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Einweg-Plastik immer noch verbreitet in Berlin : Ignoranz, Lässigkeit, Renitenz

Warum wird immer noch Kaffee aus Einwegbechern getrunken? Sogar, wenn es gar keinen Sinn macht. Ein Kommentar.

Einweg-Plastik immer noch verbreitet in Berlin : Ignoranz, Lässigkeit, Renitenz

Nein.Foto: picture alliance

Es tut sich ja durchaus was beim Umweltbewusstsein. Unser Obsthändler zum Beispiel hat fast nur noch Papp- statt Plastikschalen in der Auslage. Als ich zum Lob ansetze, stopft er die Schale Kirschen in eine dünne Plastiktüte und reicht sie rüber.

Ja, er habe es mit Papiertüten versucht, aber die seien teurer, da müsse er Geld für nehmen und dann hätte die Kundschaft doch lieber kostenlos Plastik. Wir einigen uns darauf, dass ich die Kirschen direkt in der Schale trage. Nichts ist perfekt, aber wir sind auf dem Weg.

Da passt es, dass jetzt auch das endlose Einweg-Plastik bei größeren Events wie dem Thai-Markt im Preußenpark in den Blick genommen wird (hier die Meldung aus unserem Bezirksnewsletter für Charlottenburg-Wilmersdorf). Warum sollte es dort nicht möglich sein, für Verzehr oder Einkauf Mehrwegbehälter mitzubringen?

Wenn gleichzeitig allerdings Einweg-Kaffeebecher überall weitergenutzt werden, dann macht das den Vorstoß wenig glaubwürdig. Selbst in und vor Cafés und Bäckereien, ganz ohne „To Go“, sitzt Kundschaft mit dem plastikbezogenen und oft auch noch -bedeckelten Pappzeugs, obwohl Gläser und Tassen bereitstehen.

Ist das nun Ignoranz, schwer lässiges Ist-mir-egal oder sogar bewusste Renitenz, weil einigen die Ökos mit ihren dauernden Ansprüchen auf die Nerven gehen?

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