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Grütters: Berliner Humboldt Forum ist Museum neuen Typs

Für Kulturstaatsministerin Monika Grütters wird das Humboldt Forum in Berlin ein «Museum neuen Typs». Das Kultur- und Ausstellungszentrum, das am 20. Juli erstmals seine Tore öffnen wird, sei ein «Basislager für eine Weltreise», sagte die CDU-Politikerin am Montag im RBB-Inforadio. Das Haus werde interdisziplinär arbeiten mit einem «riesengroßen Angebot, was es so nicht nur in Berlin noch nicht gegeben hat».

Grütters: Berliner Humboldt Forum ist Museum neuen Typs

© dpa

Das Humboldt Forum mit der Kuppel am Abend.

Zur umstrittenen Präsentation etwa der als koloniales Raubgut geltenden Benin-Bronzen sagte Grütters, es sei «ganz wichtig, der Welt zu zeigen, wie man mit einem Menschheitskulturerbe umgeht, das einem irgendwann zugefallen oder anvertraut worden ist». Das Humboldt Forum habe «schon vor seiner Eröffnung ganz wichtige Debatten über den Umgang zum Beispiel mit Kulturgütern aus kolonialen Kontexten angestoßen». Damit erzähle es «die großen Themen menschlicher Existenz», leiste aber auch «einen Beitrag zur Versöhnung, zum Beispiel in diesen kolonialen Kontexten». Das rund 680 Millionen Euro teure Zentrum für Kultur, Kunst und Wissenschaft wurde vom italienischen Architekten Franco Stella hinter der umstrittenen rekonstruierten Schlossfassade errichtet. Das rund 40 000 Quadratmeter umfassende Gebäude teilen sich zwei Museen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, das Land Berlin und die Humboldt-Universität. Gezeigt werden Exponate aus Asien, Afrika, Amerika und Ozeanien sowie Objekte zur Geschichte Berlins. Neben dem Bau selbst ist auch die geplante Präsentation von Benin-Bronzen umstritten. Museen aus Deutschland und Nigeria sowie die politische Ebene verhandeln aktuell über Rückgaben vom kommenden Jahr an.

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