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Handwerk: Handwerk: Frühe Berufsorientierung an Schulen notwendig

Handwerk: Handwerk: Frühe Berufsorientierung an Schulen notwendig

Unternehmerin und Bauingenieurin Corina Reifenstein spricht während einer Vollversammlung. Donnerstag, 05.01.2023, 18:25

Hohe Einkaufspreise, Versorgungsengpässe, stagnierende Aufträge und vor allem Fachkräftemangel: Das Handwerk in Südbrandenburg sieht sich in diesem Jahr mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Die Branche setze alles daran, junge Frauen und Männer für das Handwerk zu begeistern, sagte die Präsidentin der Handwerkskammer Cottbus (HWK), Corina Reifenstein. «Derzeit aber landen zu wenige Schulabgänger in unseren Betrieben. Das A und O ist eine frühzeitige Berufsorientierung in allen Schulformen. Dafür muss Zeit in den Lehrplänen freigeräumt werden», betonte sie beim Neujahrsempfang der Handwerkskammer Cottbus am Donnerstagabend. Etwa 300 Gäste diskutierten über die Herausforderungen für das Jahr 2023.

Zur Unterstützung der Branche hätten Bund und Land ein großes Bündel an Entlastungsmaßnahmen geschnürt, erklärte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Auch das Handwerk profitiere davon. «Mit unserem Zwei-Milliarden-Brandenburg-Paket fördern wir dabei auch Transformationsprozesse, damit es nachhaltig wirkt.»

Der Regierungschef würdigte mit Blick auf die Verunsicherungen in der Krise die Bedeutung des Handwerks in Südbrandenburg. Es biete Gewissheit, packe an und sei die Wirtschaftsmacht von nebenan.

Reifenstein warb für mehr Gemeinsinn und einen verantwortungsvollen Umgang miteinander. «Es gibt nach drei Krisenjahren viele Unsicherheiten und Ängste. Es ist wichtig, sie auszusprechen», so die HWK-Präsidentin. Entscheidend sei, wie darüber gesprochen werde – auch in der Öffentlichkeit. In der Demokratie müssten nicht alle einer Meinung sein. «Wichtig ist aber, dass wir ein gemeinsames Ziel haben: Alles zu stärken, was uns verbindet!»

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