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Er wurde in Italien zum Vollwaisen : Zustand des beim Seilbahn-Unglücks verletzten Jungen verbessert sich

Der Fünfjährige, der den Gondel-Absturz am Lago Maggiore überlebte, kann wieder essen. Die drei Mitarbeiter des Seilbahnbetreibers sitzen nicht mehr in U-Haft.

Er wurde in Italien zum Vollwaisen : Zustand des beim Seilbahn-Unglücks verletzten Jungen verbessert sich

Bei dem Seilbahnunglück am Lago Maggiore waren am Pfingstsonntag 14 Menschen ums Leben gekommen.Foto: Piero Cruciatti/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Der Zustand des bei dem Gondel-Absturz in Norditalien schwer verletzten Jungen bessert sich weiter. Der Fünfjährige habe zum ersten Mal leichte Nahrung zu sich genommen, teilte das Kinderkrankenhaus in Turin am Sonntagabend mit. Der israelische Junge bleibe vorsichtshalber weiter auf der Intensivstation. Seine Tante und seine Großmutter seien bei ihm.

Am Sonntag vor einer Woche hatte der Junge als Einziger das tödliche Seilbahnunglück am Monte Mottarone westlich des Lago Maggiore in der Region Piemont überlebt, bei dem 14 Menschen ums Leben gekommen waren. Er verlor dabei seine Eltern, seinen Bruder und seine Urgroßeltern.

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Die drei zunächst festgenommene Mitarbeiter des Seilbahnbetreibers sind unterdessen am Sonntag aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Der Servicemanager der Seilbahngesellschaft wurde stattdessen unter Hausarrest gestellt, der technische Leiter und der Unternehmenschef auf freien Fuß gesetzt. Richterin Donatella Banci Bonamici sehe einen „totalen Mangel an Beweisen“ gegen letztere zwei, berichtete die Zeitung „Corriere della Sera“ am Sonntag.

Der Servicemanager habe versucht, seine Vorgesetzten verantwortlich zu machen, nachdem er selbst „mit totaler Missachtung für Menschenleben, mit verblüffender Sorglosigkeit“ gehandelt habe, zitierte das Blatt aus der Entscheidung der Richterin. Staatsanwältin Olimpia Bossi betonte, die Ermittlungen gegen alle drei Verdächtigen liefen weiter.

Am Pfingstsonntag war dar das Zugseil der Gondel am Lago Maggiore kurz vor der Bergstation aus bislang ungeklärter Ursache gerissen und eine zuvor deaktivierte Notbremse griff nicht, um das Unglück zu vermeiden.

Die Gondel rauschte deshalb talwärts, fiel aus der Verankerung und blieb zerschellt an einem bewaldeten Hang liegen. Es besteht der Verdacht, dass die Notbremse absichtlich funktionsunfähig gemacht wurde, weil sie den Betriebsablauf gestört hatte und deshalb weniger Fahrten auf den beliebten Ausflugsgipfel möglich gewesen wären. (dpa, AFP)

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