunden bei den Polizeibehörden aus Sicht der Innenminister nicht in Luft auflösen. Corona sei «nur noch ein Vehikel für Demokratieverachtung», sagte Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Mittwoch beim Europäischen Polizeikongress in Berlin. Die während der Pandemie entstandene Protestbewegung, aus der heraus auch bürgerlich wirkende Demonstranten auf Polizisten losgingen, werde nicht einfach verschwinden.

Innenminister: Auch nach Corona mehr Arbeit für Polizei

© dpa

Berliner Polizisten gehen über eine Straße.

Sein sächsischer Amtskollege, Roland Wöller (CDU), sagte: «Wir brauchen mehr Personal. Die Aufgaben werden größer.» Im Landtag werde meist über Fußstreifen und die Präsenz der Polizeibeamten vor Ort gesprochen. Doch auch der öffentlich weniger sichtbare Kampf gegen Terrorgefahr, Cyberkriminalität und grenzüberschreitende Kriminalität seien enorm personalintensiv. Geisel sagte, Überlegungen, in Berlin die Zahl der Einsatzereignisse zu reduzieren, seien bisher «schlicht nicht aufgegangen». Wenn sich – wie in Berlin geschehen – trotz der Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie Tausende im Park träfen und dann auch noch Flaschen flögen, müsse die Polizei vor Ort sein und handeln. Inzwischen denke man darüber nach, ob «der recht hoch gewählte Personalansatz» wirklich in jedem Fall erforderlich sei. «Aber ich bekenne, so den Königsweg an dieser Stelle, den haben wir noch nicht gefunden», fügte er hinzu.

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