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Die Bahn hängt den Spreewald ab : Ersatzverkehr für Berliner Pendler und Ausflügler von den Sommerferien bis September

Vom 10. Juli an sperrt die Bahn die Strecke Berlin–Cottbus. Wer in den Spreewald will, muss umständlichen Ersatzverkehr mit Bussen in Kauf nehmen.

Die Bahn hängt den Spreewald ab : Ersatzverkehr für Berliner Pendler und Ausflügler von den Sommerferien bis September

Kahnfahrten in der Spreewaldstadt Lübben sind beliebt bei Ausflüglern.Foto: Imago/ Joko

Ausflüge in den Spreewald mit dem Zug werden bald höchst umständlich: Vom 10. Juli an sperrt die Bahn die Strecke Berlin–Cottbus. Betroffen ist laut dem Verkehrsverbund VBB bis zum 18. Juli der Abschnitt zwischen Königs Wusterhausen und Halbe, weshalb RE2 und RB24 bereits in Berlin-Ostkreuz starten und enden.

Von dort geht es nur mit der S-Bahn weiter nach KW (am 10. Juli nur bis Wildau, von wo an diesem Tag Ersatzbusse zur Endstation nach KW fahren), dann muss in Ersatzbusse nach Halbe umgestiegen werden. Die sind wesentlich länger unterwegs und haben nur sehr begrenzt Platz für Fahrräder.

Vom 19. Juli bis zum 10. September wird die Sperrung auf den Abschnitt Bestensee–Halbe verkürzt, aber das ändert wenig an den Nachteilen des Ersatzverkehrs – zumal damit auch weiterhin die Zugverbindung zu den Spreewald-Zielen Lübben und Lübbenau gekappt bleibt. Wer kann, sollte sich also für den Rest dieses Sommers andere Ausflugsziele suchen.
Um die Nachteile zumindest etwas zu lindern, will die Bahn einige Züge des RE2 zwischen Cottbus und Berlin-Südkreuz via Calau und Finsterwalde umleiten. Auch der IC zwischen Cottbus, Berlin und Emden/Norddeich wird umgeleitet und ist länger unterwegs. Im IC gelten auch VBB-Tickets.

Außerdem sollen zwischen Halbe und dem BER-Terminal 1-2 Expressbusse fahren. Diese haben aber weder Platz für Fahrräder noch sind sie rollstuhlgerecht. Auch der Kulturzug zwischen Berlin und Wroclaw (Breslau) wird umgeleitet und braucht länger. Da nicht alle Züge an allen Tagen fahren, gilt generell, vorab online den Fahrplan zu prüfen – zumal auch viele Anschlüsse sich durch die längere Fahrzeit verändern. Die Änderungen sind laut VBB in der elektronischen Fahrplanauskunft gespeichert.

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Nach Auskunft der Bahn muss südlich von Bestensee dringend die Trasse in einem Moorbereich stabilisiert werden, der schon bei der Komplettsanierung vor zehn Jahren Probleme bereitet habe.

Eine Verbesserung gibt es aber – eine Verbindung zwischen Dresden und Binz auf Rügen: Bis zum 5. September lässt die Bahn an den Wochenenden täglich einen IC fahren – über Berlin, Eberswalde, Angermünde, Prenzlau, Pasewalk, Anklam, Züssow (Anschluss nach Usedom), Greifswald und Stralsund.

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