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Die Franzosen und wir in Berlin : Dieser Platz braucht einen Namen!

Früher lebte hier der französische Stadtkommandant. Der Findling hat eine U-Bahn-Historie. Doch den Platznamen hat das Bezirksamt gemopst – und jetzt?

Die Franzosen und wir in Berlin : Dieser Platz braucht einen Namen!

Hinten die alte Villa der Franzosen, vorne der Findling der U8.Foto: Gerd Appenzeller

Hohe Kiefern, Hecken, Wald: Willkommen im Idyll von Berlin-Waidmannslust! Doch wo sind wir hier? Auf meinem 10 Jahre alten Pharus-Stadtplan heißt dieser Platz im Berliner Norden noch „Antonyplatz“, benannt nach der französischen Partnergemeinde Antony (bei Paris).

Der Name an dieser Stelle war sinnvoll. Gegenüber liegen, besser: lagen die Residenz des französischen Stadtkommandanten und das Gästehaus der französischen Schutzmacht. Wer heute mal in den Stadtplan gucken will, bitteschön: Es geht um Einmündung der Dianastraße in den Waidmannsluster Damm.

Auf einem riesigen Findling – er war beim Bau der U-Bahnlinie 8 gefunden worden  – gab es auch eine bronzene Tafel mit dem Namen. Und hier, als Lektüretipp, finden Sie auch die französische Internetseite ville-antony.fr/reinickendorf, wo auch der „Place d’Antony“ auftaucht. Die Partnerschaft besteht seit 1966.

Aber dann befand das Bezirksamt von Berlin-Reinickendorf, es müsse ein würdigerer Platz für den Namen der Partnergemeinde gefunden werden – was schon vom Ansatz her eine ziemliche Frechheit ist, denn dieser, von großen Kiefern umstandene Platz ist allemal schöner als der kahle Vorplatz des Rathauses in Wittenau, der nun Antonyplatz heißt (Foto).

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So geht das nicht, befand die „Initiative Waidmannslust“. Deren rühriger Vorsitzende, Wolfgang Nieschalk, ruft nun dazu auf, Namensvorschläge zu machen und an diese Emailadresse zu schicken: mail@initiative-waidmannslust.com – bitte auch mit Kopie an den Reinickendorf-Newsletter des Tagesspiegels, denn den bat Wolfgang Nieschalk um tatkräftige Unterstützung, in der sicher berechtigten Hoffnung, dass die mehr 16.000 Reinickendorfer Haushalte, deren Bewohner den Newsletter im Abo haben, dem Anliegen ordentlich Schub verleihen könnten.

Also: Wie soll der namenlose Platz heißen? Aus den Vorschlägen will eine Jury (Zusammensetzung noch offen) dann der BVV Vorschläge für einen neuen Namen machen. Wolfgang Nieschalk meint übrigens, der Volksmund habe diesen Platz früher den „Bolzenplatz“ genannt, er kenne aber den Ursprung nicht. Privater Tipp: Bolzen ist ein anderes Wort für: Fußball spielen.

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