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Herthas Kevin-Prince Boateng glaubt an die Wende : „Wir wissen, warum es nicht funktioniert hat“

Zwischen Derby und erstem Heimspiel spricht Herthas Kevin-Prince Boateng über die Partie gegen Frankfurt, seinen Fitnesszustand und Neuzugang Boëtius.

Herthas Kevin-Prince Boateng glaubt an die Wende : „Wir wissen, warum es nicht funktioniert hat“

Kevin-Prince Boateng während des Spiels bei Union.Foto: IMAGO/Eibner

Niederlage im Pokal bei Eintracht Braunschweig, Niederlage in der Bundesliga beim 1. FC Union – der Saisonstart von Hertha BSC ist misslungen. Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) geht es im Olympiastadion gegen Eintracht Frankfurt. Davor hat sich Mittelfeldspieler Kevin-Prince Boateng in einer Medienrunde geäußert. Hier seine wichtigsten Aussagen. Boateng sprach über …

… die Nachbereitung des Derbys: Wir haben es schnell abgearbeitet. Wir müssen nach vorn gucken. Wir haben analysiert, was nicht gut war. Wir wissen, warum es nicht funktioniert hat. Das hat der Trainer direkt nach dem Spiel schon sehr gut angesprochen. Dann haben wir heute nochmal in ein paar Aktionen reingeschaut. Somit ist es abgehakt.

… die Gründe für die Niederlage bei Union: Es lag an der Intensität, dem Zweikampfverhalten. Was wir in Braunschweig 60 Minuten sehr gut gemacht haben, hat leider im Derby komplett gefehlt. Das haben wir aufgearbeitet. Jeder hat in den Spiegel geguckt und musste zugeben, dass wir alle kein gutes Spiel gemacht haben und keiner in Topform war. Wir dürfen jetzt nicht mehr nach hinten gucken, wollen wachsen, auch an den Fehlern. Das müssen wir so schnell wie möglich machen. Ich habe ein gutes Gefühl. Die Gruppe hat es gut verkraftet. Das hat man auch im Training gesehen. Es war gute Stimmung, wir haben Gas gegeben. So muss das sein.

… das anstehende Spiel gegen seinen Ex-Klub Eintracht Frankfurt: Es ist immer sehr emotional, gegen frühere Mannschaften zu spielen. Auch wenn es für mich nur ein Jahr war, es war ein intensives und emotionales Jahr. Ich freue mich drauf. Es wird speziell und schön. Da werden zwei Teams aufeinandertreffen, die von der Spielart auf Augenhöhe sind. Wir wollen intensiv spielen, Frankfurt auch. Das wird sehr interessant.

… seinen Kontakt zum früheren Verein: Die Eintracht hat ja auch viel gewechselt, es sind nicht mehr so viele aus meiner Zeit da. Mit dem Zeugwart gibt’s noch Kontakt. Der freut sich schon drauf, wieder ein Trikot von mir abzustauben (lacht).

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… seinen Eindruck vom neuen Hertha-Trainer Sandro Schwarz: Von Tag eins an hat er frischen Wind reingebracht, das macht er heute noch genauso. Ich muss ihm Komplimente machen, wie er seinen Weg immer weiter geht und seine Linie durchzieht. Das ist genau das, was wir brauchen: Jemanden mit Rückgrat, der geradeaus geht und nicht von seinem Weg abweicht und Formationen ändert. Er steht zu uns, hat er gesagt, er vertraut uns zu 100 Prozent.

… Neuzugang Jean-Paul Boëtius: Ich kenne ihn. Wir haben gegeneinander gespielt, als er in Mainz war. Er war er ein sehr ekliger Gegenspieler. Er ist ein Büffel und kann gut mit dem Ball umgehen. Das ist genau das, was wir brauchen. Er ist ein Box-to-Box-Spieler, hat Ausstrahlung. Fußballerisch wissen wir, was er kann. Er ist ein „Lachemann“, hat heute die ganze Zeit gelacht, das finde ich schonmal positiv. Der Trainer kennt ihn auch schon. Er kann uns nur weiterhelfen. Ich freue mich, dass er da ist. Wenn er Gas gibt, könnte er meinen Platz einnehmen. Aber er muss erstmal an mir vorbei (lacht). Konkurrenzkampf macht Spaß.

… die Reaktion der Fans nach den Niederlagen in Braunschweig und bei Union: Das Positive ist, die Fans haben das verstanden. Dass es vielleicht nicht unser Tag war. Natürlich ist es immer schwierig, ein Derby zu verlieren, gerade ich als Berliner und Herthaner weiß das. Aber nicht gleich wieder zu streiken, war eine ganz wichtige Nachricht von den Fans: Dass sie hinter uns stehen und dass wir diese Saison zusammenwachsen wollen, etwas aufbauen wollen.

… den neuen Präsidenten Kay Bernstein: Unser Präsident hat die Hertha-DNA, das ist das Positive. Er weiß ganz genau, was es heißt, für den Verein alles zu geben. Wenn man ihn kennenlernt, wenn man ihn sieht, sagt er nicht „Hallo“, er sagt „HaHoHe“. Das sagt schon viel aus. Wir reden immer von der Hertha-DNA, wir reden immer von echten Herthanern und da haben wir einen.

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… seine körperliche Verfassung: Ich fühle mich gut. Ich bin ein bisschen sauer auf den Trainer, weil er mich so früh auswechselt (lacht). Nein, ich fühle mich echt gut, bin fit. Ich weiß nicht, ob es immer über 90 Minuten reicht, das entscheidet der Trainer, wann ich spiele, wie ich spiele. Ich bin immer bereit, ich fühle mich zehn Mal besser, als ich mich letzte Saison um die gleiche Zeit gefühlt habe. Das Wichtigste ist, dass ich gesund bleibe

… seine neue Position im Mittelfeld: Das ist schon anstrengend, so wie der Trainer spielen möchte, mit der Intensität und dem Druck. Aber ich habe die komplette Vorbereitung durchgezogen, bin bereit, die Wege zu gehen. Der Trainer weiß das, deshalb hat er mich auch aufgestellt. Ich bin froh, dass ich ein paar Kilo abgenommen hab und so fit bin, sonst könnte ich das nicht.

… Dinge, die sich auf dem Platz verbessern müssen: Wir müssen Tore schießen, ganz einfach. Intensität, Zweikämpfe härter annehmen und Tore schießen. Wir müssen nach vorn wieder gefährlich sein. Aber es war ein Spiel, wir haben noch 33 Spiele, da kann noch so viel passieren. Aber ich bin guter Dinge, weil ich die Kabine sehe, da hat keiner ein Gefühl „Oh Gott, wir haben das Derby verloren“. Natürlich sind wir enttäuscht, auch sauer, und deswegen ist es gut, dass wir Samstag die nächste Chance haben, es besser zu machen.

… das Saisonziel: Ein Saisonziel ist noch kein Thema. Wir wissen nicht, wer noch kommt, wer geht. Es ist noch ein bisschen Zeit, bis wir den Kader komplett haben. Das Saisonziel ist, so langweilig das auch klingt, aber ich habe was gelernt: das nächste Spiel gewinnen.

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