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Erste Pläne veröffentlicht : „Revolutionäre 1. Mai-Demonstration“ soll in Neukölln starten

Es gibt erste Pläne für Demos und Kundgebungen für den Tag der Arbeit. Die Polizei bereitet sich bereits vor.

Erste Pläne veröffentlicht : „Revolutionäre 1. Mai-Demonstration“ soll in Neukölln starten

Vergangenes Jahr kam es bei der „Revolutionären 1. Mai-Demo“ zu Ausschreitungen.Foto: Kay Nietfeld/dpa

Die Abläufe der üblichen linken und linksradikalen Demonstrationen rund um den 1. Mai in Berlin nehmen wenige Wochen vor dem Termin Gestalt an. Die traditionelle „Revolutionäre 1. Mai-Demonstration“ soll um 18 Uhr auf dem Hertzbergplatz an der Sonnenallee in Neukölln beginnen, wie online angekündigt wurde.

Zuvor – am Nachmittag des Feiertags – soll es eine weitere Demonstration von Kreuzberg nach Neukölln geben. Zudem fährt eine große Fahrrad-Demonstration wie in den vergangenen Jahren aus der Innenstadt ins Villenviertel Grunewald. Am Vortag, dem 30. April, ziehen Demonstranten durch den Stadtteil Wedding.

Die Strecke der Demonstration am Abend des 1. Mai war zunächst noch nicht bekannt. Bei der Versammlungsbehörde der Polizei war die Demonstration am Montag noch nicht angemeldet worden. In den Jahren vor der Corona-Pandemie zog die Demonstration ohne Anmeldung durch Kreuzberg.

Im vergangenen Jahr gab es eine offizielle Anmeldung. Etwa 5000 Menschen demonstrierten in Neukölln. An mehreren Stellen kam es zu Gewaltausbrüchen, die Polizei löste die Demonstration auf.

In einem Demonstrations-Aufruf hieß es auf der linksradikalen Internetseite Indymedia: „Gegen die Kriege des Kapitals! Die Zeiten sind hart. Klimakrise, Coronakrise, Wirtschaftskrise, und die Welt treibt erneut auf einen Krieg in globalem Ausmaß zu. (…) Die Antwort ist Klassenkampf.“

Polizei bereitet sich „mit einem hohen Personaleinsatz“ vor

Der Krieg Russlands in der Ukraine und die Aktivitäten der Nato-Staaten wurden von dem Verfasser gleichgesetzt: „Der Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine und die Kriegshetze der Nato-Staaten schaffen bedrohliche Weltkriegsszenarien.“

Mit einem angekündigten Video wollte das Veranstalter-Bündnis zudem eine „massive Polizeigewalt auf der letztjährigen Demonstration“ thematisieren. In dem Trailer zu dem Film sind Polizisten zu sehen, die die Demonstration auflösen und zum Teil Gewalt anwenden. Nicht gezeigt werden Demonstranten, die etwa Flaschen und Steine werfen.

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Die Polizei hatte angekündigt, sie bereite sich „mit einem hohen Personaleinsatz“ vor. So könne man auf „spontane Lageentwicklungen“ reagieren, um einen störungsfreien Verlauf des Tages zu erreichen.

Zum ersten Mal kam es 1987 nach einem Straßenfest in Kreuzberg zu Straßenschlachten zwischen der Polizei und linken Demonstranten, Bewohnern und feiernden Menschen. Die nächsten Jahrzehnte waren die Gewaltausbrüche mit Steinwürfen und brennenden Barrikaden mal heftiger, zuletzt aber zunehmend geringer. (dpa)

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