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Er tötete ganze FamilieAngst vor Konsequenzen wegen gefälschtem Impfzertifikat

Er tötete ganze FamilieAngst vor Konsequenzen wegen gefälschtem Impfzertifikat

Das Haus, in dem der Vater seine Frau und seine drei Kinder tötete. An der Auffahrt wurden Kerzen und Kuscheltiere abgelegt

Foto: LARISSA RAUSCH/AFP Teilen Twittern SendenVon: Ole Kröning und Michael Sauerbier 09.12.2021 – 09:48 Uhr

Devid R. (40) tötete seine drei Töchter (10, 8, 4) und seine Frau. Seit Monaten war der Familienvater in der Querdenker-Szene aktiv, organisierte ein gefälschtes Impfzertifikat für seine Frau.

Königs Wusterhausen (Brandenburg) – In seinem handgeschriebenen, mehrseitigen Abschiedsbrief erklärte Devid R., er habe das Impfzertifikat seiner Frau Linda R. (40) fälschen lassen. Drohten ihr deswegen Konsequenzen?

Wie der „rbb“ berichtet, soll deswegen ein Disziplinarverfahren oder sogar eine Entlassung durch die Arbeitgeberin, die Technische Hochschule Wildau, im Raum gestanden haben. Die Ehefrau soll in dieser Woche aus diesem Grund einen Termin in der TH gehabt haben.

Für alle Hochschulbeschäftigten gilt seit dem 24. November die 3G-Pflicht. Auch Linda R. hatte in Wildau einen Impfnachweis vorgelegt. Der Betrug sei bei ihrem Arbeitgeber, der Technischen Hochschule (TH) im nahen Wildau, aufgeflogen.

„Aus dem vorgelegten Dokument ergaben sich Nachfragen, zu denen die Mitarbeiterin schriftlich um Stellungnahme gebeten wurde“, hatte Brandenburgs Wissenschaftsministerium auf Anfrage erklärt. Nach BILD-Informationen hat die dreifache Mutter diese aber nicht abgegeben. Die Frist zur Stellungnahme endete nach ihrem Tod.

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Linda R. hatte bei ihrem Arbeitgeber ein gefälschtes Impfzertifikat vorgelegt

Foto: privat

Oberstaatsanwalt Gernot Bantleon (57) über den Brief von Devid R.: „Er schrieb, der Arbeitgeber wollte der Impfpassfälschung mit aller Strenge nachgehen.“ Unklar bleibt, wie Devid. R das gefälschte Impfzertifikat für seine Ehefrau beschaffte.

Einem Medienbericht, dass Devid R. Impfpässe im großen Stil gefälscht haben soll, widersprach die Staatsanwaltshaft auf BILD-Anfrage.

Vater in Querdenker-Szene aktiv

Anwohner sagen, der Impfgegner habe sich in letzter Zeit radikalisiert. Das Netz-Beobachtungszentrum CeMAS fand heraus: Der Berufsschullehrer war seit Sommer Mitglied in mehreren Chat-Gruppen radikaler Impfgegner – auch beim bekannten Corona-Leugner Bodo Schiffmann (53).

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Devid R. nannte in seinem Abschiedsbrief das unfassbare Motiv

Foto: privat

Wie das Redaktions-Netzwerk Deutschland (RND) und die „Märkische Allgemeine“ berichten, schrieb R.:

► „Ich bin bereit, mich mit allem was ich aufzubieten habe zu wehren (…).“

► „Ich versuche, das auch nicht so an mich ran zu lassen, aber ich bin Vater von drei Kindern und die Einschläge kommen einfachen näher.“

► Er sei „stark für meine Familie komme was da wolle“.

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Dieser Kettenbrief kursiert seit Monaten in Impfgegner-Netzwerken​

Foto: Privat

Zu Beginn der 3G-Pflicht am Arbeitsplatz am 25. November meldete sich Devid R. bei der Telegram-Gruppe „Freiheitsboten Königs Wusterhausen“ an. Leiter: der stadtbekannte Verschwörungs-Anhänger Andreas H. Mitglieder: Ex-AfD-Chef und Neonazi Andreas Kalbitz und AfD-Politiker Dennis Hohloch.

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