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In Nazi-Bunker getötetZwölfeinhalb Jahre Knast für Biancas Killer

In Nazi-Bunker getötetZwölfeinhalb Jahre Knast für Biancas Killer

Die Leiche der jungen Mutter wurde in einem ehemaligen Nazi-Bunker (Foto) entdeckt. Bianca S. starb durch sieben Stiche – jetzt wurde ihr Ex-Freund verurteilt

Foto: privat, Fabian Matzerath Teilen Twittern SendenVon: Matthias Lukaschewitsch 22.02.2022 – 16:13 Uhr

Mit sieben Stichen in Hals, Nacken und Rücken, so die Anklage, soll der gelernte Tischler die junge Mutter getötet haben. Im alten Nazi-Funkbunker „Karo Ass“ in Oranienburg wurde Biancas Leiche am 19. Juli 2021 gefunden.

Neuruppin – Jetzt ist das Urteil gefallen. „Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil: Kurt L., Personalien wie festgestellt, wird wegen Totschlags zu einer 12 Jahre und sechs Monate langen Freiheitsstrafe verurteilt“, sagt Richter Udo Lechtermann.

Mit diesem Satz ging am Dienstagnachmittag der Prozess um den Tod an Altenpflegerin Bianca S. (26) zu Ende. Dabei entschied das Gericht nicht auf Mord, sondern auf Totschlag.

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Der Angeklagte Kurt L. (29) am Dienstag vor Gericht

Foto: Matthias Lukaschewitsch

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Der Vorsitzende Richter Udo Lechtermann (67, M.)

Foto: Matthias Lukaschewitsch

Die junge Mutter war am 15. Juli 2021 im ehemaligen Nazi-Funk-Bunker „Karo-Ass“ von ihrem Ex-Freund Kurt L. (29) getötet worden. Mit sieben Stichen in Hals, Nacken und Rücken. „Mindestens drei der Stiche waren für sich genommen schon tödlich“, wie Richter Lechtermann feststellte.

Und: „Bianca S. war arg und wehrlos, sie hat nicht damit gerechnet, dass Kurt L., mit dem sie freiwillig in den Bunker gestiegen war, sie in Tötungsabsicht dort verletzen würde.“

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Das letzte Foto von Bianca, bevor sie im Bunker erstochen wurde

Foto: Quelle: Polizeiinspektion Oberh

Zuvor sprachen Staatsanwalt Marc Reinhardt (35) und Nebenklagevertreterin Marina Goldkamp-Abraham davon, dass Kurt L. seine Ex-Freundin zu einem „Showdown im Bunker“ gelockt habe. Einzig in der Absicht, sie zu töten.

Zum Motiv sagten beide in seine Richtung: „Ja Herr L., Sie wollten ihre Ruhe haben vor Bianca. Sie hat sie einfach genervt.“ In der Tat: Bianca S. hat Kurt L. „abgöttisch geliebt.“

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Stilles Gedenken nach Biancas Tod: Trauernde haben Blumen und Kerzen am Bunker abgelegt

Foto: Sascha Baumann/all4foto.de

Und trotzdem: Beide kamen nicht miteinander klar. Immer gab es Stress. Die Anwältin, die die Mutter der Getöteten vertritt: „Und doch kamen sie nicht voneinander los. Es war wohl der Sex, der sie beide verband.“

Kam Bianca auch deshalb an jenem Nachmittag im Hochsommer zum Bunker? Um mit Kurt L. dort intim zu werden? Dafür spricht nach den Feststellungen des Gerichts: „Bianca S. wurde attackiert, als sie obenherum schon unbekleidet war.“

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