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Impfstoff nicht zugelassen: Polizei stoppt illegale Aktion

Impfstoff nicht zugelassen: Polizei stoppt illegale Aktion am Flughafen Lübeck

Am Flughafen Lübeck haben Polizei und Stadt am Samstag eine unzulässige Impfaktion mit großem Andrang beendet. Es bestehe der Verdacht, dass der Impfstoff nicht zugelassen ist und damit eine Straftat nach dem Arzneimittelgesetz darstellt, teilte die Polizeidirektion Lübeck am Abend mit. 50 Personen seien wahrscheinlich damit geimpft worden, bevor die Aktion von Polizei und Kommunalem Ordnungsdienst gestoppt worden sei.

Die Polizei Lübeck war am Samstagnachmittag über die Aktion informiert worden, berichteten die „Lübecker Nachrichten“ (LN). „Entsprechend konnten Kollegen des 4. Polizeireviers gegen 15 Uhr circa 80 Personen vor dem Flughafengebäude feststellen“, zitierte die Zeitung einen Polizeisprecher.

Polizei stellt Impfproben sicher

Etwa 150 Impfwillige hätten sich in der Abfertigungshalle aufgehalten, teilte die Polizei mit. Geimpft wurde den Angaben zufolge in einem zu diesem Zweck hergerichteten Büroraum. Flugverkehr gab es nicht. Die Beamten stellten Impfproben, genutzte Spritzen sowie Impflisten sicher und nahmen von den anwesenden Personen die Personalien auf.

Der Flughafen gehört dem Unternehmer und promovierten Mediziner Winfried Stöcker, der einen eigenen Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt hat. Im April 2020 hatte sein Büro bestätigt, dass er diesen im Selbstversuch erforscht.

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Ob die bei der Aktion der nicht zugelassene Stöcker-Impfstoff verabreicht wurde, ist laut LN nicht bestätigt. Gegenüber der Zeitung berichtete eine Frau, dass sie sich damit immunisieren lassen wollten. „Ich bin schon länger mit diesem Impfstoff befasst und habe ihn als gute Alternative gesehen“, sagte sie.

Ihr seien konkrete Impftermine genannt worden. Doch als Flughafen angekommen war, sei alles bereits aufgelöst gewesen.

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