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Ein Toter bei Luftangriffen : Russische Truppen greifen offenbar zivile Ziele in Dnipro an

Nach Angaben des staatlichen Rettungsdienstes hat es drei Luftangriffe gegeben. Es sei damit der erste Angriff auf die Stadt in der Zentralukraine.

Ein Toter bei Luftangriffen : Russische Truppen greifen offenbar zivile Ziele in Dnipro an

Rettungskräfte versuchen nach einem Luftangriff auf die Stadt Dnipro den Schaden einzuschätzen.Foto: Press service of the State Emergency Service of Ukraine via REUTERS

Bei russischen Luftangriffen auf zivile Ziele in der Stadt Dnipro in der Zentralukraine ist am Freitag nach Angaben der Rettungsdienste mindestens ein Mensch getötet worden. Am frühen Morgen „gab es drei Luftangriffe in der Stadt, die einen Kindergarten, ein Apartmenthaus und eine zweistöckige Schuhfabrik trafen“, erklärten die Rettungskräfte.

„Eine Person kam ums Leben.“ Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministers sind seit dem russischen Einmarsch bis zum 10. März mehr Zivilisten in der Ukraine ums Leben gekommen als Soldaten.

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Es handelte sich mutmaßlich um die ersten direkten Angriffe auf Dnipro. Die Stadt mit etwa einer Million Einwohnern war bislang von größeren russischen Militärangriffen verschont geblieben.

Auch die Stadt Luzk im Nordwesten der Ukraine wurde von Luftangriffen getroffen. „Explosionen am Flugplatz“, erklärte der Bürgermeister von Luzk, Ihor Polischtschuk im Online-Dienst Facebook. Die Stadt liegt etwa 400 Kilometer von der ukrainischen Hauptstadt entfernt.

Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, teilte am Freitag bei einem Pressebriefing mit, russische Truppen hätten Militärflugplätze in Luzk und dem 250 Kilometer weiter südlich gelegenen Iwano-Frankiwsk angegriffen. Beide seien unbrauchbar geworden.

Die Vereinten Nationen schätzen, dass mittlerweile mehr als 2,3 Millionen Flüchtlinge wegen des russischen Angriffskriegs die Ukraine verlassen haben. Dazu kommen 1,9 Millionen Binnenflüchtlinge, die sich vor den russischen Angriffen in andere Landesteile in Sicherheit gebracht hatten. (AFP, Reuters)

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