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Hohe Waldbrandgefahr in Brandenburg : Fünfzig Meter Mindestabstand für Raucher und Grillfreunde

In Brandenburg gibt es bislang weniger Waldbrände als befürchtet. Dennoch gilt fast überall die zweithöchste Gefahrenwarnstufe – und das hat Konsequenzen.

Hohe Waldbrandgefahr in Brandenburg : Fünfzig Meter Mindestabstand für Raucher und Grillfreunde

Seit Beginn der Saison gab es bereits über 150 Waldbrände in Brandenburg.Foto: picture alliance/dpa

Brandenburgs Waldbrandschutzbeauftragter Raimund Engel blickte am Pfingstsonntagmittag vorsichtig optimistisch auf die Situation in den Wäldern. „Nach vier Bränden am Freitag, die aber alle weniger als einen Hektar betrafen und schnell gelöscht werden konnten, blieb es am Pfingstsonnabend ganz ruhig“, sagte er dem Tagesspiegel: „Das lag wohl auch daran, dass die Temperaturen nicht ganz so hoch kletterten wie ursprünglich angekündigt.“

Außerdem hatte es im besonders trockenen Süden sogar ein wenig geregnet, so dass die hier zuständige Leitstelle Lausitz am Sonnabend keinen einzigen Waldbrand verzeichnete.

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Auch am Pfingstsonntag gab es bis zum frühen Nachmittag nur zwei kleinere Einsätze im Landkreis Spree-Neiße, wie ein Sprecher dem Tagesspiegel sagte: „Aber das ist insgesamt eine entspannte Situation.“

Auch deshalb galt am Sonntag in fast allen brandenburgischen Landkreisen „nur“ die Waldbrandgefahrenstufe 4. Die höchste Gefahrenstufe 5 musste vorerst lediglich für den Landkreis Havelland ausgerufen werden, in der Uckermark galt Gefahrenstufe 3.

Die Konsequenz ist allerdings nicht nur ein absolutes Rauchverbot in den Wäldern, sagte Raimund Engel: „Bereits ab Gefahrenstufe 4 darf in einem Abstand von weniger als 50 Metern vom Wald entfernt nicht mehr geraucht, gegrillt oder in sonstiger Weise mit offenem Feuer umgegangen werden.“ Das betreffe auch die Fenster, Terrassen oder Vorgärten von Häusern, die nahe am Wald stünden.

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Die Einhaltung dieser Vorschriften sei auch angesichts der in den Wäldern herrschenden extremen Trockenheit sehr wichtig, sagte der Waldbrandschutzbeauftragte: „Viele täuschen sich, was die Menge der Niederschläge der vergangenen Woche angeht. Es gab Regionen, die fast gar nichts abbekommen haben.“

Außerdem habe das Regenwasser durch Verdunstung und Wind die tieferen Erdschichten gar nicht erreicht, so dass auch bereits wieder Bäche und Flüsse unter Wassermangel litten. Die Schwarze Elster etwa sei abschnittsweise sogar vom Austrocknen bedroht (der Tagesspiegel berichtete).

„Deshalb ist jeder Regentropfen wichtig und notwendig“, sagte Raimund Engel und schaute eher mit Hoffen als mit Bangen auf die Unwetterfront, die sich laut Wetterdienst am Sonntagnachmittag aus dem Westen nähert. Natürlich solle diese keine Schäden anrichten, aber Regen dürfe sie ruhig bringen. Darauf hofft man auch in der Leitstelle Lausitz in Cottbus. Allerdings soll hier der Regen laut Wetterdienst erst am Pfingstmontagmorgen eintreffen.

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