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Ex-Kanzlerin sei in Russland immer willkommen : Putin dankt Merkel in Abschiedstelefonat für „fruchtbare Zusammenarbeit“

Ihre Amtszeit als Kanzlerin ist passé, vielen Staatschefs bleibt Angela Merkel in guter Erinnerung. Aus dem Kreml erhält sie Lob für ihre Russlandpolitik.

Ex-Kanzlerin sei in Russland immer willkommen : Putin dankt Merkel in Abschiedstelefonat für „fruchtbare Zusammenarbeit“

Angela Merkel und Wladimir Putin begegneten sich zuletzt im August 2021.Foto: Guido Bergmann/BPA/Handout via Reuters

Russlands Präsident Wladimir Putin hat Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel laut Kremlangaben bei einem Telefonat für die „langjährige fruchtbare Zusammenarbeit“ gedankt.

Der Kremlchef habe Merkels „bedeutenden Beitrag zur Entwicklung der russisch-deutschen Beziehungen“ gewürdigt, hieß es in einer Mitteilung.

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Putin habe Merkel in dem Gespräch zudem versichert, dass sie in Russland immer willkommen sei. Zuletzt hatte Merkel Putin im August vor ihrem Abschied aus dem Kanzleramt persönlich im Kreml in Moskau getroffen.

Bereits am Mittwoch hatte der Kreml ein an Merkel gerichtetes Abschiedstelegramm veröffentlicht. Darin duzte Putin die CDU-Politikerin. „Wir waren ständig in Kontakt und haben versucht, selbst aus den schwierigsten Situationen Auswege zu finden.“

Putin würdigte zugleich: „In den Jahren an der Spitze der deutschen Regierung hast Du zu Recht eine hohe Autorität in Europa und in der ganzen Welt erworben.“ Er sei überzeugt, dass Merkels „reiche Erfahrung“ als Politikerin unverändert gefragt sein werde, schrieb er. „Und selbstverständlich werden wir unsere freundschaftliche Kommunikation fortsetzen.“

Ebenfalls am Mittwoch hatte Putin dem neuen deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz zum Amtsantritt gratuliert. „Ich rechne damit, mit Ihnen in einen konstruktiven Dialog zu treten und gemeinsam an aktuellen Themen der bilateralen und internationalen Agenda zu arbeiten“, schrieb er an den SPD-Politiker.

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Das Verhältnis beider Länder ist wegen verschiedener Konflikte schwer belastet. Russland sieht vor allem die neue Außenministerin Annalena Baerbock skeptisch, weil sich die Grünen-Politikerin offen gegen die noch nicht in Betrieb genommene Erdgas-Pipeline Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland ausgesprochen hatte.

Auch die jüngsten Aussagen der neuen deutschen Chefdiplomatin dürften in Moskau für Verstimmung sorgen. Am Donnerstag drohte Baerbock der russische Führung mit schweren Folgen, sollte der sich zuspitzende Ukraine-Konflikt infolge einer russischen Invasion eskalieren. (dpa)

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