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Geständnis bei „Wahrheit oder Pflicht“ : Britischer Student tötete demente Großmutter

Als dunkelstes Geheimnis verriet er den Mord an seiner Großmutter. Ein Gericht verurteilte einen 21-Jährigen am Freitag nun zu lebenslanger Haft.

Geständnis bei „Wahrheit oder Pflicht“ : Britischer Student tötete demente Großmutter

Ein Gericht in England hat den 21-jährigen Tiernan D. zu lebenslanger Haft verurteilt.Foto: picture alliance / dpa

Alles sah aus wie ein Unfall: Die 94-jährige Mary Gregory starb 2018 an einer Rauchvergiftung in ihrer Wohnung. Drei Jahre später wird ihr Stief-Enkel verurteilt. Er hatte bei einem Spiel gestanden, sie mutwillig getötet zu haben.

Der junge Mann war kurz nach der Tat im Mai 2018 von zwei Freunden bei „Wahrheit oder Pflicht“ nach seinem „dunkelsten Geheimnis“ gefragt worden. „Ich glaube, ich habe jemanden getötet“, erklärt er daraufhin.

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Auf Nachfrage, erzählte er, die Vorhänge in Brand gesetzt zu haben. Die Mutter seines Vater war an Demenz erkrankt und so wollte er dem Leiden ein Ende setzen. Auch die Rauchmelder habe er eigenhändig ausgeschaltet.

Die Freunde des 21-Jährigen hielten die Geschichte für einen schlechten Witz. Als der Täter 2019 in einer Therapiestunde erneut einräumte, die Vorhänge angezündet zu haben, benachrichtigte die Therapeutin die Polizei. Die Ermittlungen wurden wieder aufgenommen.

Nach dem Geständnis stießen die Ermittler bei dem jungen Mann auf Zeichnungen der Wohnung seiner Stiefgroßmutter. Schriftliche Einträge in Mobiltelefon und Laptop sowie Internetsuchen aus dem Jahr der Tat zeigen zudem Notizen wie „Ich bin ein Mörder“.

Im Prozess wiederum bestritt der 21-Jährige die Vorwürfe als Missverständnis. Seinen Freunden habe er als damals 17-Jähriger imponieren wollen. Eine Jury aber sah klare Beweise für seine Täterschaft. Der Student wurde deshalb zu lebenslanger Haft verurteilt. Er müsse mindestens 15 Jahre hinter Gittern verbringen, entschied das Gericht. (dpa/ Tsp)

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