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Drangsal, Little Simz, Kanye West, Steve Gunn : Die Pop-Alben der Woche

Jeden Freitag stellen Popkritiker/innen ab 21 Uhr auf Radio eins die Alben der Woche vor. Diesmal mit Drangsal, Little Simz, Kanye West und Steve Gunn.

Drangsal, Little Simz, Kanye West, Steve Gunn : Die Pop-Alben der Woche

Der Berliner Musiker Max Gruber alias Drangsal.Foto: Thomas Neukum

Drangsal: Exit Strategy (Caroline)

Max Gruber alias Drangsal ist eine rare Erscheinung in der deutschen Pop-Gesellschaft: Der will, der muss, der kann, der brennt! Schamlos macht er sich auf und ruft sich in die Welt hinaus. Seine Texte sind besser als die von fast allen anderen, getragen werden sie von einem gnadenlosen Power-Pop, der die Geschichte kennt. Am Ende ist man erschöpft, vielleicht auch glücklich; weiß aber: Mädchen sind die schönsten Jungs. Andreas Müller, Moderator

Little Simz: Sometimes I Might Be Introvert (Age 101)
Die Londoner Rapperin Simbiatu Ajikawo alias Little Simz ist zwar manchmal introvertiert, aber selten, wenn es um ihre Musik geht. Auf ihrem vierten Album holt die 27-Jährige das ganze große Besteck raus. Rap mit orchestralem Bombast. Und auch die Themen sind groß. Eins davon: Rebellion gegen das Patriarchat. Elissa Hiersemann, Radio eins

Kanye West: Donda (Universal)
Da ist es also endlich, das lange versprochene Album, das Kanye West seiner verstorbenen Mutter widmet. Ein Klopper: 27 Tracks, fast zwei Stunden lang. Der Sound von „Donda“ ist gut, aber die Feature-Auswahl teils unterirdisch: Mit DaBaby hat er einen homophoben Gast dabei, mit Marilyn Manson einen, dem sexueller Missbrauch vorgeworfen wird. What a shame! Martin Böttcher, Musikjournalist

Steve Gunn: Other You (Matador)
Der Singer/Songwriter aus Brooklyn hat mit Kurt Vile bei den The Violators gespielt. So bekannt wie der Ex-Kollege ist er nicht, das wird sich mit dem 21. Album kaum ändern. Sein Folkrock klingt sanft, manchmal opulent, oft psychedelisch. Es geht um Zuckerküsse, Rückenwind, die Mühen, den eigenen Weg zu finden. Flirrende Melancholie. Christian Schröder, Tagesspiegel

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